Die verschiedenen untersuchten Parameter zeichnen ein differenziertes Bild der Schweizer Energiewende im Vergleich mit den 27 EU-Mitgliedstaaten. Bei der gesamthaften erneuerbaren Stromproduktion pro Kopf erreicht die Schweiz 2025 den fünften Rang. Nur nordische Länder und Österreich schneiden noch besser ab. Die Schweiz profitiert dabei insbesondere von der bestehenden Wasserkraft, die über die Hälfte des produzierten Stroms in der Schweiz beiträgt. Bei der Solarstromproduktion pro Kopf erreicht die Schweiz 2025 einen neuen Höchstwert und belegt im europäischen Vergleich den zehnten Rang, nahezu gleichauf mit Belgien. Damit verbessert sie sich gegenüber dem Vorjahr um einen Platz. Die Entwicklung widerspiegelt den dynamischen Ausbau der Solarenergie in der Schweiz, die in den vergangenen fünf Jahren jedes Jahr um mehr als 1000 Gigawattstunden gestiegen ist, 2025 sogar um 2000 Gigawattstunden im Vergleich zum Vorjahr. Doch die Schweiz hat noch grosses Potenzial für weiteren Ausbau: Die Pro-Kopf-Werte mehrerer nördlicher gelegenen Staaten sind höher – obwohl dort die für die Solarstromproduktion relevante Sonneneinstrahlung geringer ist.Erneuerbare Stromproduktion: Schweiz vorne dabei
Solarenergie-Ausbau geht gut voran und hat Potenzial
Windenergie bei den Schlusslichtern
Ein deutlich anderes Bild zeigt sich bei der Windenergie. Die Windstromproduktion in der Schweiz bleibt auf tiefem Niveau, obwohl jedes Jahr neue Windkraftanlagen in Betrieb genommen werden. Mit Rang 25 gehört die Schweiz weiterhin zu den Schlusslichtern im europäischen Vergleich. Gleichzeitig zeigt der Vergleich die hohe Ausbaudynamik in vielen EU-Staaten. Die Windenergie ist bereits eine der wichtigsten Säulen der Stromversorgung in Europa und soll künftig noch stärker zur erneuerbaren Stromproduktion beitragen.
Bereits 70,8 Prozent des Schweizer Stromverbrauchs werden durch erneuerbare Quellen gedeckt. Damit erreicht die Schweiz den fünften Rang in Europa. Spitzenreiter ist Schweden, wo bereits mehr als 90 Prozent des für den Stromverbrauch bereitgestellten Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen.
Bei der Elektrifizierung liegt die Schweiz mit einem Anteil von Strom am Endenergieverbrauch von 26,7 Prozent auf dem siebten Rang im europäischen Vergleich. Die Unterschiede zwischen den führenden Ländern sind allerdings relativ gering und die Werte auf tiefem Niveau. Die Statistik zeigt, dass insbesondere bei der Elektrifizierung europaweit noch erhebliche Anstrengungen notwendig sind.
Gleichzeitig besteht auf allen Ebenen weiterhin Handlungsbedarf, um die Energieversorgung vollständig zu dekarbonisieren. Die Voraussetzungen dafür sind gut: Verlässliche politische Rahmenbedingungen, beschleunigte Bewilligungsverfahren, eine enge Einbindung in das europäische Stromsystem und gezielte Massnahmen zur Elektrifizierung können die notwendige Transformation weiter vorantreiben. Entscheidend ist, dass die Politik diese Rahmenbedingungen langfristig sichert. Nur so lassen sich die notwendigen Investitionen auslösen und die Fortschritte der Energiewende dauerhaft fortsetzen.
Pressekontakt
Léonore Hälg
Leiterin Fachbereich erneuerbare Energien
+41 44 275 21 24
leonore.haelg@energiestiftung.ch
www.kmu-press.ch ist ein Angebot von www.help.ch. Nutzen Sie KMU-Press.ch, die spezialisierte Plattform für Pressemitteilungen von Schweizer KMU.
Als Betreiber von KMU-Press.ch steht HELP.ch für hohe Reichweite, professionelle Veröffentlichung und zusätzliche Sichtbarkeit Ihrer Unternehmensnews.
Mit einer Vielzahl an Ressourcen und Lösungen, die gezielt auf die Bedürfnisse von Schweizer KMU zugeschnitten sind, bietet HELP.ch eine leistungsstarke Plattform für Unternehmenskommunikation und Online-Sichtbarkeit.