Bestimmte Gruppen sind stärker betroffen
Die Zahl der kulturschaffenden Männer verringerte sich im Jahr 2025 stärker (–5,4%) als jene der kulturschaffenden Frauen (–4,2%). Ebenso war der Rückgang bei Schweizer Kulturschaffenden ausgeprägter (–5,4%) als bei ausländischen (–2,9%). Regional bestehen grosse Unterschiede: Die Zahl der Personen mit Kulturberuf sank in der Deutschschweiz nur geringfügig, in der Westschweiz etwas stärker und in der italienischsprachigen Schweiz deutlich, dies gemäss den neusten Daten der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE).
Die Kulturwirtschaft umfasst Personen mit Kulturberufen innerhalb des Kultursektors (z. B. Musiker in einem Orchester) oder ausserhalb dieses Sektors (z. B. Grafikdesignerinnen in einer Bank) sowie Personen ohne Kulturberuf, die im Kultursektor tätig sind (z. B. Buchhalter in einem Museum). Am stärksten ging die Zahl der Kulturschaffenden zwischen 2024 und 2025 in der ersten Kategorie zurück (–7,8%). An zweiter Stelle folgten die Personen mit einem Kulturberuf ausserhalb des Kultursektors (–4,7%). Die Beschäftigten im Kultursektor ohne Kulturberuf waren am wenigsten betroffen (–1,6 %).
Kulturschaffende sind mit ihrer finanziellen Situation weniger zufrieden
Die Erhebung über die Einkommen und Lebensbedingungen (SILC) gibt unter anderem Aufschluss darüber, wie zufrieden die Menschen mit ihrer finanziellen Situation sind. Sie zeigt, dass die Kulturschaffenden im Jahr 2024 in dieser Hinsicht weniger zufrieden waren als der Durchschnitt: Während bei den Erwerbspersonen insgesamt ein Fünftel (20,1%) angab, wenig oder gar nicht zufrieden zu sein, war es bei den Kulturschaffenden rund ein Viertel (26,6%). Die Daten zum Einkommen der Kulturschaffenden für das Jahr 2025 werden am 25. Juni 2026 zusammen mit allen anderen Einkommensdaten im Rahmen der SAKE veröffentlicht.
Aktualisierung der Statistik der Kulturfinanzierung
Die Zahlen zur öffentlichen Kulturförderung und zu den Kulturausgaben der privaten Haushalte (einschliesslich Medien) für das Jahr 2023 liegen vor.
Kontakt:
Olivier Moeschler
BFS, Sektion Politik, Kultur, Medien
+41 58 463 61 58
poku@bfs.admin.ch
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