Ein Tischtuch als Bühnenbild. Verjus als Hauptdarsteller. Geschmack als Partitur. Was ab dem 9.
Juni jeweils dienstags und mittwochs im Restaurant ZOE an der Berner Münstergasse stattfindet,
bewegt sich zwischen Gastronomie, Theater und persönlicher Erinnerung. «Souvenir de
Berne» erzählt Bern nicht geografisch, sondern emotional. Fragmentarisch, poetisch, leicht
verfremdet. So, wie Erinnerungen funktionieren. Jeder Gang ist ein Ort. Jede Geschichte ein
Souvenir. Jeder Verjus eine andere Stimmung. Zwei Handschriften, eine
Inszenierung Konzept und kreative Leitung stammen von der Künstlerin Janique Sonnen.
Die illustrierten Tischtücher, die im Verlauf des Abends gewechselt werden, bilden das Bühnenbild;
ihre Arbeiten an den Wänden des Restaurants ZOE vervollständigen die Inszenierung. Die
kulinarische Umsetzung verantwortet Maël Hêche, Co-Küchenchef des «ZOE». Das mit einem
Michelin-Stern und 15 GaultMillau-Punkten ausgezeichnete Restaurant in der Berner Altstadt serviert
ausschliesslich vegetarische Gerichte und steht für eine zeitgenössische, produktorientierte Küche.
Mit «Souvenir de Berne» entsteht ein Format, das sich vom regulären Angebot des «ZOE»
unterscheidet und exklusiv für diese Zusammenarbeit kreiert wurde. Maël Hêche übersetzt die
dramaturgische Vorlage von «Sonnen» in vegetarische Kompositionen, in denen die SONNEN Verjus
aus unreifen Schweizer Trauben, nicht bloss begleiten, sondern integraler Bestandteil der Gerichte
sind. Vier Akte, ein Prolog, zwei Intermezzi Der Abend beginnt mit einem
Prolog: In Butter gebräunte Züpfe auf warmem Aarestein, eine stille Verneigung vor der ältesten
Brotspezialität Berns, erstmals 1430 urkundlich erwähnt. Darauf folgt Akt I, «Le matin clair»: Heu-
infusierte Panna cotta, Verjus-Sorbet. Kalt, konzentriert, ungeschliffen; ein erster Löffel als
Versprechen. Im zweiten Akt tritt der Rosengarten auf. Rosen, Äpfel, Radieschen, Frischkäse-
Espuma, Brennnesselblatt in Tempurateig, begleitet vom blumig-zarten Verjus Souvenir du
Rosé. Das Entracte erinnert an den Zibelemärit: ein klares Röstzwiebel-Consommé, abgelöscht
mit Verjus Blanc, dazu ein Cracker mit Wandflueh-Käse. Akt III führt in die Tiefe der
Berner Küche. Suure Sellerie, in Verjus und Essig mariniert, in Salzkruste geschmort, trifft auf
Bergkartoffel-Millefeuille und Sauerkraut, begleitet vom komplexen, würzigen Verjus Souvenir du
Rouge. Eine Verneigung vor der Berner Platte und dem Suure Mocke, radikal reduziert auf drei
Elemente. Nach einem Intermède mit Berner Rosentee, einer nicht aromatisierten
Komposition aus Apfelstücken, Zimt, Karkadé, Brennnessel, Lindenblüten und Rosenblüten, schliesst
Akt IV den Abend: Tartelette mit Rhabarberkompott in Verjus, italienische Meringue,
Buchweizenschaum. Bittersüss, sauersüss, zart und stark zugleich. Verjus als roter
Faden Die alkoholfreie Getränkebegleitung bildet das dramaturgische Rückgrat des
Abends. Verjus, der Saft aus unreifen Trauben, war in der europäischen Küche über Jahrhunderte als
Würzmittel geschätzt, bevor Zitrone und Essig ihn verdrängten. SONNEN Bern arbeitet mit drei
Sorten: Souvenir du Blanc aus Fendant- und Venus-Trauben vom Walliser Rebberg,
Souvenir du Rosé und Souvenir du Rouge, beide aus Pinot Noir und Shiraz vom Bielersee.
Klar und mineralisch der eine, blumig-zart der andere, komplex und erinnerungsstark der dritte. Drei Tücher, eine visuelle Dramaturgie Auch der Tisch selbst erzählt. Drei eigens
von Janique Sonnen illustrierte Tischtücher wechseln im Verlauf des Abends und spiegeln die
Dramaturgie der Akte: Das erste zeigt ein ruhiges, offenes Bild mit ersten Berner Elementen:
Zytglogge, Zähringerbrunnen, Trauben. Das zweite verdichtet sich mit Farbe, Blüten und Bewegung.
Das dritte verwebt Architektur, Natur und Symbole zum vollständigen Bild. Im letzten Akt kehrt der
Tisch zum ersten Tuch zurück. Nach der Fülle öffnet sich wieder Raum. Hinweis an die
Redaktionen: «Souvenir de Berne» läuft vom 9. Juni bis 8. Juli 2026, jeweils dienstags
und mittwochs. Beginn ist um 18.30 Uhr für alle Gäste gleichzeitig. Pro Abend stehen sechs Plätze
zur Verfügung, einzeln buchbar. Die Gäste sitzen gemeinsam an einem Tisch, ähnlich wie im Theater.
Das vegetarische Menü inklusive Verjus-Begleitung kostet CHF 128.– pro Person. Reservation: restaurant-zoe.com/experience-details/souvenir-de-berne-zoe Über die
Beteiligten www.sonnen.ch Restaurant ZOE
steht für vegetarisches Fine Dining und ist mit einem Michelin-Stern, dem grünen Michelin-Stern und
15 GaultMillau-Punkten ausgezeichnet. Küchenleitung: Maël Hêche und Joel Coray. Co-Küchenchef
Maël Hêche verantwortet die kulinarische Umsetzung von «Souvenir de Berne». Das Format ist
exklusiv für diese Zusammenarbeit entstanden und unterscheidet sich vom regulären Angebot des
Restaurants. restaurant-zoe.com Was ist Verjus? Verjus ist der
seltene Saft unreifer Trauben – milder als Essig, feiner als Zitrone. Die grünen Beeren werden von
Hand geerntet, weshalb der Ertrag naturgemäss klein ist. Für die Verjus von «Sonnen» werden Pinot
Noir und Syrah aus Ligerz sowie Fendant aus Salgesch verwendet. Reiner Verjus wäre zu sauer;
daher wird er bei «Sonnen» mit Kräutern und Blüten zu einer eigenständigen Komposition verfeinert.
Handgemacht in Bern, ohne Zuckerzusatz, ohne künstliche Aromen. Für weitere
Informationen: Janique Sonnen Mail : janique@sonnen.ch
Restaurant ZOE Mail : carina@genuss-
kultur.com Medienkontakt:
SONNEN Bern
«Atelier»
Junkerngasse
31
CH-3011 Bern
Telefon : +41 79 731 32 99
Carina Hayoz
Marketing & PR
Esther Beck
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