Die SRG hat eine systematische Analyse ihres redaktionellen Angebots durchführen lassen.
Erstmals stand dabei die Kultur im Zentrum. Die Studie des Mileva Instituts in Toffen/BE basiert auf
einer standardisierten Inhaltsanalyse von 4890 redaktionellen Beiträgen aus Fernsehen,
Audio/Podcasts, Online-Artikeln und Social Media und untersuchte eine konstruierte, d.h. eine nach
Zufallsprinzip zusammengestellte Woche im Jahr 2025. Nun liegen die Ergebnisse zu den
Kulturleistungen im redaktionellen Angebot vor. Gemäss der Studie "Zwischen Jodeln, Jazz
und Jugendliteratur" weisen über alle Kanäle der SRG hinweg 28,1 Prozent der analysierten
redaktionellen Beiträge einen Kulturbezug auf. Besonders stark vertreten ist Kultur im Fernsehen
(36,6 Prozent) sowie im Audio- und Podcastbereich (32,0 Prozent). Bei den digitalen Angeboten liegt
der Anteil tiefer (Online: 11,1 Prozent, Social Media: 15,0 Prozent). Auf Social Media werden
Kulturinhalte jedoch überdurchschnittlich oft als Video (51,4 Prozent vs. 29,3 Prozent bei anderen
Inhalten) publiziert. Kultur wird auf Social Media somit gezielt in aufmerksamkeitsstarken Formaten
platziert. Berücksichtigt man den Umfang der Beiträge, wird die Bedeutung der
Kulturleistung der SRG zusätzlich deutlich: Im Audio- und Podcastbereich machen Kulturinhalte über
die Hälfte der gesamten Sendezeit der nicht-fiktionalen, redaktionellen Beiträge aus (51,5 Prozent).
SRG deckt eine breite Themenvielfalt ab Die Untersuchung zeigt ein breites
Spektrum an kulturellen Themen. Besonders häufig berichtet die SRG über Brauchtum (14,2
Prozent), populäre Musik (11,8 Prozent), Film (10,9 Prozent) und klassische Musik (10,2 Prozent).
Gleichzeitig werden auch weniger prominente kulturelle Ausdrucksformen regelmässig berücksichtigt:
Die höchste thematische Diversität zeigt sich im Fernsehen, eine stärkere Konzentration auf Musik
dagegen beim Radio. Ein zentraler Befund betrifft die Rolle der SRG als Akteurin im
Kulturbereich: Medial inszenierte Ereignisse stellen mit 40,8 Prozent den grössten Anteil der
Kulturberichterstattung dar. Damit tritt die SRG nicht nur als Vermittlerin, sondern auch als
Produzentin kultureller Inhalte auf. Ergänzt wird dies durch die Berichterstattung über ausserhalb der
Medien stattfindende Kulturereignisse (36,6 Prozent) sowie durch Rezensionen von Büchern oder
Filmen und Porträts (22,6 Prozent). Regionale Verankerung und Blick über
Landesgrenzen Die Kulturberichterstattung der SRG ist stark in den jeweiligen
Sprachregionen verankert: Die Mehrheit der Beiträge bezieht sich bei SRF auf die Deutschschweiz
(57,1 Prozent), bei RTS auf die Romandie (58,4 Prozent), bei RSI auf die italienischsprachige
Schweiz (50,1 Prozent) und bei RTR auf die rätoromanische Schweiz (78,6 Prozent) - mit einem je
nach Regionaleinheit zusätzlichen Fokus auf das gleichsprachige Ausland. Gleichzeitig berichtet die
SRG auch über internationale Kultur, insbesondere aus benachbarten Ländern. Hohe
Sichtbarkeit kultureller Akteurinnen und Akteure In über drei Vierteln der Kulturbeiträge
werden konkrete Kulturakteur:innen als Individuen, Gruppen, Institutionen oder Vereine sichtbar
gemacht. Die Berichterstattung ist dabei stark personenbezogen: Bei 85,2 Prozent der Akteur:innen
handelt es sich um aktive Kulturschaffende, bei den restlichen 14,8 Prozent um institutionelle Akteure.
Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse Entwicklungspotenzial bei der Geschlechterverteilung: Rund zwei
Drittel der sichtbaren Akteur:innen sind männlich, knapp ein Drittel weiblich. Insgesamt
bestätigen die Ergebnisse, dass die SRG ihren gesetzlichen Auftrag erfüllt: Gemäss Radio- und
Fernsehgesetz sowie der Konzession trägt sie mit ihrem Angebot zur kulturellen Vielfalt, zur
Förderung der schweizerischen Identität sowie zum kulturellen Austausch innerhalb des Landes bei.
Die Studie liefert erstmals eine umfassende, vergleichbare und datenbasierte Grundlage, um diese
Leistungen sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln.
Pressekontakt:
Medienstelle SRG
Nik Leuenberger
media@srgssr.ch
Tel.
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