2024 übten rund 78% der 649 000 in der Schweiz registrierten Unternehmen ihre Haupttätigkeit im tertiären Sektor (Dienstleistungen) aus. Auf den sekundären Sektor (Industrie, Kunst und Gewerbe) entfielen gut 14% der Schweizer Unternehmen und auf den primären Sektor (Land und Forstwirtschaft sowie Fischerei) weniger als 8%. Der Dienstleistungssektor gewann gegenüber dem Vorjahr weiter an Gewicht: Er ist der einzige Sektor, in dem sowohl die Beschäftigung als auch die Anzahl Unternehmen zugelegt haben. Auf nationaler Ebene wurde eine der schwächsten Beschäftigungszunahmen (+0,6%) seit 2011 registriert. Ähnlich schwach war das Wachstum einzig in den Jahren 2015, das durch die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank beeinflusst war (+0,6%), und 2020, in dem die Beschäftigung aufgrund der Covid-19-Pandemie zurückging (–0,6%). Auf Branchenebene dominierten 2024 die Unternehmen des Gesundheitswesens. Sie machten 11% aller Unternehmen aus. Damit stellte dieser Wirtschaftszweig am meisten Unternehmen in der Schweiz. Dahinter folgten die Branchen «Erbringung von sonstigen Dienstleistungen» sowie «Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei» mit 9,2% bzw. 7,6%. Folgende Wirtschaftszweige beschäftigten die meisten Personen: «Öffentliche Verwaltung» (8,7% der Gesamtbeschäftigung), «Gesundheitswesen» (8,5%) und «Detailhandel» (5,9%). Seit 2011 entwickelt sich die Beschäftigung je nach Bereich unterschiedlich. Zu den Dynamischsten zählen namentlich das «Sozialwesen ohne Unterbringung» mit einem Zuwachs von fast 58,9% (+47 000 Beschäftigte), die «mit Finanz- und Versicherungsdienstleistungen verbundenen Tätigkeiten» (+55,9%; +32 000 Beschäftigte) sowie die Branche «Kunst, Unterhaltung und Erholung» (+54,3%; +38 000 Beschäftigte). Am stärksten geschrumpft sind hingegen die «Herstellung von elektrischen Ausrüstungen» mit einem Rückgang um 23,8% (–9000 Beschäftigte), die «Herstellung von Holzwaren. Papier und Druckerzeugnissen» mit einem Minus von 21,2% (–16 000 Beschäftigte) sowie die «Post-, Kurier- und Expressdienste» (–20,7%; –11 000 Beschäftigte). Seit einigen Jahren nimmt der Anteil der Einheiten mit zwei oder weniger Beschäftigten zu (+4,3 Prozentpunkte zwischen 2011 und 2024). Obschon rund 90% aller Unternehmen sehr kleine Strukturen (weniger als zehn Personen) aufweisen, stellen sie zusammen weniger als ein Viertel aller Beschäftigten. Gemessen an der Beschäftigtenzahl haben die Grossunternehmen ihre Position verstärkt (+2,6 Prozentpunkte). Diese Betriebe umfassen mindestens 250 Beschäftigte und sind insgesamt für mehr als 2,2 Millionen Arbeitsplätze zuständig. 2024 sorgten sie für über drei Viertel des Beschäftigungswachstums, obschon sie nur 0,3% aller aktiven Unternehmen ausmachen. Im Jahr 2024 waren das 2160 von nahezu 650 000 registrierten Unternehmen. Die Schweizer Wirtschaft weist folglich zwei Besonderheiten auf: Zum einen werden die sehr kleinen Unternehmen immer zahlreicher, zum anderen beschäftigen Grossunternehmen immer mehr Personen. Im Jahr 2024 wurden in der Schweizer Wirtschaft insgesamt 36 151 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen (+0,6%). Dieser Anstieg verteilt sich nicht gleichmässig auf die verschiedenen Regionen der Schweiz. Die Genferseeregion und die Zentralschweiz (je +1,2%) schneiden relativ gut ab. Der Espace Mittelland stagniert mit 1848 neuen Arbeitsplätzen (+0,2%). Bei den Kantonen wurden die stärksten Zunahmen in Appenzell Ausserrhoden (+1102; +4%), Zug (+3418; +2,6%) und Nidwalden (+578; +2,3%) gemessen. Die Kantone Wallis und Basel-Stadt überschritten die symbolische Marke von 200 000 Arbeitsplätzen. Auf der Verliererseite stehen die Kantone Jura (–984 Arbeitsplätze; –2%), Neuenburg (–1069; –0,9%) und Tessin (–1868; –0,7%). Sie verzeichnen allesamt einen Beschäftigungsrückgang. Adresse für Rückfragen Sozialwesen und Finanzdienstleistungen sind seit 2011 im Aufschwung
Grossunternehmen kommen besser zurecht
Regionale Wachstumsunterschiede
Nicolas Vallon
BFS, Sektion Wirtschaftsstruktur und -analysen
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