bonus.ch über die Autoversicherung: In der Schweiz drohen fast 70% der Versicherten eine Prämienerhöhung


Lausanne (ots) - In der Schweiz mussten 69% der Autofahrer.innen in den letzten zwei Jahren eine Erhöhung ihrer Autoversicherungsprämie hinnehmen. In der italienischen Schweiz steigt dieser Anteil sogar auf 78%. Dennoch haben landesweit nur 12% der Bevölkerung im letzten Jahr den Autoversicherer gewechselt.

Seit 2010 bietet das Online-Vergleichsportal bonus.ch Versicherten in der Schweiz jährlich die Möglichkeit, sich zu ihrer Autoversicherung zu äussern. In 2026 befasst sich die Umfrage zudem mit folgenden Themen: Prämienerhöhungen, prämienbestimmende Kriterien und Versicherungswechsel. Hier sind die wichtigsten Ergebnisse dieser Umfrage.

Autoversicherung: 7 von 10 Autofahrer.innen sind von einer Prämienerhöhung betroffen

In den letzten zwei Jahren hat eine grosse Mehrheit der Versicherer die Prämien erhöht. Diese Erhöhung ist insbesondere auf die Inflation zurückzuführen, die sich auf die Kosten für Ersatzteile, Lohnkosten und Reparaturen auswirkt. Sie spiegelt zudem eine gestiegene Häufigkeit von Schadensfällen wider, die zum Teil auf ungünstige Wetterbedingungen zurückzuführen ist und die Belastung für die Versicherer erhöht.

So haben 69% der Versicherten in den letzten zwei Jahren einen Anstieg ihrer Autoversicherungsprämie festgestellt. Im Einzelnen bewerten 41% diese Erhöhung als "leicht" und 28% als "stark". Dagegen geben nur 31% der Befragten an, keine Erhöhung festgestellt zu haben.

Die italienische Schweiz scheint am stärksten betroffen zu sein: 78% der Befragten geben an, dass ihre Prämie erhöht wurde, wobei 35% diese Erhöhung als "stark" und 43% als "leicht" bezeichnen. In der Westschweiz stellen 70% der Autofahrer.innen ebenfalls einen Anstieg ihrer Prämie fest, gegenüber 65% in der Deutschschweiz.

Die 30- bis 39-Jährigen sind die am stärksten betroffene Altersgruppe: 77% von ihnen erhielten in den letzten zwei Jahren eine Erhöhung. Im Gegensatz dazu geben die 60- bis 69-Jährigen am seltensten eine Erhöhung an, auch wenn sie mit 64% weiterhin deutlich in der Mehrheit sind.

Die Erhöhungen der Autoversicherungsprämien variieren erheblich von Anbieter zu Anbieter: 48% der Versicherten bei Die Mobiliar mussten eine Erhöhung hinnehmen, bei Zurich waren es 86%. Diese Unterschiede deuten auf unterschiedliche Preisgestaltungsansätze der einzelnen Versicherer hin, vor dem Hintergrund steigender Kosten für die gesamte Branche.

Trotz der Prämienerhöhungen blieben 88% der Versicherten ihrem Anbieter treu

Es ist wichtig, daran zu erinnern, dass Versicherte im Falle einer allgemeinen Prämienerhöhung das Recht haben, ihren Vertrag zu kündigen, auch ausserhalb der üblichen Kündigungsfristen, sofern diese Erhöhung nicht mit einem individuellen Schadensfall zusammenhängt.

Dennoch haben im letzten Jahr nur 12% der Befragten den Anbieter gewechselt. Diese geringe Wechselbereitschaft spiegelt eine starke Trägheit der Versicherten angesichts von Prämienerhöhungen wider, die zwischen der Treue zu ihrem aktuellen Versicherer und dem Verzicht auf einen Angebotsvergleich schwankt. In einem Markt, der durch erhebliche Preisunterschiede zwischen den Anbietern gekennzeichnet ist, kann eine regelmässige Überprüfung der Autoversicherung jedoch zu erheblichen Ersparnissen von mehreren hundert Franken oder sogar mehr führen.

Autoversicherung: Warum so wenig Wechsel?

