Im Rahmen des Transformationsprojektes Enavant stellt sich die SRG grundlegend neu auf, um die Zukunftsfähigkeit des
Unternehmens zu sichern. Sie rückt enger zusammen, wird digitaler, beweglicher und effizienter. Damit schafft sie die
Voraussetzungen, um auf die tiefgreifenden Veränderungen in Technologie und Mediennutzung reagieren zu können. Gleichzeitig
muss die SRG, unter anderem aufgrund der vom Bundesrat beschlossenen Reduktion der Medienabgabe, bis 2029 rund 270
Millionen Franken einsparen - 80 Millionen davon bereits bis 2027. Wie im Juni kommuniziert, werden rund 95 Prozent dieser
Einsparungen über Strukturen, Prozesse und Herstellungsweisen erreicht, um das Programm im Interesse des Publikums
bestmöglich zu schützen (Medienmitteilung Juni 2026). Die SRG setzt mit Enavant zuerst bei ihren eigenen
Organisationsstrukturen an. Seit dem vergangenen Januar wird das neue Organisationsmodell schrittweise umgesetzt
(Medienmitteilung November 2025). Bereiche wie Finanzen, Human Resources sowie Operationen und Angebot werden neu SRG-
weit geführt, mit regional verankerten Fachteams. Im Bereich Angebot wird unter anderem SRG-weit Sport und Fiktion sowie die
Live- und Streamingplattform Play+ gebündelt und gesteuert. Im Bereich Operationen wurden die Produktions- und
Technologiebereiche zusammengeführt. Dadurch wurden bereits in den letzten Monaten Doppelspurigkeiten reduziert und eine
effizientere Zusammenarbeit über die Sprachregionen hinweg ausgebaut. Umsetzung der Sparmassnahmen für 2027:
Fokus auf Schutz des Programmes Die Sparmassnahmen für 2027 wurden mittlerweile weiter detailliert und sind nun
bereit für die Umsetzung. Der überwiegende Teil der Einsparungen in Höhe von 80 Millionen Franken wird durch Anpassungen in
den Strukturen, Prozessen und Herstellungsweisen erreicht. Wie im Juni bereits kommuniziert, sind Veränderungen im
Programmangebot bei diesen Sparsummen aber unumgänglich. Wo möglich werden Einsparungen innerhalb bestehender Formate
umgesetzt, statt ganze Programme einzustellen. Zudem setzt die SRG auch im Programm noch mehr auf eine Zusammenarbeit
zwischen den Sprachregionen. Diese Grundsätze gelten auch für die SRG-weiten Bereiche Angebot und Operationen. Im
Bereich Angebot werden insbesondere bei Sport und Fiktion Möglichkeiten zur Zusammenarbeit über die Sprachregionen hinweg
stärker genutzt. Im Bereich Operationen stehen die betrieblichen und technischen Leistungen im Fokus der Einsparungen. Weiter
setzen die Support-Bereiche innerhalb der SRG - Finanzen, HR, Stab und Kommunikation - überproportionale Sparaufträge um,
damit das Programm im Sinne des Publikums möglichst verschont wird. "Die notwendigen Einsparungen verlangen von
der gesamten SRG grosse Veränderungen. Entscheidend ist, dass wir diese jetzt verantwortungsvoll umsetzen. Dazu stärken wir
die Zusammenarbeit über die Sprachregionen hinweg. Gleichzeitig bleibt die regionale Verankerung für uns zentral. Wir bleiben
auch in Zukunft in allen Sprachregionen mit unseren Studios nahe bei unserem Publikum", sagt SRG-Verwaltungsratspräsident
Jean-Michel Cina. SRG reduziert Führungspositionen auf den obersten Ebenen Gleichzeitig treibt die
SRG die Umsetzung des neuen Organisationmodells weiter voran. Die obersten drei Führungsebenen sind mittlerweile fast
vollständig besetzt. Auf diesen Ebenen baut die SRG im Vergleich zu 2024 über 20 Prozent der Führungspositionen ab. Der
Frauenanteil liegt bei über 40 Prozent. Damit ist das Geschlechterverhältnis auf diesen Ebenen fast deckungsgleich zum
Geschlechterverhältnis in der SRG insgesamt. Die definitiven Kennzahlen zur Zusammensetzung der neuen Führungsorganisation
liegen nach Abschluss des Stellenbesetzungsprozesses vor. Mit der Besetzung der neuen Führungsfunktionen schafft die
SRG die Voraussetzungen für die weitere Umsetzung der Transformation. Die neuen Leitungsteams treiben die Transformation in
ihren Bereichen weiter voran und stellen die Umsetzung der notwendigen Spar- und Personalmassnahmen sicher. Die
Sparmassnahmen werden auch Auswirkungen auf das Personal haben. Ein Teil des Stellenabbaus wird durch Fluktuation und
Pensionierungen erfolgen. Beim Stellenabbau kommt der Sozialplan der SRG zur Anwendung. "Wir sind unserem
Publikum verpflichtet. Deshalb setzen wir den politischen Sparauftrag so um, dass möglichst viel von jedem Franken der
Medienabgabe ins Programm fliesst. Dazu hinterfragen wir auch unsere eigenen Strukturen konsequent: Auf den obersten
Führungsebenen bauen wir über 20 Prozent der Führungspositionen ab. Gleichzeitig schützen wir das Programm, wo immer es
geht." sagt SRG-Generaldirektorin Susanne Wille und hält fest: "Diese Veränderungen sind anspruchsvoll für das Unternehmen
und insbesondere für die betroffenen Mitarbeitenden. Sie sind aber notwendig, um die SRG digitaler, effizienter und beweglicher zu
machen und auch künftig einen starken Service public für die Schweiz zu leisten." Konkretisierung in den
Sprachregionen Die Kommunikation der Sparmassnahmen für 2027 erfolgt in den kommenden Tagen in den vier
Sprachregionen. Dabei informieren die Regionen über die konkreten Auswirkungen auf ihr Programm und ihre Mitarbeitenden. Weitere Einsparungen bis 2029 Mit den Massnahmen für 2027 ist die Transformation der SRG nicht abgeschlossen. Bis 2029 muss die SRG insgesamt rund
270 Millionen Franken einsparen. Die weiteren Transformations- und Sparmassnahmen für die Jahre 2028 und 2029 werden im
Rahmen der Finanzplanung schrittweise in den Bereichen und Regionen konkretisiert. Auch in den nächsten Jahren wird die SRG
laufend ihr Programmangebot anpassen, weiterentwickeln und erneuern. Pressekontakt:
SRG SSR, Medienstelle
Nik Leuenberger
media@srgssr.ch
Tel. 058 136 21 21
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