Der Konsum von Tabak- und Nikotinprodukten bleibt in der Schweiz hoch. Gemäss der Erhebung
Gesundheit und Lifestyle 2025 konsumieren 23 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren mindestens
einmal pro Monat mindestens ein entsprechendes Produkt. Zwei Drittel davon tun dies täglich. Die
zunehmende Produktvielfalt führt dazu, dass immer häufiger mehrere Produkte parallel genutzt
werden: 25 Prozent der mindestens monatlich Konsumierenden greifen zu mehr als einer Produktart.
Generation der 15- bis 17-Jährigen konsumiert anders 15 Prozent der
Bevölkerung ab 15 Jahren raucht mindestens einmal pro Monat herkömmliche Zigaretten. Bei den
Konsumierenden ab 25 Jahren ist die Zigarette das dominierende Produkt. Gleichzeitig ist bei den 15-
bis 17-Jährigen ein klarer Wandel erkennbar: Die E-Zigarette scheint hier mittlerweile fast genauso
verbreitet zu sein wie die herkömmliche Zigarette. Der Anteil des parallelen Konsums (mind. einmal
pro Monat) mehrerer unterschiedlicher Tabak- oder Nikotinprodukte ist bei den 15- bis 17-jährigen
Konsumierenden mit 40 Prozent deutlich höher als bei den erwachsenen Konsumierenden. Und die
meisten der 15- bis 17-Jährigen, die mindestens einmal monatlich andere Produkte als herkömmliche
Zigaretten konsumieren, bevorzugen aromatisierte Varianten, insbesondere süsse und fruchtige
Geschmacksrichtungen. E-Zigarette ist heute das wichtigste Einstiegsprodukt der
Jugendlichen Unter den 15- bis 17-Jährigen, die zumindest einmal pro Monat mindestens
ein Tabak- oder Nikotinprodukt konsumieren, hat die E-Zigarette die herkömmliche Zigarette eindeutig
als häufigstes Einstiegsprodukt abgelöst. Besonders beliebt sind Einwegprodukte. Bei den unter 25-
Jährigen, die mit der E-Zigarette in den Konsum eingestiegen sind, nutzten nur etwa vier von zehn
zum Zeitpunkt der Befragung (ausschliesslich) die E-Zigarette; ein Teil greift (auch) zur
herkömmlichen Zigarette. Nur wenige schaffen den Ausstieg Ungefähr die
Hälfte der Personen, die zumindest einmal pro Monat mindestens ein Tabak- oder Nikotinprodukt
konsumieren, möchte aufhören. Gleichzeitig zeigt die Befragung von 2025, dass nur 14 Prozent der
Personen ab 30 Jahren, die fünf Jahre zuvor herkömmliche Zigaretten, E-Zigaretten oder
Tabakerhitzer konsumierten, den Ausstieg geschafft haben. Belastung durch Rauch und
Dampf gestiegen Die unfreiwillige Exposition gegenüber Rauch und Dampf nahm im
Vergleich zum Jahr 2023 zu. Am stärksten betroffen sind die 18- bis 24-Jährigen. Tabakrauch ist nach
wie vor die Hauptquelle dieser unfreiwilligen Belastung, doch der Dampf von E-Zigaretten gewinnt
zunehmend an Bedeutung und betrifft besonders Jugendliche. Bevölkerung fordert
stärkere Regulierung Die Zustimmung der Bevölkerung zu besseren Regulierungen ist
hoch. Insgesamt sprechen sich 90 Prozent der Personen ab 15 Jahren dafür aus, dass mehr Orte
(wie Terrassen oder Spielplätze) rauch- und dampffrei werden. Zudem befürworten 71 Prozent ein
Verbot von Einweg-E-Zigaretten. Gesundheitsrisiken hoch und teilweise noch
unbekannt Neben den bekannten, hohen Gesundheitsrisiken des Tabakkonsums sind
auch tabakfreie Nikotinprodukte nicht unbedenklich. Das enthaltene Nikotin besitzt ein hohes
Abhängigkeitspotenzial und steht mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in
Zusammenhang. Zudem können Nikotinprodukte Schadstoffe wie etwa Aldehyde enthalten, die für
ihre toxischen Wirkungen bekannt sind. Welche langfristigen gesundheitlichen Folgen der Konsum
solcher Produkte konkret hat, ist bislang nur unzureichend erforscht. Zur Erhebung
Die repräsentative Erhebung Gesundheit und Lifestyle wurde vom Bundesamt für Statistik
(BFS) im Auftrag des Tabakpräventionsfonds (TPF) durchgeführt und von Sucht Schweiz
ausgewertet. Die Inhalte werden vom TPF gemeinsam mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG)
definiert. Die Befragung erfasste seit 2022 jährlich das Gesundheitsverhalten der Schweizer
Bevölkerung insbesondere im Bereich Tabak- und Nikotinkonsum. Pressekontakt: Markus Meury Mediensprecher mmeury@suchtschweiz.ch 021 321 29 63 Monique Portner-Helfer Mediensprecherin mportner-helfer@suchtschweiz.ch 021 321 29 74
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