Cembra steigert Halbjahresgewinn um 6 % und übernimmt Großteil von Santanders Schweizer Fahrzeugfinanzierungsgeschäft


Zürich – Cembra steigerte den Reingewinn im ersten Halbjahr 2026 um 6% auf CHF 92.3 Millionen bzw. CHF 3.15 pro Aktie. Die Verbesserung ist auf eine Senkung des Geschäftsaufwands um 9% zurückzuführen. Der Nettoertrag blieb stabil und die Nettoforderungen gegenüber Kunden stiegen um 2%, was das gezielte Wachstum im Privatkreditgeschäft, in der Fahrzeugfinanzierung und im Kreditkartengeschäft widerspiegelt. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich auf 43.5% und die Verlustquote blieb mit 1.1% weiterhin solide. Die Eigenkapitalrendite erreichte 14.1% und die Tier 1-Kapitalquote lag bei 17.7%.

• Reingewinn steigt dank weiterer Effizienzsteigerungen um 6% auf CHF 92.3 Millionen

• Nettoforderungen gegenüber Kunden wachsen um 2%, unterstützt durch gezieltes Wachstum im Privatkreditgeschäft, in der Fahrzeugfinanzierung und im Kreditkartengeschäft

• Nettoertrag trotz tieferer Maximalzinssätze und abgeschwächtem makroökonomischem Umfeld stabil

• Geschäftsaufwand um 9% gesenkt, Aufwand-Ertrags-Verhältnis von 47.6% auf 43.5% verbessert und weiterhin solide Verlustquote von 1.1%

• Eigenkapitalrendite steigt von 13.8% auf 14.1%, mit einer starken Tier 1-Kapitalquote von 17.7%

• Erwerb des Schweizer Fahrzeugfinanzierungsgeschäfts von Santander stärkt Cembras Marktposition, erweitert den Vertrieb und erhöht Gewinn pro Aktie ab 2027; Einmaleffekte reduzieren die Eigenkapitalrendite der Gruppe im Jahr 2026 auf rund 14%

• Ausblick: Ohne Berücksichtigung der Transaktion erwartet Cembra für das Gesamtjahr 2026 eine Entwicklung im Rahmen der bisherigen Prognose

Cembra hat eine Vereinbarung zum Erwerb des wesentlichen Teils des Schweizer
Fahrzeugfinanzierungsgeschäfts von Santander unterzeichnet. Die Akquisition wird Cembras Position in der Fahrzeugfinanzierung, insbesondere im Neuwagensegment, stärken, ihr Netzwerk von Automobilpartnern erweitern und die weitere Skalierung der neuen Leasingplattform ermöglichen. Cembra wird zudem exklusiver Schweizer Partner von Santander für paneuropäische Leasing- und Finanzierungsprogramme. Es wird erwartet, dass die Transaktion den Gewinn pro Aktie ab 2027 steigert und ab 2028 die Eigenkapitalrendite um rund 25 Basispunkte erhöht. Vorbehaltlich der üblichen Vollzugsbedingungen wird der Abschluss der Transaktion im November 2026 erwartet.

CEO Holger Laubenthal sagte: „Die weitere Verbesserung unseres Aufwand-Ertrags-Verhältnisses zeigt unsere anhaltende Disziplin bei der Umsetzung unserer Strategie. Mit der Akquisition machen wir einen gezielten strategischen Schritt, um unsere Position in der Fahrzeugfinanzierung zu stärken und unser Partnernetzwerk auszubauen. Die Transaktion verleiht unserer Leasingplattform zusätzliche Grösse und gibt uns Zugang zu attraktiven internationalen Leasingprogrammen. Zusammen mit der zunehmenden Dynamik unserer Wachstumsinitiativen schafft dies eine starke Basis für profitables Wachstum und langfristige Wertschöpfung.“

Nettoforderungen gegenüber Kunden wachsen, Nettoertrag bleibt stabil
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 stiegen die Nettoforderungen gegenüber Kunden von Cembra um 2% auf CHF 6.7 Milliarden. Die Nettoforderungen gegenüber Kunden im Privatkreditgeschäft erhöhten sich um 2% auf CHF 2.2 Milliarden, in der Fahrzeugfinanzierung um 1% auf CHF 3.3 Milliarden und im Kreditkartengeschäft um 2% auf CHF 1.1 Milliarden, während die Nettoforderungen gegenüber Kunden im Bereich BNPL um 2% auf CHF 0.1 Milliarden zurückgingen. Der Nettoertrag blieb mit CHF 267.2 Millionen stabil. Der Zinsertrag blieb mit CHF 184.3 Millionen unverändert, wobei der tiefere Zinsaufwand von CHF 40.9 Millionen den nach der Senkung der Maximalzinssätze in der Konsumfinanzierung tieferen Zinsertrag von CHF 225.2 Millionen ausglich. Die Zinsmarge blieb mit 5.4% stabil (1. Halbjahr 2025: 5.4%). Der Kommissions- und Gebührenertrag war mit CHF 82.9 Millionen unverändert. Tiefere Erträge im Kreditkartengeschäft (-3%) und im Versicherungsgeschäft (-5%) wurden durch einen Anstieg bei der Position Kredite und Leasing um 11% sowie bei BNPL um 2% ausgeglichen. Der Anteil des Kommissions- und Gebührenertrags am Nettoertrag blieb mit 31% stabil (1. Halbjahr 2025: 31%).