Die Servicequalität scheint der wichtigste Faktor für die Kundentreue der Versicherten zu sein; sie wird von 41% der Befragten genannt. Sie liegt damit vor der Höhe der Prämie (32%) sowie den angebotenen Dienstleistungen (19%). Im Gegensatz dazu betrifft die Nichteinhaltung der Kündigungsfrist nur eine Minderheit der Befragten (8%).

Wechsel der Autoversicherung: Was sind die Hauptgründe?

Das Prämienniveau ist bei weitem der wichtigste Treiber für einen Wechsel: Es wird von 53% der Befragten in 2026 genannt, gegenüber 40% in 2025. Dieser Anstieg bestätigt, dass der Preisdruck bei den Entscheidungen der Versicherten eine immer wichtigere Rolle spielt. Die anderen Gründe verlieren an Bedeutung, insbesondere das Konkurrenzangebot (11% in 2026 gegenüber 18% in 2025) und der Kauf eines neuen Fahrzeugs (18% gegenüber 22%). Die Servicequalität bleibt relativ stabil (12% gegenüber 11%), während die angebotenen Leistungen leicht zurückgehen (6% gegenüber 9%).

Kosten, Inflation, Wetterbedingungen: Argumente, die die Versicherten polarisieren

Die von den Autoversicherern vorgebrachten Begründungen für die Erhöhung der Prämien der Autoversicherung werden von den Versicherten bei weitem nicht in vollem Umfang nachvollzogen. Nur 13% der Befragten geben an, sie absolut zu verstehen, während 45% angeben, sie nur teilweise zu verstehen. Gleichzeitig geben 42% an, sie nicht wirklich oder überhaupt nicht zu verstehen, davon 29% "nicht wirklich" und 13% "überhaupt nicht".

Die Westschweiz weist das höchste Niveau an Nichtverständnis auf: 45% der Befragten geben an, die Erklärungen für diesen Prämienanstieg "nicht wirklich" oder "überhaupt nicht" zu verstehen. Sie liegt damit vor der italienischen Schweiz (41%) und der Deutschschweiz (38%).

Autoversicherungsprämie: 62% der Versicherten halten sie für ihr Profil angemessen

Eine Mehrheit der Versicherten ist der Ansicht, dass ihre Autoversicherungsprämie angesichts ihres Lenkerprofils generell gerechtfertigt ist. Insgesamt teilen 62% der Befragten diese Meinung, davon antworten 23% eindeutig mit "ja" und 39% mit "eher ja". Umgekehrt sind 38% der Ansicht, dass ihre Prämie nicht oder nicht wirklich gerechtfertigt ist, wobei 26% mit "eher nein" und 12% mit "nein" antworten.

Die Westschweiz und die italienische Schweiz sind die Sprachregionen, in denen die Versicherten am wenigsten mit ihrem aktuellen Tarif für die Autoversicherung einverstanden sind, da 40% der Versicherten der Meinung sind, dass ihre Prämie nicht oder nur wenig gerechtfertigt ist, gegenüber 32% in der Deutschschweiz.

Die 30- bis 39-Jährigen sind am kritischsten: Fast jeder Zweite (49%) ist der Meinung, dass seine Prämie im Verhältnis zu seinem Lenkerprofil nicht oder nur wenig gerechtfertigt ist. Im Gegensatz dazu ist die Altersgruppe der über 80-Jährigen am zufriedensten mit ihrer aktuellen Prämie, da 75% diese als gerechtfertigt oder eher gerechtfertigt erachten.

Prämiengestaltung für die Autoversicherung: 65% der Versicherten wünschen sich Kriterien, die sich auf das Fahrverhalten und die Schadenhäufigkeit beziehen

In seiner Umfrage befragte bonus.ch Autofahrer dazu, welche Kriterien ihrer Meinung nach den grössten Einfluss auf die Höhe der Autoversicherungsprämie haben sollten. An erster Stelle steht die Schadenhistorie (37%), gefolgt vom Fahrverhalten (28%) und dem Lenkerprofil (21%). Im Gegensatz dazu scheint der Fahrzeugtyp ein weniger wichtiges Kriterium zu sein (13%), während der Wohnort kaum berücksichtigt wird (2%).

