Bei anhaltender Hitze können Blaualgenblüten derzeit auch in weiteren Seen auftreten


Warmes, ruhiges Wasser, starke Sonneneinstrahlung und ausreichend Nährstoffe sind erforderlich, damit eine Algenblüte entstehen kann. Eine solche wurde nun im Lauerzersee festgestellt.

Der Verdacht auf eine Blaualgenblüte im Lauerzersee hat sich bestätigt. Durch eine mikroskopische Analyse der Algen konnte die Art «Tychonema» identifiziert werden. Bei der Art handelt es sich um eine Blaualge, welche in den schwimmenden Algenteppichen vorkommt, jedoch nicht dominiert. Die Art hat das Potenzial Toxine zu bilden und in das Wasser abzugeben. Aufgrund der aktuellen Wetter- und Umweltbedingungen können Blaualgenblüten derzeit auch in weiteren Seen auftreten.

Verhaltensempfehlungen bei Blaualgenblüten
Eine Abkühlung im Lauerzersee ist trotz der Algen möglich. Um das Risiko gesundheitlicher Beeinträchtigungen zu minimieren, sollten jedoch folgende Empfehlungen beachtet werden:

- Vom Baden in sehr trübem Wasser wird abgeraten.

- Auffällige Verfärbungen an der Wasseroberfläche sowie Ansammlungen von Algen meiden.

- Es sollte kein Wasser geschluckt werden. Hier sind insbesondere Kleinkinder und Hunde gefährdet, 4. da sie ein geringeres Körpergewicht aufweisen.

- Nach dem Baden gründlich duschen und den Körper abtrocknen.

- Hunde von trübem Wasser und Pfützen – insbesondere im Uferbereich – fernhalten.

- Bei Verdacht auf Vergiftungserscheinungen umgehend ärztliche beziehungsweise tierärztliche Hilfe aufsuchen.

Bakterium führt zur Algenblüte
Bei sogenannten Blaualgen handelt es sich nicht um Algen, sondern um Cyanobakterien. Trotz ihres Namens erscheinen sie meist grünlich oder rötlich und nur selten blau.

Treffen günstige Bedingungen wie hohe Wassertemperaturen, intensive Sonneneinstrahlung und wenig Wind zusammen, können sich innerhalb kurzer Zeit sogenannte Blaualgenblüten bilden. Besonders im Spätsommer sind die Bedingungen dafür oft günstig. Algenblüten können jedoch auch früher auftreten oder bei anhaltend milden Temperaturen bis in den Herbst hinein bestehen bleiben.

Blaualgen kommen natürlicherweise in allen Gewässern vor und sind in geringen Mengen in der Regel ungefährlich.


Kontakt:
Sandro Betschart
Amt für Gewässer
+41 41 819 20 84




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