Diese Erkenntnis zog sich durch den SWISS GRC DAY 2026, der mehr als 300 Fach- und
Führungskräfte aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft im Radisson Blu Hotel am Flughafen
Zürich zusammenbrachte. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Besfort Kuqi, Gründer und
CEO der Swiss GRC AG. In seiner Begrüssung betonte er die Bedeutung des Austauschs zwischen
Wissenschaft, Praxis und Technologie, um Organisationen in einem zunehmend dynamischen
Umfeld
widerstandsfähiger und entscheidungsfähiger zu machen. Bereits zu Beginn erinnerte
Nikolai Tsenov, Head Solutions & Innovation bei Swiss GRC, daran, dass sich die Herausforderung
des Risikomanagements im Laufe der Geschichte grundlegend verändert hat. Während früher
Wissen über Risiken fehlte, stehen Unternehmen heute vor der Aufgabe, aus einer stetig
wachsenden Informationsmenge die richtigen Schlüsse zu ziehen. Wie dies gelingen kann,
beleuchteten mehrere Referierende aus Wissenschaft und Praxis. Prof. Dr. Werner Gleißner,
Professor für Risikomanagement an der Technischen Universität Dresden und CEO der FutureValue
Group AG, sowie Florian Worm, Head of Enterprise Risk Management der HARTMANN GRUPPE,
zeigten auf, weshalb Risiken stärker quantifiziert, aggregiert und mit Strategie sowie
Unternehmenswert verknüpft werden müssen. Risikoquantifizierung, Szenarioanalysen und
Simulationen schaffen zwar keine Gewissheit über die Zukunft, ermöglichen jedoch fundiertere
Entscheidungen unter Unsicherheit. Den Blick auf die zunehmende Komplexität moderner
Risikolandschaften richtete Alexandra Burns, Partner und Head Risk & Regulatory Consulting bei
PwC. Geopolitische Entwicklungen, technologische Veränderungen und wirtschaftliche
Abhängigkeiten verstärkten sich gegenseitig und machten traditionelle Risikobetrachtungen
zunehmend unzureichend. Umso wichtiger werde es, schwache Signale frühzeitig zu erkennen und
Risiken in ihren Wechselwirkungen zu verstehen. Dass wirksames Risikomanagement
letztlich weit über Methoden und Prozesse hinausgeht, verdeutlichte Michael Niedermann, Head
Consulting bei Swiss GRC. Eine Live-Umfrage unter den Teilnehmenden ergab, dass 45 Prozent
offene Kommunikation und Transparenz als wichtigsten Hebel für eine stärkere Risikokultur
betrachten, gefolgt von psychologischer Sicherheit (25 Prozent) und einer stärkeren Vorbildfunktion
des Managements (17 Prozent). Die Ergebnisse unterstreichen, dass Risiken häufig nicht aufgrund
fehlender Informationen übersehen werden, sondern weil kritische Themen nicht rechtzeitig
angesprochen werden. Diese Frage griffen auch Prof. Dr. Stefan Hunziker von der
Hochschule Luzern und Dr. Alexander Hilsbos von der Insel Gruppe in ihrer Debatte auf. Aus
wissenschaftlicher und praktischer Perspektive diskutierten sie, wann Risikomanagement tatsächlich
Mehrwert schafft. Die zentrale Erkenntnis: Nicht Berichte, Register oder Visualisierungen schaffen
Wirkung, sondern Entscheidungen, die aufgrund eines besseren Verständnisses von Unsicherheit
anders getroffen werden. Den Abschluss der Veranstaltung gestaltete Zoya Miari, Gründerin
von Waves to Home. Mit ihrem persönlichen Beitrag erinnerte sie daran, dass hinter jeder
Risikoanalyse, jeder Krise und jeder Entscheidung Menschen stehen und Resilienz ebenso eine
Frage von Vertrauen, Kommunikation und Zusammenhalt ist. Der SWISS GRC DAY 2026
machte deutlich: Die Zukunft des Risikomanagements liegt nicht in zusätzlichen Berichten oder
Kontrollen, sondern in der Fähigkeit von Organisationen, Unsicherheit zu verstehen, unterschiedliche
Perspektiven einzubeziehen und daraus bessere Entscheidungen abzuleiten. Pressekontakt:
Yahya Mohamed Mao
Chief Marketing
Officer (CMO)
Swiss GRC AG
yahya.mao@swissgrc.com
+41 41 220 75
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