Die Tourismusregion Zürich verzeichnete im ersten Halbjahr 2026
insgesamt 1,4 Prozent weniger Logiernächte als im Vorjahr. Nach einem Wachstum von 3,5 Prozent im Januar und 3,9 Prozent im
Februar setzte ab März eine rückläufige Entwicklung ein. Die Logiernächte gingen im März um 2,7 Prozent, im April um 4,6
Prozent, im Mai um 2,5 Prozent und im Juni um 3,1 Prozent zurück. Fernmärkte verzeichnen stärksten Rückgang,
Nordamerika bleibt stabil Besonders deutlich fiel der Rückgang in Fernmärkten aus, die stark von Flugverbindungen
über den Nahen Osten abhängig sind. Indien verzeichnete im ersten Halbjahr ein Minus von 27,9 Prozent, Südostasien von 25,8
Prozent, die Golfstaaten von 14,1 Prozent sowie Greater China von 2,4 Prozent. Stabil präsentierte sich hingegen
Nordamerika. Der wichtigste ausländische Herkunftsmarkt der Tourismusregion Zürich verzeichnete ein leichtes Wachstum von 0,8
Prozent und behauptete mit einem Marktanteil von 13,1 Prozent seine starke Position. Heimmarkt Schweiz erstmals
über 40 Prozent Marktanteil Der Heimmarkt Schweiz bleibt die tragende Säule der Tourismusregion Zürich. Mit einem
Wachstum von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entfielen erstmals 40,4 Prozent beziehungsweise mehr als vier von zehn
Logiernächten auf Gäste aus der Schweiz. Auch die europäischen Nahmärkte entwickelten sich stabil und legten
gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 1,3 Prozent zu. Besonders stark entwickelten sich Österreich (+11,6 %) und Spanien (+10,6
%). Auch Deutschland (+1,2 %), Italien (+1,2 %) und die Niederlande (+0,4 %) verzeichneten Zuwächse, während Grossbritannien
(-1,0 %) und Frankreich (-0,7 %) leichte Rückgänge auswiesen. Die Entwicklung der Herkunftsmärkte zeigt, dass sich
aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten derzeit mehr Reisende für Ferien innerhalb Europas und für näher gelegene
Destinationen entscheiden. Davon profitiert auch die Tourismusregion Zürich. Gleichzeitig sind die Einbussen bei Gästen
aus den Golfstaaten, Greater China und Südostasien wirtschaftlich besonders bedeutsam. Diese Märkte zählen im
Freizeittourismus zu den ausgabenstärksten Herkunftsmärkten und weisen überdurchschnittlich hohe Tagesausgaben pro
Übernachtungsgast auf. Auswirkungen auf die gesamte Tourismuswirtschaft Bereits zum zweiten Mal führte
Zürich Tourismus im Juli 2026 eine Online-Befragung unter 845 Mitgliedern und Partnerbetrieben durch. 182 Betriebe aus
Beherbergung, Gastronomie, Detailhandel und weiteren tourismusnahen Branchen beteiligten sich daran. Die Ergebnisse
zeigen, dass sich die Auswirkungen nicht auf die Hotellerie beschränken, sondern das gesamte tourismusnahe Ökosystem
betreffen. 44 Prozent der befragten Betriebe berichten für die vier bis sechs Wochen vor der Befragung von einer rückläufigen
Nachfrage gegenüber dem Vorjahr, davon 14 Prozent von einem deutlichen Rückgang. 45 Prozent der Befragten berichten von
einer stabilen Nachfrage, 10 Prozent von einer steigenden Nachfrage. Insbesondere die Branchen Beherbergung, Gastronomie
und Freizeitaktivitäten verzeichnen häufiger Nachfragerückgänge als andere Branchen. Gegenüber der ersten Befragung zum
ersten Quartal 2026 ist zwar eine leichte Entspannung erkennbar, insgesamt wird die Situation von den Betrieben jedoch weiterhin
mehrheitlich als ernst eingeschätzt. Auch auf das Gästeverhalten haben die geopolitischen Unsicherheiten weiterhin einen
starken Einfluss. Erstmals berichten zahlreiche Betriebe von einem zurückhaltenderen Ausgabenverhalten. Der Anteil der Betriebe,
die tiefere Ausgaben der Gäste beobachten, stieg von 36 Prozent in der ersten Befragung zum ersten Quartal 2026 auf 46 Prozent
in der aktuellen Umfrage. Besonders spürbar ist diese Entwicklung im Detailhandel, in der Kongress- und Eventinfrastruktur sowie
in der Gastronomie. Auch kurzfristige Buchungen häufen sich und erschweren die Planung. Gleichzeitig beobachten nur noch 23
Prozent der Betriebe eine Zunahme an Annulationen – gegenüber 39 Prozent in der ersten Befragung zum ersten Quartal 2026.
Für die kommenden drei Monate erwarten die Betriebe mehrheitlich eine stabile Nachfrage. Insgesamt deuten die Erwartungen auf
eine schrittweise Stabilisierung hin. Breit diversifizierter Gästemix stärkt Resilienz Für Thomas Wüthrich,
Direktor von Zürich Tourismus, zeigt die Halbjahresbilanz 2026, dass sich kurzfristige Flexibilität und eine langfristige Marktstrategie
erfolgreich ergänzen: «Bereits kurz nach der geopolitischen Eskalation haben wir unsere Marktbearbeitung angepasst und gezielt
zusätzliche Mittel in die Schweiz und die europäischen Nahmärkte investiert. Gleichzeitig haben wir den Austausch mit der Branche
intensiviert und die Auswirkungen auf die Tourismuswirtschaft mit zwei Umfragen systematisch erfasst. Unsere langfristige
Marktstrategie bleibt unverändert, gleichzeitig reagieren wir flexibel auf veränderte Rahmenbedingungen. Dass der Heimmarkt
Schweiz erstmals mehr als 40 Prozent aller Logiernächte erreicht, bestätigt die Bedeutung eines breit diversifizierten Gästemixes –
gerade in geopolitisch unsicheren Zeiten.» Mit Juli und August folgen nun zwei der logiernächtestärksten Monate des
Jahres. Sie werden entscheidend für die Tourismusbilanz 2026 sein. Zürich Tourismus wird die weitere Entwicklung der Nachfrage
deshalb weiterhin eng beobachten. Kontakt Zürich Tourismus
Michael Müller, Corporate
Communications & Mediensprecher
Gessnerallee 3, CH-8001 Zürich
T +41 44 215 40
13
michael.mueller@zuerich.com
zuerich.com, #enjoyzurich
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