High Performance Computing steht für das Zusammenspiel leistungsstarker Hardware und
optimierter Software, um grosse Datenmengen effizient zu verarbeiten und komplexe Simulationen
durchzuführen. Ob in der Klimaforschung, der Medizin, der Industrie oder im Bereich künstlicher
Intelligenz – HPC ist heute eine grundlegende Voraussetzung für Innovation und wissenschaftlichen
Fortschritt. Vor diesem Hintergrund schafft die FHNW mit dem HPC Lab gezielt
Kompetenzen in diesem Bereich. Es ist Teil der strategischen Neuausrichtung der Hochschule für
Informatik FHNW, die im Januar des vergangenen Jahres gegründet wurde. In diesem
Zusammenhang wurden sogenannte Labs als Kompetenzzentren etabliert. Sie dienen als offene
Experimentier- und Entwicklungsräume und fördern den Austausch zwischen Studierenden,
Wirtschaftspartnern und der FHNW. Neue Infrastruktur für Forschung und Innovation
Das HPC Lab wurde am 28. Mai 2026 im Rahmen einer offiziellen Feier mit rund 90 Gästen
eröffnet. Partner, Interessierte und Mitarbeitende erhielten dabei einzigartige Einblicke in die neue
Infrastruktur mit leistungsfähigen GPU- und CPU-Clustern, skalierbaren Speicherlösungen sowie
spezialisierten Software-Umgebungen für KI, Simulation, Datenanalyse und maschinelles Lernen.
Damit können anspruchsvolle Anwendungen wie das Training von KI-Modellen, Simulationen
physikalischer Prozesse oder datenintensive Analysen effizient umgesetzt werden. Doch
CPUs und GPUs sind nicht das Ende der Entwicklung im HPC. Neue Computing-Technologien wie
Dataflow, Wafer-Scale-Engines, Neural Processing Units und energieeffiziente KI-Beschleuniger
könnten durch deutlich höhere Geschwindigkeiten und einen geringeren Energieverbrauch ganz neue
Möglichkeiten im Computing schaffen. Das HPC Lab ist eine Plattform für Experimente und
Technologiebewertung, die sich auf praktische Anwendungen neuer Hardware konzentriert und
sowohl Industriepartnern als auch akademischen Partnern offensteht. Verantwortung und
Nachhaltigkeit im HPC Gleichzeitig rückt mit der zunehmenden Bedeutung von HPC
auch dessen ökologischer Fussabdruck stärker in den Fokus. Rechenintensive Anwendungen
benötigen erhebliche Ressourcen. Die Hochschule für Informatik FHNW berücksichtigt diese
Entwicklung und verfolgt das Ziel, Hochleistungsrechnen verantwortungsvoll und
ressourcenschonend einzusetzen. Themen wie Effizienz, Monitoring und nachhaltige Nutzung von
Infrastruktur werden daher von Beginn an mitgedacht und in Lehre und Forschung integriert. «Die gesteigerte Leistungsfähigkeit von HPC-Systemen war entscheidend für bemerkenswerte
Durchbrüche in der KI. Das Training grosser Sprachmodelle wäre ohne schnelle und integrierte GPU-
Clusters nicht möglich. Doch das ist erst der Anfang: In Zukunft wird mehr Rechenleistung neue
Erfindungen im Bereich der künstlichen Intelligenz ermöglichen. Mit dem HPC Lab wollen wir in
dieser Entwicklung die zentrale Akteurin für den Technologietransfer sein», so Prof. Dr. Tomasz
Kacprzak, Leiter HPC Lab. Von der Theorie zur Praxis Das HPC Lab ist eng
in die Ausbildung der Hochschule für Informatik FHNW eingebunden und bildet insbesondere in der
Studienrichtung «AI & High Performance Computing» des Bachelors in Science in Informatik eine
zentrale Lernumgebung. Studierende erwerben eine fundierte Informatikausbildung mit klarem Fokus
auf künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen, wobei sie ihr Wissen von Beginn an in
praxisnahen Projekten anwenden. Sie entwickeln und trainieren KI-Modelle für Anwendungen in
Industrie und Forschung und lernen, diese ressourcenschonend auf skalierbaren Infrastrukturen
umzusetzen. Konkret arbeiten sie beispielsweise an der Entwicklung und dem Tuning von KI-
Modellen für industrielle Anwendungen, etwa zur Qualitätskontrolle in der Produktion, zur Analyse
grosser Sensordatenströme oder für Vorhersagemodelle in der Energie- und Klimaforschung. Auch für Forschungsprojekte und Kooperationen mit Unternehmen bietet das HPC Lab eine
wichtige Grundlage. Partner aus der Wirtschaft können neue datengetriebene Geschäftsmodelle
erproben, Prototypen entwickeln oder bestehende Prozesse mithilfe von KI und Simulation
verbessern. So entsteht ein Umfeld, in dem Wissen nicht nur generiert, sondern gemeinsam
weiterentwickelt und direkt in die Praxis überführt wird. Kontakt und weitere
Auskünfte Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW Hochschule für
Informatik Laura Prioli Leiterin Kommunikation Bahnhofstrasse 6 5210
Windisch +41 56 202 79 05 laura.prioli@fhnw.ch Die Hochschule für
Informatik FHNW Die Hochschule für Informatik FHNW am Standort Brugg-Windisch mit
ihren drei Instituten und über 150 Expertinnen und Experten bietet flexible Studienmodelle mit
persönlicher Betreuung und starken Industriepartnerschaften und verfügt über ein breites und
fundiertes Fachwissen zu Informatik, Data Science, Artificial Intelligence, Digitalisierung, Security und
weiteren Feldern. In der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung kooperiert sie mit
Unternehmen bei der Entwicklung von innovativen Produkten und Projekten. Weitere
Informationen auf www.fhnw.ch/hsi Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
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Lehmann
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