Die ordentliche 68. Generalversammlung von auto-schweiz stand ganz im Zeichen der grossen
Herausforderungen für die Schweizer Automobilwirtschaft in einem stagnierenden Markt. Die
anwesenden Mitglieder genehmigten sämtliche statutarischen Geschäfte einstimmig und erteilten
dem Vorstand Décharge. Präsident Peter Grünenfelder wurde für eine weitere Amtsdauer von drei
Jahren bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurde Claudia Meyer (Renault Group). Neu in den
Vorstand gewählt wurde Dirk Adelmann, CEO Schweiz von Mercedes-Benz Schweiz AG. Der
Verband wird durch die Aufnahme zwei neuer Marken weiter gestärkt, womit die Branche Einigkeit
und Zusammenhalt bekräftigt. Mit 63 Mitgliedsmarken zählt der Verband so viele Marken wie noch
nie, die mehr als 90 Prozent des Inverkehrbringungsvolumen neuer Fahrzeuge abdecken. Peter
Grünenfelder dankte den Mitgliedern für das Vertrauen: "Die geschlossene Wiederwahl stärkt
uns den Rücken, um die verkehrs- und klimapolitischen Interessen der Schweizer Automobilbranche
weiterhin mit Nachdruck in Bern zu vertreten." Keine Schweizer Sonderwege bei den
CO2-Vorschriften In seiner Ansprache verwies Peter Grünenfelder auf die schwierige
Lage der Schweizer Automobilwirtschaft. Während sich zahlreiche europäische Fahrzeugmärkte
erholen und die Europäische Union ihre Regulierung an die Marktrealität anpasst, bleiben die
Automobilimporteure in der Schweiz mit einem rückläufigen Markt, rigider Regulierung und
millionenschweren Sanktionen konfrontiert. Für auto-schweiz hat deshalb die rasche Übernahme der
europäischen Flexibilisierungsmassnahmen bei den CO2-Flottenvorschriften oberste Priorität. Die
Schweiz dürfe ihre Automobilwirtschaft nicht länger durch zusätzliche Belastungen gegenüber den
europäischen Nachbarländern benachteiligen.Thomas Rücker, Direktor auto-schweiz,
ergänzte: "Die Schweiz darf sich keinen regulatorischen Sonderweg leisten. Es braucht mehr
Technologieoffenheit, mehr Pragmatismus und eine Politik, die sich an den Marktgegebenheiten statt
an ideologischen Wunschvorstellungen orientiert. Zusätzliche Belastungen für Unternehmen und
Konsumenten sowie eine zunehmende Diskrepanz zwischen politischen Zielsetzungen und der
Marktrealität sind die Folgen der aktuellen Regulierung." Deregulierung und Entlastung
statt neue Belastungen Neben einer Anpassung des CO2-Regimes fordert auto-schweiz
einen konsequenten Abbau des Regulierungsdickichts, das die Branche zunehmend belastet. Die
Schweizer Automobilwirtschaft sei auf Planungs- und Investitionssicherheit angewiesen. Statt neuer
Vorschriften brauche es marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen, welche Innovationen und
Investitionen fördern. Der Verband setzt sich deshalb für eine umfassende Deregulierung ein. Die
Bandbreite reicht von der Überprüfung unnötiger Deklarationspflichten bis hin zum Abbau
marktverzerrender Vorschriften. Gleichzeitig fordert auto-schweiz eine Entlastung bei Steuern und
Abgaben. Die Automobilisten und die Automobilwirtschaft leisten bereits heute jährlich fast 13
Milliarden Franken an Steuern und Abgaben. Vor diesem Hintergrund lehnt auto-schweiz zusätzliche
Belastungen entschieden ab und spricht sich unter anderem für die Abschaffung der Automobilsteuer
aus. Ausgewogene Mobilitätspolitik gefordert Kritisch beurteilt auto-schweiz
die zunehmende Schieflage bei den Infrastrukturinvestitionen des Bundes. Obwohl rund zwei Drittel
aller Personen- und Gütertransporte auf der Strasse stattfinden, soll im Rahmen von Verkehr'45 ein
Grossteil der geplanten zusätzlichen Investitionen in den Schienenverkehr fliessen. Gleichzeitig
erreichen Staus und Engpässe auf dem Strassennetz Rekordwerte. Es braucht eine ausgewogene
Verkehrspolitik, die den tatsächlichen Mobilitätsbedürfnissen von Bevölkerung und Wirtschaft
Rechnung trägt. Dabei bleiben leistungsfähige Strassen eine zentrale Voraussetzung für Wohlstand,
Versorgungssicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Schweiz. "Wir werden
uns weiterhin mit Nachdruck für eine wettbewerbsfähige Automobilwirtschaft, bezahlbare Mobilität
und marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen einsetzen. Die Schweiz braucht mehr Bewegung statt
mehr Bürokratie", sagte Peter Grünenfelder abschliessend. Pressekontakt:
Frank Keidel
Mediensprecher
T
076 399 69 06
frank.keidel@auto.swiss
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