AFAG plant den Abbau von dreizehn Arbeitsplätzen von insgesamt achtunddreissig an seinem
Standort in Zell im Luzerner Hinterland. Das Unternehmen begründet den Personalabbau mit einer
schwierigen wirtschaftlichen Entwicklung - dies, obwohl der Konzern seit 5 Jahren kontinuierlich
höhere Dividendengewinne erzielt. Angestellte Schweiz nimmt diese Ankündigung mit
grosser Besorgnis zur Kenntnis. Das Unternehmen stellt seit 65 Jahren Komponenten für die
Montageautomatisierung her und belieferte unter anderem Konzerne wie Bosch und Siemens. Auch
schwer liegt auf, dass die Unternehmung grosse Teile ihrer Produktion bereits 2024 nach Ungarn
verlegt hat, was im Vorjahr bereits zu einer Entlassungswelle geführt hat. Das Unternehmen
war bisher nicht in der Lage aufzuzeigen, wie ein solcher Abbau ohne baldige Standortschliessung
möglich ist. Die Region Luzern ist schwer betroffen Diese erneute
Hiobsbotschaft trifft eine Region, die ohnehin schon unter Druck steht. Die Luzerner Wirtschaft war
zuletzt von weiteren Massenentlassungen betroffen. Der Industriestandort Schweiz verliert damit
nach und nach Produktionskapazitäten, technisches Know-how und qualifizierte Arbeitsplätze. Im Jahr 2020 hatte sich das Unternehmen in Luzern mit ehrgeizigen Zielen in Bezug auf
Wachstum und Personalausbau niedergelassen. Der Kontrast zur heutigen Situation verdeutlicht die
zunehmende Anfälligkeit des Industriesektors. "Sozialverträgliche Lösungen sind
unerlässlich", sagt Jan Borer, Arbeitspsychologe bei Angestellte Schweiz. "Es ist nicht hinnehmbar,
dass die grenzenlosen finanziellen Ambitionen grosser US-amerikanischer Konzerne auf Kosten der
Arbeitsplätze und des industriellen Know-hows der Schweiz gehen. Wir erwarten von AFAG, dass
das
Unternehmen transparent über die Zukunft des Standorts kommuniziert und sozialverträgliche
Lösungen für die Betroffenen umsetzt." Wir fordern: Angestellte Schweiz
erwartet von der Geschäftsleitung und dem Konzern, dass sie ihre Verantwortung gegenüber den
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, aber auch gegenüber der Region vollumfänglich wahrnimmt.
Pressekontakt: Christian
Vogt Angestellte Schweiz
Jan
Borer
Sozialpartnerschaft
jan.borer@angestellte.ch | +41 44 360 11 59
Kommunikation Angestellte Schweiz
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11 26
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