Zigarettenstummel gehören zu den häufigsten Abfällen im öffentlichen Raum, mit bis zu 66 % der nicht ordnungsgemäss entsorgten Abfälle. Sie sind toxisch und können über Böden
und Gewässer erhebliche Umweltschäden verursachen. Die Filter brauchen bis zu 15 Jahre, bis sie zersetzt sind, wobei Mikroplastik freigesetzt wird, das in unsere Nahrungskette gelangen
kann. Aufräumen als Imagekampagne "Ein paar Stunden freiwilliges Aufräumen lassen ein Unternehmen verantwortungsbewusst erscheinen. Sie ändern aber
nichts daran, dass das Geschäftsmodell weiterhin auf dem Verkauf eines Produkts basiert, dessen Abfall in enormen Mengen in der Umwelt landet", so Michela Canevascini, Direktorin von
OxySuisse. Die Verantwortung wird dabei auf die Konsumierenden, Freiwilligen, Gemeinden und öffentliche Institutionen verschoben. Beim Clean-Up-Day werden sogar die Kinder
eingespannt, hierzu ist dieses Jahr Globi, eine bei Kindern besonders beliebte Figur, an der Initiative beteiligt. Sie sollen die Folgen eines Problems beseitigen, das zu einem grossen Teil
durch den Konsum von Tabakprodukten, welche durch die Industrie vermarktet und gefördert werden, entsteht. Die Beseitigung und Reinigung des Zigaretten-Litterings kostet die
Gemeinden jährlich rund 52 Millionen Franken. "Die Tabakindustrie kann nicht glaubwürdig behaupten, Teil der Lösung zu sein, während sie gleichzeitig für den Schweizer Markt
Milliarden von Zigaretten produziert und vermarktet. Wer die Ursache des Abfalls nicht angeht, betreibt Symptombekämpfung", stellt Michela Canevascini fest.
Herstellerverantwortung und Massnahmen zur Konsumreduktion Die Clean-Up-Day-Aktionen können einen Ort kurzfristig sauberer machen und das Bewusstsein für
Littering schärfen. Sie sind jedoch kein Ersatz für strukturelle Massnahmen. Notwendig sind Massnahmen zur Reduktion des Tabakkonsums, eine vollständige Herstellerverantwortung für
die Zigarettenstummel sowie die Ausweitung der rauchfreien bzw. konsumfreien Zonen: Wo nicht geraucht wird, können auch keine Zigarettenstummel auf dem Boden landen. Und
letztendlich muss auch über ein Verbot von Zigarettenfiltern diskutiert werden, denn diese ändern nichts an der Schädlichkeit des Rauchens, sondern wiegen die Konsumierenden in
falscher Sicherheit. Neues Factsheet von OxySuisse OxySuisse veröffentlicht heute im Rahmen des Projekts "Transparency and Truth" ein neues Factsheet. Es
beleuchtet die Rolle der Tabakindustrie beim Clean-Up-Day und zeigt auf, wie Aufräumaktionen zur Imagepflege beitragen, während die strukturellen Ursachen des Zigarettenabfalls
unangetastet bleiben. Alternativen zum Clean-Up-Day OxySuisse lädt Gemeinden und Politiker:innen ein, sich gemeinsam mit unabhängigen Partnern gegen
Littering einzusetzen. Folgende Initiativen bieten wirksame und verantwortungsvolle Alternativen, die nicht von der Tabakindustrie finanziert werden: Das Factsheet "Clean-Up-Day: Strassen säubern oder das Image der Tabakindustrie?" ist ab heute bei OxySuisse verfügbar.
Pressekontakt: Markus Meury
markus.meury@oxysuisse.ch
078 722 55 86
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