Wer in eine Notsituation gerät, braucht rasche Hilfe von professionellen Rettungsorganisationen.
Nun zeigt der neueste Notfallbarometer des TCS, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die
abgefragten Notfallorganisationen leicht rückläufig ist. Zwar ist das grundsätzliche Vertrauen in die
Organisationen wie Sanität, Berg- und Luftrettung oder Polizei immer noch hoch, doch im Vergleich
zum Vorjahr sind die Werte durchgehend tiefer. Die Befragungen für das Notfallbarometer führte das
Umfrageinstitut gfs.bern im Auftrag des TCS zwischen Mitte Februar und Ende März durch. Die
Ergebnisse können deshalb unter den Eindrücken der Brandkatastrophen in Crans-Montana und
Kerzers entstanden sein, die das Sicherheitsgefühl beeinträchtigt haben. Darin zeigt sich
auch, dass die Qualität der Notfallversorgung innerhalb der Schweiz unterschiedlich beurteilt wird. In
der Stadt wird die Notfallversorgung nahezu unverändert von praktisch allen Befragten (96 Prozent)
als gut beurteilt. In den Bergen sank dieser Wert allerdings stark von 74 auf 62 Prozent und auch in
der Kategorie "abgelegene Regionen" gab es einen deutlichen Rückgang. Eigene
Fähigkeiten werden schlechter beurteilt Jedoch sank nicht nur das Vertrauen der
Umfrage-Teilnehmenden in die Notfallorganisationen, sondern auch in sich selbst. Ihre eigene
Notfallkompetenz schätzen die Befragten deutlich schlechter ein als noch im Notfallbarometer 2025.
Auf einer Skala zwischen 0 und 10, bezüglich erkennen und richtigem reagieren bei einem Notfall, lag
der Mittelwert bei 5.6 - gegenüber 6.3 im Vorjahr. Noch tiefer als die eigene Kompetenz wird die
Bevölkerung im Allgemeinen eingestuft, nämlich bei einem Wert von 4.7. Auch in konkreten
medizinischen Notfallsituationen trauen sich die Menschen weniger zu. Eine bewusstlose Person in
eine stabile Seitenlage zu bringen, trauen sich nur noch 71 Prozent zu, 10 Prozent weniger als im
letzten Notfallbarometer. Hohe Bereitschaft für organisierte Weiterbildung Erfreulich ist hingegen die Bereitschaft, die eigenen Fähigkeiten zu stärken. 81 Prozent gaben an,
dass sie regelmässige Weiterbildungen bei der ersten Hilfe begrüssen würden. Ein Grossteil der
Befragten wünscht sich, dass solche Weiterbildungen über Vereine oder Organisationen (Samariter,
Rotes Kreuz, TCS) laufen, wobei auch der Arbeitgeber von vielen, insbesondere TCS-Mitgliedern,
genannt wird. Dass Weiterbildungen im Bereich erste Hilfe komplett dem oder der Einzelnen
überlassen werden, wird klar abgelehnt. Infos zur Studie Auftraggeber:
Touring Club Schweiz Grundgesamtheit - Bevölkerung: Einwohner und
Einwohnerinnen ab 18 Jahren mit Wohnsitz in der Schweiz, die eine der drei Hauptsprachen
beherrschen - Mitglieder: Mitglieder des TCS Schweiz, die eine der drei Hauptsprachen
beherrschen. Erhebungsart - Bevölkerung: telefonisch computergestützt
(CATI), Online Panel Polittrends - Mitglieder: online Auswahlverfahren - Bevölkerung: Stichprobenplan nach Gabler/Häder für RDD/Dual Frame / Verwendung der
Swiss-Interview-Liste, Zufallsauswahl Panel - Mitglieder: Zufallsstichprobe aus der
Mitgliederdatenbank des TCS Schweiz Stichprobengrösse - Bevölkerung:
1'004 (DCH 701, FCH 242, ICH 61) - Mitglieder: 810 (DCH 426, FCH 302, ICH 82)
Befragungszeitraum - Bevölkerung: 14. Februar bis 19. März 2026 -
Mitglieder: 17. Februar bis 31. März 2026 Stichprobenfehler - Bevölkerung:
3.1 Prozent - Mitglieder: 3.4 Prozent Pressekontakt:
Marco Wölfli
Mediensprecher TCS
Tel. 058 827 34 03
marco.woelfli@tcs.ch
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