Die Tourismusregion Zürich verzeichnet im ersten Quartal 2026 insgesamt ein Plus von 1,3
Prozent bei den Logiernächten. Im Januar wurden gegenüber dem Vorjahr 3,5 Prozent mehr
Übernachtungen verzeichnet, im Februar lag das Wachstum bei 3,9 Prozent. Mit der Zuspitzung der
geopolitischen Spannungen Ende Februar zeigte sich im März eine Trendwende: Die Zahl der
Logiernächte ging um 2,7 Prozent zurück. Besonders deutlich fiel der Rückgang im März in
Fernmärkten aus, die stark von Flugverbindungen über den Nahen Osten abhängig sind. So
verzeichnete Indien ein Minus von 33,5 Prozent, Südostasien von 14,5 Prozent sowie die Golfstaaten
von 5,6 Prozent. Unterschiedlich entwickelten sich weitere Fernmärkte: Während
Nordamerika ein Minus von 5,7 Prozent verzeichnete, nahmen die Logiernächte aus Greater China
um 4,6 Prozent und aus Australien um 1,8 Prozent zu. Vergleichsweise stabil zeigten sich die
Schweiz mit minus 1,1 Prozent sowie die europäischen Märkte mit nahezu unveränderten
Logiernächten gegenüber dem Vorjahr. Die Zahlen verdeutlichen, wie unterschiedlich
internationale Märkte auf geopolitische Unsicherheiten reagieren. Erste Effekte zeigen sich dabei
zunehmend auch ausserhalb der Hotellerie. Gesamtes Tourismussystem betroffen
Tourismus beschränkt sich nicht auf Hotels und Logiernächte. Bleiben Gäste aus, betrifft dies
das gesamte tourismusnahe Ökosystem von Gastronomie und Detailhandel über Event und
Kongressinfrastruktur bis hin zu Mobilität, Freizeit, Kultur und Dienstleistungsangeboten. Um
ein umfassendes Stimmungsbild zu erhalten, führte Zürich Tourismus unter knapp 1’000 Mitgliedern
und Partnerbetrieben eine Onlinebefragung durch. Rund 140 Betriebe aus Beherbergung,
Gastronomie, Detailhandel und weiteren tourismusnahen Branchen nahmen daran teil und bestätigen
die verhaltene Entwicklung. Über alle Branchen hinweg berichten 54 Prozent der
teilnehmenden Betriebe von einer rückläufigen Nachfrage in den vergangenen vier bis sechs Wochen
im Vergleich zum Vorjahr. 36 Prozent beurteilen die Nachfrage als stabil. Ein Rückgang der
Nachfrage zeigt sich vor allem bei Gästen aus dem Nahen Osten, Asien und Australien sowie
tendenziell auch aus Amerika. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage der lokalen Bevölkerung sowie von
Schweizer Gästen vergleichsweise stabil. Die Betriebe beobachten zudem kurzfristigere
Buchungen sowie eine erhöhte Zahl von Annullationen. Die sinkende Planungssicherheit prägt aktuell
das Gästeverhalten. Viele Betriebe rechnen deshalb auch in den kommenden Monaten mit
einer rückläufigen Nachfrageentwicklung. Sie reagieren mit hoher Flexibilität, beobachten die
Marktentwicklung eng und passen Angebote sowie Kapazitäten situativ an. Gleichzeitig bleibt der
Fokus klar darauf ausgerichtet, Qualität, Verlässlichkeit und langfristige Gästebeziehungen zu
sichern. Langfristige Strategie bleibt zentral Für Thomas Wüthrich, Direktor
von Zürich Tourismus, unterstreichen die aktuellen Entwicklungen die Bedeutung eines strategisch
ausgerichteten Vorgehens: «Geopolitische Unsicherheiten wirken sich direkt auf den Tourismus aus.
Entscheidend ist jetzt, ruhig und vorausschauend zu handeln.» Zürich Tourismus ist aktuell in
18 Märkten aktiv und passt die Marktbearbeitung laufend an die geopolitischen Entwicklungen an.
Dazu gehören gezielte Budgetverschiebungen sowie eine verstärkte Bearbeitung der Märkte Schweiz
und Europa, um Marktanteile zu sichern. Die Tourismusregion Zürich profitiert von einem
diversifizierten Gästemix: Rund 39 Prozent der Gäste stammen aus der Schweiz, die übrige
Nachfrage verteilt sich zu je rund einem Drittel auf europäische Nahmärkte und internationale
Fernmärkte. Diese breite Abstützung stärkt die Widerstandsfähigkeit der Destination in Zeiten
geopolitischer Unsicherheiten. Punktuell ergeben sich in der aktuellen Situation auch
Chancen: Im Bereich Business Events (MICE) werden erste internationale Veranstaltungen
verschoben oder neu evaluiert. Zürich positioniert sich hier gezielt als verlässlicher Standort mit hoher
Planungssicherheit und guter internationaler Erreichbarkeit. Gleichzeitig setzt Zürich
Tourismus gemeinsam mit Partnerbetrieben auf einen verantwortungsvollen Umgang mit der
aktuellen Situation. Ziel ist es, die Attraktivität Zürichs auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld zu
erhalten, statt kurzfristig auf Preisdumping zu setzen. Klar ist jedoch auch: Die Auswirkungen
geopolitischer Unsicherheiten zeigen sich im Tourismus oft zeitverzögert. Viele internationale
Sommer und Herbstreisen werden erst jetzt gebucht. Wie stark sich die Entwicklung auf Zürich
auswirkt, wird sich deshalb in den kommenden Wochen zeigen. Die Branche beobachtet die Situation
aufmerksam und setzt weiterhin auf ein vorausschauendes und flexibles Vorgehen.
Kontakt Zürich Tourismus
Michael Müller, Corporate Communication &
Mediensprecher
Gessnerallee 3, CH-8001 Zürich
T +41 44 215 40 13
michael.mueller@zuerich.com
zuerich.com, #visitzurich
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