"Die Mietpreis-Initiative ist ein untaugliches Bürokratieprogramm gegen den Wohnungsbau",
sagt Nationalrat Gregor Rutz, Präsident des HEV Schweiz. "Sie bringt keine einzige zusätzliche
Wohnung, schreckt Investitionen ab, und macht Bauen und Sanieren noch unattraktiver. Wer tiefere
Mieten will, muss die Wohnungsknappheit mit mehr Wohnraum bekämpfen. Dazu braucht es weniger
Vorschriften und schnellere Bewilligungsverfahren. Alles andere ist Augenwischerei." Die
Mietpreis-Initiative will die Renditen von Mietwohnungen regelmässig staatlich überprüfen lassen. In
der Praxis bedeutet das einen neuen gigantischen Kontrollapparat für die Prüfungen von rund 2.4
Millionen Mietverhältnissen. Der Staat müsste laufend Erwerbspreise bzw. Erstellungs- und
Landkosten, Investitionen, Finanzierungen, Hypozinsen, Sanierungen, Unterhalt und Betriebskosten
jedes einzelnen Mietobjekts kontrollieren. Auch vermeintlich identische Wohnungen können sich
hinsichtlich Kosten, je nach Kaufpreis und Unterhaltsstand deutlich unterscheiden. Bei Altbauten
fehlen Erwerbskosten häufig. Daher ist bei über 30-jährigen Bauten die Orts- und Quartierüblichkeit
der Mieten massgebend. Eine staatliche Mietzinskontrolle müsste all diese Unterschiede erfassen,
bewerten und dauernd nachführen. "Die Schweiz verfügt bereits über einen starken
Mieterschutz", sagt Markus Meier, Direktor des HEV Schweiz: Die Initiative ersetzt dieses bewährte System durch eine
flächendeckende staatliche Kontrolle von Millionen Mietverhältnissen. Das ist teuer, langsam und am
Ende kontraproduktiv. Der Mieterverband stützt seine Forderungen auf eine eigene, äusserst
umstrittene Auftragsstudie. Diese berechnet einen theoretischen Mietzins. Sie zeigt aber nicht, ob ein
Mietzins nach geltendem Recht tatsächlich missbräuchlich ist. Mietzinsen hängen nicht nur vom
Referenzzinssatz ab, sondern auch von Unterhalt, Betriebskosten, Teuerung, Investitionen,
Sanierungen, Lage und Qualität. Das Problem des Wohnungsmarktes ist das ungenügende
Angebot von Wohnungen. Mehr Wohnraum bedeutet mehr Auswahl für die Bevölkerung. Mehr
Auswahl schafft für Wohnangebote mehr Wettbewerb und generiert Druck auf die Anfangsmietzinsen.
Automatische Mietzinskontrollen schaffen keinen Wohnraum. Sie bedeuten mehr Bürokratie auf
Kosten der Steuerzahler. Investoren werden durch die Rechtsunsicherheit abgeschreckt, der
dringend benötigte Wohnungsbau wird zusätzlich verlangsamt - und die Wohnungsknappheit wird
weiter verschärft. Der HEV Schweiz fordert echte, taugliche Lösungen. Nur wenn mehr
Wohnungen entstehen, funktionieren Angebot und Nachfrage mit dem erwünschten
Wettbewerbsdruck auf die Angebote. Pressekontakt: HEV Schweiz Markus Meier, Direktor HEV Schweiz Tel.:
+41/44/254'90'20 Mobile: +41/79/602'42'47 E-Mail: info@hev-schweiz.ch
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