Das Schweizer Unternehmen Bauer Baumschulen AG hat mit MobileGreen ein patentiertes System entwickelt, das
Gehölze ab sechs Metern Höhe in mobilen Pflanztrögen verfügbar macht. Die wichtigsten
Erkenntnisse aus zwei Jahren Praxisbetrieb an verschiedenen Standorten und insgesamt 70
aufgestellten Modulen: Asphalttemperaturen sinken im Schatten der Gehölze um bis zu 32 °C. Das Problem: Innenstädte heizen sich auf und Abkühlung scheitert an der Infrastruktur
Dicht bebaute Gebiete liegen bis zu sechs Grad über den Temperaturen des Umlandes. Auf
stark versiegelten Flächen klettern die Oberflächentemperaturen weit über 40 °C. Am 18. August
2023 wurden auf dem Messeplatz Basel Asphalttemperaturen von über 43 °C gemessen. Im Herbst
2025 in Reinach sogar 50 °C aufgrund von Abstrahlung durch Glasfassaden. (BFH, Mobile Urban
Green) Die naheliegende Lösung - mehr Bäume, mehr Grün - scheitert in Innenstädten
regelmässig. Unterirdische Leitungen blockieren Pflanzorte. Baugenehmigungen verzögern sich um
Jahre. Und wechselnde Nutzungsanforderungen machen dauerhaft installierte Infrastruktur zum
Risiko. Das Ergebnis: Die Hitze bleibt, die Planung dauert an. Es sind Lösungen gefragt, welche die
ganze Thematik aufgreifen und dadurch das innerstädtische Klima nachhaltig verändern.
Die Messdaten: Bis zu 32 °C kühlere gefühlte Temperatur unter mobilen Grossgehölzen Stationäre Langzeitmessungen der Berner Fachhochschule aus dem August 2024 zeigen das
Ausmass: Die gefühlte Temperatur (PET) lag unter den Gehölzen in MobileGreen Pflanztrögen den
ganzen Tag über konstant im angenehmen Bereich. Dieselbe unbeschattete Fläche stieg in
den Mittagsstunden hingegen weit in den Bereich "sehr heiss". In Reinach sank die
Asphalttemperatur im zentralen Schattenbereich des grössten Mobile-Green-Baumes von etwa 49 °C
auf 17 °C. Wärmebildaufzeichnung in Reinach (aufgenommen am 08.08.2025, 12:45 Uhr,
BFH unter Leitung von Prof. Stefan Jack, ©BFH) Die Kerndaten im Überblick: Wie das System funktioniert: Smarte Pflanztröge versorgen Bäume optimal MobileGreen kombiniert Gehölze ab sechs Metern Höhe mit intelligenten Pflanztrögen, die per
Stapler oder Kran innerhalb von Stunden positioniert werden können. Was das System von
herkömmlichen Pflanzkübeln unterscheidet, beginnt beim Wasserreservoir: Je nach Ausführung
fassen die Tröge 400 bis 800 Liter. Befüllt werden sie direkt über einen Einfüllstutzen. Danach läuft
die kapillare Bewässerung vollautomatisch. Technisches Bild MobileGreen Pflanztröge (©
Bauer Baumschulen) Ein integrierter Sensor überwacht Wasserstand und Temperatur in
Echtzeit und schlägt bei kritischen Werten automatisch Alarm. Für die nötige Standfestigkeit sorgt ein
Verankerungssystem, das die Grossgehölze ohne zusätzliche Pfähle direkt mit dem Trog verbindet -
stabil auch auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen. "Für uns stehen das Wohl der
Pflanzen und die Nachhaltigkeit an erster Stelle. Mit MobileGreen ermöglichen wir eine lange
Lebensdauer für Bäume und eine nachhaltige Beschattungslösung für Städte.", so Sebastian
Mühlemann, Projektleiter MobileGreen bei Bauer Baumschulen AG. Von Reinach bis
Rotterdam: Was zwei Jahre Praxisbetrieb zeigen In weniger als drei Jahren hat sich
MobileGreen vom Pilotprojekt zum erprobten System entwickelt. 70 mobile Bäume stehen heute in
Basel, Solothurn, Reinach, Rheinfelden, Oberwil, Burgdorf, Wohlen und vielen weiteren Gemeinden -
sogar auch in den Niederlanden. MobileGreen Bäume in Wohlen (© Bauer Baumschulen)
Im Innosuisse Projekt mit der Berner Fachhochschule wurde die Kühlleistung von
MobileGreen deutlich sichtbar. Denn das ausgeklügelte System vermag auch an Extremstandorten
den Pflanzenstress zu minimieren. Dies hat den Vorteil, dass gegenüber herkömmlichen
Systemen Grossgehölze in MobileGreen nach wie vor Wasser verdunsten können. Somit sind
Kühlwirkungen auch über 32 °C zu erwarten, was das patentierte System nicht nur einzigartig,
sondern auch einsatzfähiger macht. Die Daten aus der Studie fliessen in ein Modell zur
Berechnung von Kühlleistung (BFH, Mobile Urban Green 2). Das Innovative an den Resultaten, die
Mitte 2026 zu erwarten sind, ist die neue Möglichkeit zur Vorausberechnung der Kühlwirkungen. Nicht
nur MobileGreen Module, sondern auch Pflanzungen können so unkompliziert auf ihr Potenzial hin
untersucht werden, ohne hohe Projektierungskosten auszulösen. Damit schaffen wir den Sprung zu
nachhaltigen Lösungen mit guten Argumenten für den überhitzten, öffentlichen Raum. Der
Standort Solothurn zeigt, was das System stadtplanerisch ermöglicht: Fünf Grossbäume auf dem
Klosterplatz können bei Bedarf per Stapler verschoben werden. Der Platz bleibt multifunktional
nutzbar für Veranstaltungen, Märkte, Konzerte. Das wäre mit klassischen Pflanzungen nicht möglich.
MobileGreen-Bäume auf dem Klosterplatz in Solothurn (© Bauer Baumschulen) Werden mehrere Tröge als Gruppe angeordnet, verbinden sich die Schattenbereiche zu grünen
Inseln. Grossflächige Plätze lassen sich so schrittweise kühlen, ohne bauliche Eingriffe.
Was das für Städte und Gemeinden bedeutet Der eigentliche Befund aus zwei
Jahren MobileGreen-Betrieb ist nicht die Temperatursenkung allein, denn die war zu erwarten. Es ist
die Kombination aus Geschwindigkeit, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit. Städte müssen nicht mehr
zwischen Begrünung und Nutzungsoffenheit wählen. Mobile Begrünung kann beides leisten: sofortige
Abkühlung und langfristige Planungsfreiheit. "Es geht nicht darum, Baumpflanzung durch
mobiles Grün zu ersetzen", betont Mühlemann, "es geht darum, dort Grün hinzubekommen, wo eben
partout keine Pflanzungen möglich sind." Weitere Informationen zu MobileGreen finden
Sie hier: https://www.mobile-green.ch/ https://ots.ch/A0rh9t Das
Bildmaterial zu dieser Aussendung ist auf der Presseseite abrufbar. Pressekontakt: Rückfragen & Kontakt Bauer
Baumschulen AG Webseite: www.bauer-baumschulen.ch Sebastian Mühlemann (Projektleiter
MobileGreen) Philipp Häfeli (Verkauf Aussendienst, Ansprechpartner MobileGreen)
E-Mail: sebastian.muehlemann@bauer-baumschulen.ch
Telefon: +61
405 13 37
E-
Mail: philipp.haefeli@bauer-baumschulen.ch
Telefon: +61 79 287 62 40
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