Der Markt für neue Personenwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein verharrte
im
Mai auf dem tiefen Niveau des Vorjahres. Nach fünf Monaten liegt die Zahl der Neuzulassungen von
91'341 Fahrzeugen exakt auf Vorjahresniveau. Trendwende ist keine in Sicht. Der Gesamtmarkt
bleibt in Folge der Überregulierung in der Schweiz deutlich unter dem europäischen Niveau (siehe
Grafik) und unter den Erwartungen der Branche. Zusätzliche regulatorische Belastungen für
Unternehmen und Konsumenten sowie eine zunehmende Diskrepanz zwischen politischen
Zielsetzungen und der Marktrealität sind die Folgen. Steckerfahrzeuge legen im Mai zu
Einzig die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen hat sich im Mai positiv entwickelt.
Batterieelektrische Personenwagen und Plug-in-Hybride machen seit Anfang Jahr 23,3 bzw. 12,1
Prozent der Neuzulassungen aus. Sie konnten im Vorjahresvergleich Marktanteile hinzugewinnen. Ihr
gemeinsamer Marktanteil macht mittlerweile über ein Drittel aller Neuimmatrikulationen (35,4 Prozent)
aus. Mehr als ein Drittel aller Kunden sehen Vorteile im Umstieg auf elektrische Antriebe.
Reinelektrische Antriebe (BEV) legten seit Anfang Jahr gegenüber dem Vorjahr um 15,5 Prozent zu,
während Plug-in-Hybride (PHEV) mit einem Plus von 20,1 Prozent noch stärker wachsen.
Demgegenüber stagnieren die Hybridantriebe (+0,3 Prozent) und die Neuzulassungen von reinen
Benzin- und Diesel-Antrieben gehen weiter zurück. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die politische
Zielsetzung eines schnellen Markthochlaufs der Elektromobilität weit ausser Reichweite liegt. Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, kommentiert: "Die aktuellen Zahlen sind ein
ernüchterndes Signal für unsere Branche. Anders als im Rest Europas motivieren viele neue
Fahrzeugmodelle mit unterschiedlichen Technologien die Schweizer nicht zu mehr Neuwagen. Die
Nachfrage nach reinelektrischen Antrieben hat sich im Mai zwar positiv entwickelt, aber nur
geringfügig. So sind für unsere Mitglieder die Emissionsziele nicht erreichbar." Weiter weist Rücker
darauf hin, dass der BEV-Anteil seit 2023 zwischen 20 und 23 Prozent liegt. Die detaillierten
Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz
basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht
abgeschlossen. Pressekontakt: Frank
Keidel, Mediensprecher T 076 399 69 06 frank.keidel@auto.swiss
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