Hinweis an die Redaktion: Zwei französisch- und englischsprachige Mediensprecher:innen stehen für
Interviews zur Verfügung: die Leiterin der Nothilfe und der in
Laos
ansässige Regionalverantwortliche. Die Zahl der Opfer steigt weiter, der Zugang bleibt sehr schwierig
Sechs Tage nach der Katastrophe steigen die Opferzahlen
kontinuierlich: Nepal beklagt inzwischen fast 1000 Tote und über 4400 Vermisste. Die Suchaktionen zur Rettung von Überlebenden
und zur Evakuierung Betroffener werden fortgesetzt.
Oft
finden diese in schwer zugänglichen Gebieten statt, in denen Brücken zerstört, Strassen blockiert und die Telekommunikation
stellenweise weiterhin unterbrochen ist. Ein Team
von
HI hat den Distrikt Nuwakot erreicht, der zu den am stärksten betroffenen Gebieten gehört. Vor Ort ermitteln die Mitarbeitenden den
Bedarf der geflüchteten Menschen in den
Gesundheitszentren und Notunterkünften und identifizieren diejenigen, die besondere Hilfe benötigen, wie Menschen mit
Behinderungen, ältere Menschen und Kinder.
Zehntausend Vertriebene befinden sich in einer äusserst prekären Lage. Sie benötigen dringend Notunterkünfte, Trinkwasser,
Hygieneartikel und Nahrungsmittel. Um Kinder und Frauen
vor
möglichen Übergriffen zu schützen, ist besondere Wachsamkeit erforderlich. Gleichzeitig beobachten die Behörden die Gefahr von
Krankheitsausbrüchen sehr genau.
Koordinierte und inklusive Nothilfe In enger Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden beteiligen sich die Teams
von HI an der Bedarfsermittlung in den verschiedenen
Gemeinden. Dabei widmen sie Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen, Kindern und Frauen besondere Aufmerksamkeit.
"Aufgrund des
erschwerten Zugangs ist es derzeit schwierig, genaue Informationen zu erhalten. Da sich die Zahlen ständig ändern, sind unsere
Möglichkeiten zur Planung wirksamer Hilfsmassnahmen
eingeschränkt. Dennoch arbeiten wir mit unseren Partnern zusammen, um uns für besonders schutzbedürftige Menschen
einzusetzen und Dienstleistungen bereitzustellen, die auf ihre
spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Die Koordination zwischen Behörden, Hilfsorganisationen, Verbänden und
Gemeinschaften ist unerlässlich, um die betroffene Bevölkerung
zu
erreichen." - Rabindra Shrestha, Rehabilitationsspezialist und Mitglied des vor Ort eingesetzten Teams von Hl. Hl ermittelt
den Rehabilitationsbedarf in den Gesundheitszentren
und Notunterkünften. Menschen, die eine hoch spezialisierte Versorgung benötigen, werden nach Kathmandu verlegt. Menschen
mit leichten Verletzungen erhalten dagegen
Rehabilitation
in Gesundheitszentren vor Ort. Etwa hundert Mobilitätshilfen, darunter Rollstühle und Krücken, wurden bereits von Hl an die
Behörden übergeben. Diese werden sie an Menschen
verteilen, die sie benötigen. "Aufgrund der aktuellen Situation ist es schwierig, Mobilitätshilfen zu beschaffen. Deshalb
haben wir diesen Notvorrat mitgebracht. Zudem haben
wir festgestellt, dass der Bedarf im Bereich der psychischen Gesundheit gross ist. Die Begegnungen vor Ort erinnern uns an die
tiefe menschliche Not, die sich hinter dieser Katastrophe
verbirgt, an die Widerstandsfähigkeit der Betroffenen, an ihr stilles Leiden und daran, wie dringend Hilfe benötigt wird." - Rabindra
Shrestha Neben der funktionellen
Rehabilitation arbeitet Handicap International mit lokalen Partnerorganisationen zusammen und bereitet sich darauf vor,
Unterstützung in den Bereichen psychische Gesundheit,
psychosoziale Hilfe und Schutz zu leisten. Ein Team von rund zehn Personen wird voraussichtlich ab dem 3. September vor Ort
sein. Zudem plant die Organisation, ihre Bedarfsanalysen
auf die am schwersten zugänglichen Gebiete, darunter Trishuli und Rasuwa, auszuweiten.
Pressekontakt: Pauline
Wilhelm Handicap International Schweiz Kommunikationsbeauftragte Avenue de la Paix 11 - 1202 Genève p.wilhelm@hi.org 022 710 93 36 www.handicap-international.ch
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