Zwischen einer Organspende und einer erfolgreichen Transplantation liegt eine logistische Aufgabe, die von aussen kaum
sichtbar ist. Innerhalb kürzester Zeit müssen medizinische Teams mobilisiert, Fahrzeuge und Flugmittel bereitgestellt sowie Spitäler
und Flughäfen koordiniert werden - bei jedem Wetter, zu jeder Tageszeit, in der Schweiz und über die Landesgrenze hinaus. Zeitkritische Transporte am Boden und in der Luft Seit 2012 ist die AAA Alpine Air Ambulance AG für den
Organtransport unterwegs. Seit 2015 verbindet sie eine exklusive Logistikpartnerschaft mit Swisstransplant. Seither hat die AAA
Tausende Transporte von Spendeorganen, medizinischen Fachpersonen und Blutproben koordiniert und durchgeführt. Je nach
Strecke und Dringlichkeit kommen Ambulanzfahrzeuge, Taxis, Helikopter oder Flugzeuge zum Einsatz. PD Dr. med. Franz
Immer, Direktor von Swisstransplant, würdigte bei der Awardübergabe in Bern insbesondere die lösungsorientierte und verlässliche
Zusammenarbeit: "Bei Organtransporten braucht es einen Partner, auf den man sich bedingungslos verlassen kann. Einen Partner,
der nicht zuerst fragt: Swisstransplant überreichte der AAA den Award Ende August am Swisstransplant Symposium in Bern. Fachpersonen aus
Medizin und Politik diskutierten dort medizinische Fortschritte auf dem Gebiet der Organ- und Gewebespende und Transplantation,
die Erfahrungen von Angehörigen sowie die geplante Einführung der erweiterten Widerspruchsregelung. Weniger
Menschen auf der Warteliste Am 30.06.2026 warteten in der Schweiz 1'201 Personen auf eines oder mehrere Organe
von verstorbenen spendenden Personen. Im Vergleich zum 30.06.2025 sind das 61 Personen weniger (minus 4.8 Prozent). Trotz
dieses leichten Rückgangs werden weiterhin deutlich mehr Spendeorgane benötigt, als zur Verfügung stehen. 2025 starben 67
Menschen auf der nationalen Warteliste auf ein Spendeorgan, weil nicht rechtzeitig ein passendes Spendeorgan verfügbar war.
Der Nationale Tag der Organ- und Gewebespende erinnert deshalb daran, wie wichtig der persönliche Entscheid ist. Wer
sein Ja oder Nein festhält und den Angehörigen mitteilt, schafft Klarheit und entlastet seine Familie in einer schwierigen Situation.
Der persönliche Entscheid schafft Klarheit Mit der Einführung der erweiterten Widerspruchsregelung gilt
künftig: Wer nach seinem Tod keine Organe und Gewebe spenden möchte, soll dies festhalten. Liegt kein dokumentierter
Entscheid vor, wird grundsätzlich von einer Zustimmung ausgegangen. Angehörige können einer Entnahme widersprechen, wenn
diese nach ihrem Wissen oder ihrer Vermutung nicht dem Willen der verstorbenen Person entspricht. Sind keine Angehörigen
vorhanden oder erreichbar, findet keine Entnahme statt. Die erweiterte Widerspruchsregelung tritt gemäss Bundesamt für
Gesundheit (BAG) voraussichtlich 2027 in Kraft. Die Organspende bleibt freiwillig. Swisstransplant empfiehlt, den persönlichen
Entscheid festzuhalten und den Angehörigen mitzuteilen. Entscheid festhalten Pressekontakt:
Swisstransplant: PD Dr. Franz Immer, Direktor Swisstransplant, Facharzt für Herzchirurgie
FMH AAA Alpine Air Ambulance AG: Kommunikation
T +41 58 123 80 00
media@swisstransplant.org
T +41
43 536 62 77
communication@air-ambulance.ch
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