Verbessertes Aufwand-Ertrags-Verhältnis und weiterhin solide Verlustquote
Der Geschäftsaufwand sank dank weiterer Effizienzsteigerungen um 9% auf CHF 116.3 Millionen. Der Personalaufwand ging um 3% auf CHF 60.9 Millionen zurück. Der Sachaufwand sank deutlich um 15% auf CHF 55.4 Millionen, hauptsächlich aufgrund tieferer Kosten für externe Dienstleistungen sowie tieferer Abschreibungen. Dies führte zu einer Verbesserung des AufwandErtrags- Verhältnisses auf 43.5% (1. Halbjahr 2025: 47.6%).

Die Wertberichtigungen für Verluste erhöhten sich um CHF 4.8 Millionen auf CHF 36.2 Millionen. Die Verlustquote betrug in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 1.1%, gegenüber 0.9% in der Vorjahresperiode, und blieb innerhalb der von Cembra erwarteten Bandbreite. Der Anteil der gefährdeten Forderungen (NPL) sank auf 1.7% gegenüber 1.9% per Ende 2025, während die Quote der mehr als 30 Tage ausstehenden Forderungen von 3.5% auf 3.3% zurückging.

Weiter diversifiziertes Finanzierungsportfolio und starke Kapitalbasis
Das Finanzierungsportfolio der Gruppe nahm per 30. Juni 2026 um 1% auf CHF 6.3 Milliarden ab. Der Anteil der Einlagen stieg leicht auf 57% (31. Dezember 2025: 56%). Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit erhöhte sich leicht von 2.2 Jahren zum Jahresende auf 2.3 Jahre per 30. Juni 2026. Die Refinanzierungskosten am Periodenende sanken auf 1.17% (31. Dezember 2025: 1.33%).

Cembra ist mit einer starken Tier 1-Kapitalquote von 17.7% (31. Dezember 2025: 17.6%) weiterhin sehr gut kapitalisiert. Das Eigenkapital sank um 5% auf CHF 1.274 Milliarden, nach der Ausschüttung der ordentlichen und ausserordentlichen Dividende von insgesamt CHF 164 Millionen im April 2026.

Cembra erwirbt Schweizer Fahrzeugfinanzierungsgeschäft von Santander und wird deren exklusive Partnerin in der Schweiz
Cembra hat eine Vereinbarung zum Erwerb des wesentlichen Teils des Schweizer Fahrzeugfinanzierungsgeschäfts von Santander Consumer Finance unterzeichnet. Die Transaktion umfasst ein Finanzierungsportfolio von rund CHF 800 Millionen sowie die beabsichtigte Übertragung von neun Partnerbeziehungen (Hersteller und Importeure). Die Vereinbarung zielt darauf ab, die Kontinuität für diese Partner beim Übergang des Geschäfts zu Cembra sicherzustellen. Der Abschluss der Transaktion wird vorbehaltlich der üblichen Vollzugsbedingungen im November 2026 erwartet. Die Akquisition wird das Fahrzeugfinanzierungsgeschäft utlich stärken, insbesondere im Neuwagensegment. Sie wird Cembras Netzwerk von Automobilpartnern erweitern und zusätzliche Chancen für profitables Wachstum schaffen. Im Rahmen der Transaktion wird Cembra zudem exklusive Schweizer Partnerin von Santander für paneuropäische Leasing- und Fahrzeugfinanzierungsprogramme. Dadurch erhält Cembra Zugang zu internationalen Herstellerprogrammen und stärkt ihre Position als bevorzugte Finanzierungspartnerin für Automobilhersteller und Importeure weiter. Es wird erwartet, dass die Transaktion den Gewinn pro Aktie ab 2027 steigert und ab 2028 die Eigenkapitalrendite der Gruppe um rund 25 Basispunkte erhöht. Sie wird durch eine Kombination aus rund CHF 680 Millionen zusätzlicher Fremdfinanzierung und rund CHF 120 Millionen Eigenkapital und eigenkapitalbezogenen Instrumenten finanziert, einschliesslich der geplanten Verwendung von Aktien im Eigenbestand in der Höhe von rund 2.0% des Aktienkapitals. Für 2026 erwartet Cembra Integrationskosten und transaktionsbezogene einmalige Aufwendungen. Es wird erwartet, dass diese Kosten zusammen mit der geplanten Verwendung eigener Aktien die Eigenkapitalrendite der Gruppe im Jahr 2026 um rund 1 Prozentpunkt reduzieren werden.

Ausblick
Ohne die Auswirkungen der Transaktion erwartet Cembra für das Gesamtjahr 2026 eine Entwicklung im Rahmen der bisherigen Prognose. Einschliesslich der einmaligen Effekte aus der geplanten Transaktion erwartet Cembra für 2026 eine Eigenkapitalrendite von rund 14%, eine Verlustquote leicht über der mittelfristigen Prognose von rund 1%, ein Aufwand-Ertrags-Verhältnis unter 43% sowie eine Tier 1-Kapitalquote von rund 17%. Cembra strebt für das laufende Geschäftsjahr unverändert eine Dividende von mindestens CHF 4.60 an. Das Unternehmen wird Cembra Money Bank AG – Bändliweg 20 – CH-8048 Zurich – T +41 44 439 81 11 – Cembra.ch an einem Investorentag Anfang Dezember 2026 ein Update zu seiner Strategie und seinen Finanzzielen präsentieren. Alle Unterlagen (Investorenpräsentation, Zwischenbericht und diese Medienmitteilung) sind verfügbar unter www.cembra.ch/investoren


Medienkontakt:
Nicole Bänninger
Head Corporate Communications
+41 44 439 85 12
media@cembra.ch




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