Das synthetische Kerosin wurde von INERATEC hergestellt, von MB Energy mit fossilem Kerosin
gemischt und am Flughafen Schiphol in das Flugzeug getankt. Synthetischer, nachhaltiger Flugkraftstoff
wird aus erneuerbarem Strom, CO2 und Wasser hergestellt. Im Vergleich zu fossilem Kerosin können
die Lebenszyklusemissionen damit um mehr als 90 Prozent gesenkt werden. Bereits 2021
leistete KLM Pionierarbeit, als sie den ersten kommerziellen Flug mit synthetischem Kerosin nach
Madrid durchführte. Während damals 500 Liter e-SAF beigemischt werden konnten, sind es derzeit nur
200 Liter. Dies zeigt, wie gross die Herausforderung ist: Die Verfügbarkeit von e-SAF hinkt den
Ambitionen noch weit hinterher. Heute wird nur ein Bruchteil der von Europa für 2030 vorgeschriebenen
e-SAF-Menge tatsächlich produziert. Eine grosse Herausforderung bleibt es, e-SAF in grossem
Massstab flächendeckend verfügbar zu machen und es neben SAF erschwinglich zu halten.
Alternative Treibstoffe als Priorität KLM unterstützt die europäischen Vorgaben für den
Einsatz alternativer Treibstoffe und wird weiterhin in die Nachhaltigkeit der Luftfahrt investieren.
Gleichzeitig zeigen die aktuellen Produktionszahlen für e-SAF, dass das europäische Teilziel einer e-
SAF-Beimischung von 1.2 Prozent bis 2030 eine grosse Herausforderung darstellt. Abgesehen davon,
dass e-SAF derzeit viermal so teuer ist wie SAF (und etwa achtmal so teuer wie herkömmliches
Kerosin), gibt es bislang noch keine e-SAF-Produktion in grossem Massstab. Auch der Prozess der
Einholung von Bau- und Umweltgenehmigungen in Europa spielt eine Rolle, ebenso wie die
Unsicherheit über mögliche Änderungen der ReFuelEU-Gesetzgebung. Daher ist es nach wie vor von
entscheidender Bedeutung, dass sich die Regierungen in ganz Europa dazu verpflichten und in die
Beschleunigung und den Ausbau alternativer Flugkraftstoffe, sowohl SAF als auch e-SAF, investieren.
Marjan Rintel, CEO von KLM, sieht in e-SAF einen wichtigen Hebel für eine nachhaltigere
Luftfahrt: „Als CEO von KLM und Vorsitzende von Project SkyPower bin ich davon überzeugt, dass e-
SAF einen entscheidenden Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Luftfahrt leisten kann. KLM hat bereits 2021
mit einem Passagierflug von Amsterdam nach Madrid Pionierarbeit bezüglich der Nutzung von e-SAF
geleistet. Der Flug nach Hamburg zeigt erneut, dass das Fliegen mit synthetischem Kerosin technisch
möglich ist. Die Realität sieht jedoch so aus, dass die Verfügbarkeit von e-SAF weit hinter den
Ambitionen zurückbleibt. Um wirklich etwas zu bewirken, müssen wir gemeinsam mit Regierungen, der
Industrie sowie Partnerinnen und Partnern an der Skalierung und der Erschwinglichkeit arbeiten, um die
Nachhaltigkeit der Luftfahrt voranzutreiben.“ Christian Kunsch, Vorstandsvorsitzender des
Flughafens Hamburg, betont die Rolle nachhaltiger Flugkraftstoffe bei der Dekarbonisierung: „Nachhaltig
hergestellte Flugkraftstoffe werden in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle bei der
Dekarbonisierung des Luftverkehrs spielen. Unsere Infrastruktur ist vollständig darauf vorbereitet, und
wir unterstützen die Fluggesellschaften aktiv bei der Nutzung lokal produzierter Kraftstoffmischungen,
unter anderem durch gezielte Anreize. Der heutige e-SAF-Flug markiert einen wichtigen Meilenstein auf
dem Weg zu geringeren CO2-Emissionen durch den Einsatz alternativer Kraftstoffe.“ Tim
Boeltken, Mitgründer und CEO von INERATEC, sieht den Flug als Beleg für die Praxistauglichkeit: „Wir
sind bereit für den Einsatz. Der heutige Flug, bei dem unser Chief Commercial Officer Maximilian
Backhaus an Bord eines regulären Passagierflugs war, zeigt deutlich, dass Power-to-Liquid-Kraftstoffe
sicher, verfügbar und bereits heute einsatzfähig sind. Dies ist erst der Anfang vieler Anwendungen, die
wir in diesem Jahr in verschiedenen Branchen erleben werden.“ Jonathan Perkins, CEO von MB
Energy, ordnet das Projekt als konkreten Schritt zur Skalierung kohlenstoffärmerer Treibstoffe ein: „Die
Luftfahrt steht seit jeher an der Spitze der technologischen Innovation. Mit diesem Projekt zeigen wir
gemeinsam mit KLM und INERATEC, wie kohlenstoffärmere Treibstoffe in die bestehende Infrastruktur
und den laufenden Betrieb integriert werden können. Bei MB Energy legen wir heute den Grundstein –
indem wir Vermarktungswege erschliessen, unsere Infrastruktur anpassen und eine zuverlässige
Versorgung aufbauen, damit wir liefern können, sobald unsere Kundinnen und Kunden bereit sind.“ Über KLM Royal Dutch Airlines Seit 106 Jahren verbindet KLM Menschen
miteinander und mit der Welt. Jedes Jahr entscheiden sich Millionen von Kundinnen und Kunden für
KLM – sei es für Geschäftsreisen, Ferienreisen, Besuche bei Freundinnen und Freunden oder der
Familie, ein Auslandsstudium und vieles mehr. Die über 160 Ziele im KLM-Streckennetz verbinden die
Niederlande mit allen wichtigen Wirtschaftsregionen der Welt und sind ein starker Wirtschaftsmotor.
Gleichzeitig will KLM sauberer, leiser und effizienter fliegen. Jeden Tag unternimmt die Airline grosse
und kleine Schritte, um dieses Ziel zu erreichen und auch in den kommenden Jahrhunderten eine
grossartige Fluggesellschaft für die Kundschaft zu bleiben. KLM Royal Dutch Airlines ist Teil der
Air France-KLM-Gruppe und Mitglied der globalen SkyTeam-Allianz. Medienstelle Air
France-KLM Schweiz
c/o Panta Rhei PR AG
Weinbergstrasse 81
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