Für Schweizer KMU sind die Produzenten- und Importpreise ein wichtiger Indikator für die Entwicklung von Beschaffungs-, Energie- und Produktionskosten. Veränderungen auf dieser Stufe der Wirtschaft werden häufig früher sichtbar als bei den Konsumentenpreisen und liefern Unternehmen wertvolle Hinweise für ihre Planung. Einen wesentlichen Beitrag zum Rückgang leisteten Preisbewegungen bei Energieträgern und ausgewählten Industrieprodukten. Insbesondere die Entwicklung bei Erdöl, Erdgas und Elektrizität wirkte sich auf die Preisentwicklung aus. Auch verschiedene Produkte aus dem Pharma- und Chemiebereich beeinflussten den Index. Für viele Unternehmen sind diese Entwicklungen von Bedeutung, da Energie- und Rohstoffkosten weiterhin einen wichtigen Bestandteil der betrieblichen Ausgaben darstellen. Veränderungen auf dieser Stufe der Wertschöpfungskette können sich langfristig auf die Kalkulation von Produkten und Dienstleistungen auswirken. Auch bei den importierten Waren zeigte sich im Mai eine rückläufige Preisentwicklung. Günstigere Energieprodukte sowie einzelne Rohstoffe und Vorleistungen trugen dazu bei, dass der Importpreisindex gegenüber April nachgab. Gleichzeitig entwickelten sich nicht alle Produktgruppen in dieselbe Richtung. In verschiedenen Bereichen der Industrie wurden auch Preissteigerungen registriert. Dies zeigt, dass die Preisentwicklung je nach Branche und Produktkategorie weiterhin unterschiedlich verläuft. Im Vergleich zum Mai 2025 lag das Preisniveau des Gesamtangebots von inländischen und importierten Produkten um 1,8 Prozent tiefer. Der Produzentenpreisindex verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 2,5 Prozent, während der Importpreisindex um 0,2 Prozent tiefer lag. Die Zahlen zeigen, dass sich die Preisentwicklung auf Produzenten- und Importstufe weiterhin moderater präsentiert als während der starken Inflationsphase der vergangenen Jahre. Viele Unternehmen profitieren dadurch von einer stabileren Kostenbasis bei Beschaffung, Produktion und Energie. Der Produzenten- und Importpreisindex gilt als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung. Er zeigt, wie sich die Preise von Gütern auf der Produktions- und Importstufe verändern, bevor diese Veränderungen allenfalls bei den Konsumentenpreisen sichtbar werden. Für Schweizer KMU, Industrieunternehmen, Handelsbetriebe und Dienstleister liefern die Daten wichtige Hinweise auf die Entwicklung von Beschaffungs- und Produktionskosten. Sie unterstützen Unternehmen dabei, Marktveränderungen frühzeitig zu erkennen und ihre Planung entsprechend anzupassen. Das Bundesamt für Statistik veröffentlicht den Produzenten- und Importpreisindex monatlich. Die Daten gelten als wichtiger Indikator für die Kostenentwicklung von Unternehmen und für die wirtschaftliche Lage in der Schweiz. Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), Produzenten- und Importpreisindex Mai 2026Tiefere Energiepreise wirken kostendämpfend
Unterschiedliche Entwicklungen bei Importgütern
Preisniveau weiterhin unter dem Vorjahr
Frühindikator für die Schweizer Wirtschaft
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