Die Finanzdaten des Vereins SpitalBenchmark decken praktisch alle Schweizer Spitäler und Kliniken ab und haben eine
entsprechend hohe Aussagekraft. Für das Jahr 2025 zeigen sie eine leichte, aber ungenügende Erholung. Die durchschnittliche
EBITDA-Marge der Akutspitäler ist von 4,0 auf 5,6 Prozent angestiegen. Dies ist zwar eine spürbare Verbesserung, der für einen
nachhaltigen Betrieb nötige Wert von 10 Prozent liegt aber noch in weiter Ferne. "Die Zahlen zeigen eine Atempause, keine
Trendwende", stellt H+ Direktorin Anne-Geneviève Bütikofer klar. "Vier von fünf Spitälern erwirtschaften nach wie vor nicht die Mittel,
die sie für Investitionen in Personal, Technologie und Infrastruktur brauchen." Richtige Anreize für die ambulante
Verlagerung Die Spitäler und Kliniken sind bereit, die politisch gewollte, medizinisch sinnvolle und wirtschaftlich
effizientere Verlagerung vom stationären in den ambulanten Bereich voranzutreiben. Diese Verlagerung macht aber eine
grundlegende Transformation der Spitallandschaft notwendig. Das bedingt zum einen, dass die Spitäler finanzielle Mittel für die
nötigen Investitionen zur Verfügung haben. Zum anderen müssen finanzielle Anreize bestehen, damit die Ambulantisierung auch
tatsächlich umgesetzt wird. Solange die ambulanten Tarife die effektiven Kosten nicht decken, fehlt dieser Anreiz für den politisch
gewollten Wandel. "Wer eine Verlagerung in den ambulanten Bereich fordert, kann nicht gleichzeitig die Mittel dafür begrenzen", so
Bütikofer. "Die Spitäler brauchen die richtigen Rahmenbedingungen, um diesen Weg konsequent weiterzugehen." Vor diesem
Hintergrund ist die vom Bundesrat im Rahmen der Einführung von TARDOC und den ambulanten Pauschalen festgelegte
Obergrenze von 4 Prozent für die jährliche Zunahme der Gesamtkosten ambulanter ärztlicher Leistungen sehr kritisch zu beurteilen,
da diese die Refinanzierung dringender Investitionen in die Ambulantisierung in Frage stellt. Damit wird möglicherweise eine
nachhaltige Entlastung des gesamten Gesundheitssystems verzögert. Die gesamte Auswertung ist unter folgendem Link zu
finden: Auswertung Spitalbenchmark Finanzzahlen 2026 Pressekontakt: Anne-Geneviève Bütikofer, Direktorin
Tel.: 031 335 11 63
E-Mail: medien@hplus.ch
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