Nach den Sommerferien verändert sich die Verkehrssituation in der Nähe von Schulen, Kindergärten, Haltestellen des öffentlichen Verkehrs und in
Wohnquartieren. Kinder sind wieder zu Fuss, mit dem Velo oder dem Trottinett unterwegs - oft mitten im Berufsverkehr. Viele lernen ihren Schulweg erst kennen
und lassen sich leicht ablenken. Zudem können Kinder Geschwindigkeiten und Distanzen weniger genau einschätzen als Erwachsene. Deshalb legt die
Kampagne 2026 den Schwerpunkt auf das Thema "Brämse", damit Fahrzeuglenkende ihre Geschwindigkeit den jeweiligen Umständen anpassen. Für
Autofahrerinnen und Autofahrer bedeutet dies, dass sie jederzeit mit unerwarteten Situationen rechnen müssen, überall dort, wo sich Kinder aufhalten könnten.
Kinder können durch parkierte Fahrzeuge, Hecken oder andere Hindernisse verdeckt sein. Sie können plötzlich auf die Fahrbahn treten oder unvorhersehbar
reagieren. Unter solchen Bedingungen reicht es nicht immer aus, lediglich die Höchstgeschwindigkeit einzuhalten. Entscheidend ist vielmehr, mögliche
Gefahrensituationen frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Im Auftrag des Fonds für Verkehrssicherheit (FVS) führt der TCS seit 2025
die nationale Kampagne für mehr Sicherheit auf dem Schulweg "Luege | Brämse | Halte" durch. Ziel ist es, Fahrzeuglenkende für ein sicheres Verhalten
gegenüber Kindern im Strassenverkehr zu sensibilisieren. Im ersten Kampagnenjahr stand "Luege" im Mittelpunkt, mit besonderem Fokus auf die aufmerksame
Wahrnehmung des Verkehrsumfelds. Ab diesem Sommer rückt das Kampagnenthema "Brämse" in den Vordergrund. Neuer interaktiver Test zur
Veranschaulichung des Anhaltewegs Um die Bedeutung der Geschwindigkeit anschaulich zu vermitteln, wird die Kampagne um einen neuen
interaktiven Test erweitert. Anhand typischer Verkehrssituationen können Fahrzeuglenkende direkt erleben, welchen Einfluss die Geschwindigkeit auf den
Anhalteweg hat. Das Tool zeigt auf, weshalb eine angepasste Geschwindigkeit besonders in Wohnquartieren, in der Nähe von Schulen, bei ÖV-Haltestellen oder
an Orten mit eingeschränkter Sicht wichtig ist. Polizei, Gemeinden und Schulen verbreiten die Botschaft Für das zweite Kampagnenjahr
stellt der TCS neue Visuals und Kommunikationsmittel zum Thema "Brämse" zur Verfügung. Polizeikorps, Gemeinden und Schulen werden diese vor Ort
einsetzen, um Fahrzeuglenkende im Vorfeld des Schulanfangs zu sensibilisieren. Die Ergebnisse des ersten Kampagnenjahres zeigen die Wirksamkeit
dieses breiten Partnernetzwerks: Gemeinden und Polizeikorps nutzten rund 6'000 Plakatstandorte, über 4'000 Banner wurden installiert und mehr als 90'000
Sensibilisierungsartikel im Rahmen von Aktionen an Fahrzeuglenkende verteilt. Zudem beteiligten sich über 1'000 Schulklassen an der Kampagne und
gestalteten rund 30'000 Duftfiguren, die Fahrzeuglenkende daran erinnern sollen, Kindern besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Auf der Strasse
vermitteln Lastwagen die Botschaft Ergänzend zur nationalen Kampagne lanciert der TCS die Initiative "Ich halte für jedes Kind ganz an".
Gemeinsam mit dem Schweizerischen Nutzfahrzeugverband ASTAG und dem Berufsverband Les Routiers Suisses wird diese Kampagnenvariante auf
Lastwagen in der ganzen Schweiz sichtbar sein. Mit Aufklebern und Fahrzeugbeschriftungen in den Farben der Initiative tragen die Fahrzeuge die Botschaft direkt
auf die Strassen. Die Berufschauffeure leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung aller Verkehrsteilnehmenden für die Bedeutung einer
aufmerksamen und angepassten Fahrweise in der Nähe von Kindern. Die Tipps des TCS für einen sicheren Start ins neue Schuljahr Pressekontakt: Marco Wölfli, Mediensprecher TCS Tel. 058 827 34 03 |
marco.woelfli@tcs.ch
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