Helvetas hat an ihrer Generalversammlung vom 18. Juni 2026 Robert Mardini in den Vorstand
gewählt. Der heutige Direktor der Genfer Universitätsspitäler war von 2020 bis 2024 an der Spitze
des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und leitete in dieser Zeit humanitäre Einsätze
in über 100 Ländern. Robert Mardini bringt rund 30 Jahre Erfahrung in humanitärer Hilfe und
internationaler Arbeit mit. Seine Laufbahn begann er als Wasserbauingenieur beim IKRK. "Helvetas
steht für fachlich fundierte und enge Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung, lokalen Behörden
und ortsansässigen Unternehmen sowie für politische und religiöse Unabhängigkeit", sagt er.
"Gerade in einer zunehmend polarisierten Welt ist diese Unabhängigkeit entscheidend, um wirksam
und glaubwürdig Menschen unterstützen zu können." Brücke zwischen Nothilfe und
langfristiger Entwicklung Im
Vorstand will Robert Mardini das Zusammenspiel von humanitärer Hilfe in Notsituationen und
Entwicklungszusammenarbeit weiter vorantreiben. "Krisen häufen sich und verstärken sich
gegenseitig. Es reicht nicht, nur auf akute Notlagen zu reagieren, entscheidend ist, Menschen und
lokale Systeme langfristig zu stärken. Dazu gehören Investitionen in die Wasserversorgung,
Landwirtschaft, Bildung und Gesundheit." Helvetas arbeitet als Schweizer Organisation für
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe in 35 Ländern und engagiert sich für bessere
Lebensbedingungen, unter anderem in den Bereichen Wasser, Landwirtschaft, Bildung,
Frauenförderung, wirtschaftliche Entwicklung und Mitsprache. Spürbare Folgen des Iran-
Kriegs Robert Mardini warnt vor den oft unterschätzten globalen Auswirkungen des Iran-
Kriegs. Auch wenn die Strasse von Hormus wieder geöffnet ist, sind Auswirkungen des Konflikts
längst spürbar: "Grosse Krisen treffen immer jene besonders hart, die bereits arm und verwundbar
sind." Die Preissteigerungen bei Energie und Transport sowie unterbrochene Lieferketten wirken
nach - mit besonders schweren Folgen für Menschen in den ärmeren Regionen von Subsahara-
Afrika, Südasien und Teilen Lateinamerikas. Bereits moderat erhöhte Preise können sich da
verheerend auswirken: Die Menschen können weniger ernten, leiden unter steigenden
Lebensmittelkosten - und selbst grundlegende Bedürfnisse sind für viele kaum noch finanzierbar.
Helvetas ist bereit, auf diese Entwicklungen zu reagieren, und besonders betroffene
Bevölkerungsgruppen bei Bedarf gezielt zu unterstützen. Pressekontakt:
Matthias Herfeldt
Leiter Kommunikation
matthias.herfeldt@helvetas.org
+41 76 338 59 38
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