In der Fragestunde am 15. Juni nahm Bundesrat Ignazio Cassis Stellung zu Fragen von
Nationalrat Erich Vontobel (EDU, ZH). Dieser wollte angesichts des fortschreitenden Unrechts,
welches der Bevölkerung von Bergkarabach angetan wird, wissen, wie es um die Umsetzung der
Motion steht. Sie verlangt die Organisation eines Friedensforums für den offenen Dialog zwischen
Aserbaidschan und Volksvertretern der Karabach-Armenier. Cassis will nicht mit
Karabach-Armeniern reden In seiner Antwort meinte Bundesrat Cassis unter anderem,
es sei für die Schweizer Regierung nicht möglich, mit Vertretern von Bergkarabach zu sprechen. Die
Schweiz anerkenne Bergkarabach nicht als staatliche Entität und unterhalte deshalb keine Kontakte
zu dessen Vertreterinnen und Vertretern. Man pflege generell keine Beziehungen zu Teilen der
Bevölkerung eines anderen Staates. Widersprüchliche Haltung des Bundesrates
Allerdings widerspricht diese Begründung der traditionsreichen Geschichte der Schweiz, die im
Rahmen ihrer diplomatischen Missionen wiederholt mit nichtstaatlichen Akteuren zusammenarbeitete.
So beispielsweise im Juni 2025, als Bundesrat Ignazio Cassis den Premierminister und
Aussenminister der Palästinensischen Autonomiebehörde traf. Schon immer engagierte sich die
Schweiz zugunsten der Vermittlung eines Friedens mit nichtstaatlichen Vertretern, zum Beispiel mit
den FARC-Rebellen in Kolumbien oder der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung.
Mit allen verhandeln ist Schweizer Tradition Die Schweizer Politik geht traditionell
davon aus, dass Konflikte nur durch Gespräche gelöst werden können. Wer vermitteln will, muss
deshalb mit allen Beteiligten sprechen - unabhängig davon, ob es sich um Regierungen,
Rebellengruppen, ethnische Minderheiten oder andere Konfliktparteien handelt. So formulierte es das
Aussenministerium 2008 in einer Grundsatzerklärung zu den Schweizer Vermittlungsbemühungen.
Interpellation von Nationalrat Müller-Altermatt An diesem Punkt knüpft eine
Interpellation von Nationalrat Stefan Müller-Altermatt (Die Mitte) an. Er richtet folgende Fragen an den
Bundesrat: Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf
Transparenz Für John Eibner, internationaler Präsident von CSI, haben die Mitglieder
des Schweizer Parlaments und die Öffentlichkeit ein Recht darauf zu erfahren, warum Aussenminister
Cassis sein parlamentarisches Mandat nicht erfüllt. Eibner: "Warum gibt er die langjährige Schweizer
Tradition auf, bei der Suche nach Frieden mit allen zusammenzuarbeiten, auch mit nichtstaatlichen
Akteuren?" Christian Solidarity International fordert den Bundesrat auf, nicht länger zuzuwarten,
sondern das Friedensforum gemäss Motion 24.4259 jetzt in die Wege zu leiten.
Nationalrat Nik Gugger neu im Komitee Das Komitee zur Unterstützung der
Schweizer Friedensinitiative für Bergkarabach wächst. Neu dazugekommen ist Nationalrat Nik
Gugger (EVP). Auch er ist der Überzeugung, dass die langjährige Neutralitäts- und
Vermittlungstradition der Schweiz unser Land qualifiziert, einen glaubwürdigen und nachhaltigen
Friedensprozess zu fördern, bei dem die Sicherheit der Menschen und die Gerechtigkeit für die Opfer
der Vertreibung im Vordergrund stehen. Weitere Informationen zur Schweizer
Friedensinitiative: www.swisspeacekarabakh.com
Pressekontakt:
Rolf Höneisen, Leiter Kommunikation CSI-Schweiz,
+41 44 982 33 77, rolf.hoeneisen@csi-schweiz.ch
Simon Brechbühl, Geschäftsführer CSI-Schweiz, +41 44 982 33 40, simon.brechbuehl@csi-
schweiz.ch
www.kmu-press.ch ist ein Angebot von www.help.ch. Nutzen Sie KMU-Press.ch, die spezialisierte Plattform für Pressemitteilungen von Schweizer KMU.
Als Betreiber von KMU-Press.ch steht HELP.ch für hohe Reichweite, professionelle Veröffentlichung und maximale Sichtbarkeit Ihrer Unternehmensnews.
Mit einer Vielzahl an Ressourcen und Lösungen, die gezielt auf die Bedürfnisse von Schweizer KMU zugeschnitten sind, bietet HELP.ch eine leistungsstarke Plattform für Unternehmenskommunikation und Online-Sichtbarkeit.