Die regionalen Unterschiede sind zwar gering, doch lassen sich einige Abweichungen feststellen. Das Fahrverhalten wird in der Westschweiz (30%) und in der italienischen Schweiz (29%) stärker hervorgehoben als in der Deutschschweiz (24%). Umgekehrt wird das Lenkerprofil in der Deutschschweiz häufiger genannt (25%) als in den anderen Regionen (18% in der Westschweiz und 19% in der italienischen Schweiz). Bei den übrigen Kriterien liegen die Ergebnisse sehr nahe beieinander, insbesondere bei der Schadenshistorie, die in allen drei Regionen bei rund 37-38% liegt.

Zufriedenheitsumfrage 2026 zu Schweizer Autoversicherungen

Jedes Jahr zieht das Vergleichsportal bonus.ch Bilanz über die Autoversicherungen in der Schweiz. Über 1'600 Nutzer und Nutzerinnen nahmen sich Zeit, die Fragen einer Umfrage mit den folgenden Kategorien zu beantworten: Klarheit der übermittelten Informationen, Bearbeitung der Schadensfälle, Erstattungsfrist, Preis-Leistungsverhältnis und Kundenservice. Die Antworten wurden in Noten zwischen 1 und 6 umgewandelt, wobei 6 die beste Note ist. Hier die Erkenntnisse, die aus der Studie gewonnen wurden.

Globale Zufriedenheit 2026 - Schweizer Durchschnitt

In 2026 verzeichnen die Autoversicherungen eine insgesamt hohe Kundenzufriedenheit mit einer Gesamtnote von 5.2 von 6, was der Bewertung "gut" entspricht. Die Unterschiede zwischen den Anbietern sind mit nur 0.4 Punkten gering, was auf einen sehr wettbewerbsintensiven Markt hindeutet, in dem die Autoversicherer relativ ähnliche Leistungen erbringen.

Die Mobiliar bestätigt ihre Position als bestbenotester Autoversicherer der Schweiz mit einer Gesamtnote von 5.5 von 6, was der Bewertung "sehr gut" entspricht. Damit belegt sie zum 15. Mal in Folge den ersten Platz im Ranking von bonus.ch.

ELVIA, TCS und Vaudoise teilen sich mit einer Note von 5.3 den 2. Platz im Ranking, während Allianz, AXA und Smile das Podium vervollständigen (5.2). Alle diese Versicherer erhalten die Bewertung "gut".

Unterschiede zwischen den Sprachregionen

Die Versicherten in der Deutschschweiz und in der Westschweiz sind mit Durchschnittsnoten von 5.3 bzw. 5.2 insgesamt zufriedener als diejenigen in der italienischen Schweiz, wo die Gesamtnote bei 5.0 liegt.

Zufriedenheit nach Kanton : Luzern weit vor dem Tessin

Unter den zehn bevölkerungsreichsten Kantonen der Schweiz ist die Zufriedenheit in Luzern am höchsten. Die Luzerner Bevölkerung vergibt den Autoversicherern die Durchschnittsnote 5.5, was der Bewertung "sehr gut" entspricht. Im Gegensatz dazu weist das Tessin die niedrigste Note auf (5.0).

Was die Altersgruppen betrifft, so weisen die unter 30-Jährigen die geringste Zufriedenheit auf (5.1), während die 40-Jährigen ihren Versicherern die beste Zufriedenheitsnote geben (5.4).

Insgesamt sind Frauen (5.3) etwas zufriedener mit ihrer Autoversicherung als Männer (5.2).

Detaillierte Analyse, Tabellen und Grafiken:

https://www.bonus.ch/Pdf/2026/Autoversicherung.pdf

Direktzugang zu den Zufriedenheitsnoten der Autoversicherer:

https://www.bonus.ch/Autoversicherung/Autoversicherer-Kundenzufriedenheitsumfrage.aspx

Direktzugang zum Prämienvergleich der Autoversicherungen:

https://www.bonus.ch/Autoversicherung/Praemien-Autoversicherung-Vergleich.aspx

Pressekontakt:

bonus.ch SA

Patrick Ducret

CEO

Place Chauderon 20b

1003 Lausanne

021.312.55.91

ducret(a)bonus.ch




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