Die Ausstellung stammt vom Museum zu Allerheiligen Schaffhausen und vom Naturmuseum
Thurgau. Sie ist in Solothurn zu sehen vom 12. Mai bis 18. Oktober 2026. Eine breite
Palette an Hühnerrassen Ob als Kämpfer, zum Eierlegen oder als Zierform – die Zucht
der aus Asien stammenden Wildform unseres Haushuhnes hat einen langen Weg hinter sich. Vor
zirka 3'500 Jahren hat sich der Mensch das Huhn zunutze gemacht. Aufgrund seines kämpferischen
Wesens spielte es eine wichtige symbolische Rolle in verschiedenen Kulturen. Auch in unserem
Sprachgebrauch ist das Huhn nicht mehr wegzudenken: Den Hühneraugen, dem Wasserhahn oder
dem «dummen Huhn» begegnen wir im Alltag immer wieder. Heute gibt es in Europa etwa
200 Hühnerrassen, weltweit dürften es rund 500 sein: Von Zwerghühnern über Paduaner oder
Malaien ist eine kleine Auswahl dieser bunten Vielfalt in der Ausstellung zu bewundern.
Vom Wildtier über das Hoftier bis zum Stallhuhn Die Entwicklung des Huhns ist
einzigartig. Im Vergleich zu anderen Haus- und Nutztieren wie Hund, Schaf oder Katze wurde es
vergleichsweise spät domestiziert. Dennoch hat es sich zum häufigsten Nutztier entwickelt und gilt
heute als zahlenmässig häufigster Vogel der Welt. In der modernen Gesellschaft begegnet
uns das Huhn vor allem als jederzeit verfügbares Lebensmittel. Durch gezielte Zucht wurde das
einstige Wildhuhn und spätere Hofhuhn in den vergangenen Jahrzehnten stark auf Leistung optimiert
– und wurde zum Stallhuhn. So erreichte im Jahr 2021 der Bestand an Nutzhühnern in der Schweiz
einen Rekord von knapp 15 Millionen Tieren! Konsumiert wird in der Schweiz durchschnittlich fast 200
Eier und 15 Kilogramm Pouletfleisch pro Kopf und Jahr. Dabei stammt nur rund zwei Drittel des in der
Schweiz gegessenen Pouletfleischs aus Schweizer Produktion, mit steigender Tendenz. Ein Drittel
stammt aus ausländischer Produktion, allen voran aus Brasilien. Erstaunen mag, dass die auf
Höchstleistung getrimmten Lege- und Masthühner immer noch Verhaltensweisen und Merkmale ihrer
wilden Vorfahren zeigen, wenn man sie denn lässt! Artgerechte Haltungsbedingungen werden in den
letzten Jahren vermehrt wieder verlangt, so dass das Stallhuhn wieder häufiger Auslauf erhält. Gründe genug also, das Huhn besser kennenzulernen! Ergänzendes spielend
erfahren Dass die Hühner nicht nur krähen oder gackern kann an einer Audiostation
angehört werden. Ihr Wortschatz besteht aus mindestens 20 Botschaften. Und auch Fake-News
kennen sie: So lockt ein Hahn die Hennen mit dem Futterruf zu sich. Doch erwartet sie dort nicht ein
gefüllter Napf sondern ein paarungswilliger Hahn. Zum Ausstellungsabschluss werden
Besuchende dazu eingeladen, ein Ei nach ihrem Bedürfnis zu «kaufen». So kann ausgewählt werden
zwischen Bio-Ei, Ei aus der Freilandhaltung, der Bodenhaltung, einem Importei oder einem veganen
Eiersatz. Ein partizipatives Element, mit dem sich das Kaufverhalten unserer Besuchenden abbilden
lässt. Insbesondere jüngere Besucherinnen und Besucher können den in der Ausstellung
markierten «Hühnerstall» mit einem selbstausgemalten Huhn füllen. Wir hoffen dabei auf eine bunte
Palette an Kunstwerken. Anlässe Vernissage: Dienstag, 12. Mai 2026, 18.30
Uhr im Naturmuseum Solothurn. Der Anlass ist öffentlich. Mittagsführung: Donnerstag, 18.
Juni 2026, 12:15 Uhr im Naturmuseum Solothurn. Der Anlass ist öffentlich und kostenlos. Einführung für Lehrpersonen: Donnerstag, 21. Mai, 17.15 bis 18.30 Uhr im Naturmuseum
Solothurn. Anmeldung an Kontakt Thomas Briner, Museumsleiter,
Joya Müller, Museumspädagogin, Naturmuseum Solothurn Klosterplatz 2, 4500 Solothurn 032 626 96
60 naturmuseum@solothurn.ch
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