H+ unterstützt bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege klar. Gute Rahmenbedingungen sind
entscheidend, um qualifizierte Fachpersonen im Beruf zu halten, Teams zu stabilisieren und die
Versorgung der Patientinnen und Patienten nachhaltig zu sichern. Entscheidend ist jedoch, dass die
gewählten Massnahmen im Versorgungsalltag wirksam und umsetzbar sind.
Finanzierungslösung über die Tarife zentral Positiv beurteilt H+ den Entscheid des
Nationalrats, die Finanzierung der zusätzlichen Kosten grundsätzlich über die Tarife mit einer
Übergangsregelung sicherzustellen. Dieser Grundsatz ist entscheidend, damit Verbesserungen der
Arbeitsbedingungen nicht zulasten der Versorgung gehen. So hält H+ Direktorin Anne-Geneviève
Bütikofer fest: "Wer bessere Arbeitsbedingungen will, muss auch deren Finanzierung sicherstellen.
Nur so können die Massnahmen in der Praxis umgesetzt werden, ohne die Spitäler zusätzlich unter
finanziellen Druck zu setzen". Starre Vorgaben bergen Risiken für die Versorgung
Kritisch beurteilt H+ hingegen verschiedene beschlossene Einzelmassnahmen,
insbesondere die gesetzlich festgelegten Zuschläge für Sonntagsarbeit sowie für ungeplante
Einsätze und die zusätzlichen Regelungskompetenzen des Bundesrats bei Bereitschafts- und
Pikettdiensten. Solche unflexiblen Vorgaben tragen den sehr unterschiedlichen Realitäten
von Spitälern und Kliniken nur unzureichend Rechnung. Sie können zu zusätzlicher Bürokratie,
höheren Kosten und neuen personellen Engpässen führen und damit im Ergebnis die Versorgung der
Patientinnen und Patienten beeinträchtigen. Auch die Zustimmung zur GAV-
Verhandlungspflicht sieht H+ kritisch. Gute Arbeitsbedingungen entstehen in der Praxis durch
funktionierende Sozialpartnerschaft und flexible Lösungen vor Ort, nicht durch starre gesetzliche
Verpflichtungen. Denn nicht in jedem Spital oder Klinik sind GAV sinnvoll und eine Garantie für
bessere Arbeitsbedingungen. Oft entstehen bessere Arbeitsbedingungen für das Personal aus der
Praxis heraus und nicht aufgrund von gesetzlichen Vorgaben. H+ betont, dass viele
Institutionen bereits heute aktiv Verbesserungen umsetzen. Beispiele aus der Praxis zeigen, dass
flexible Arbeitszeitmodelle, bessere Planbarkeit und gezielte Entlastungsmassnahmen die
Arbeitsbedingungen wirksam verbessern können. Weiter lehnt H+ die vom Nationalrat
beschlossenen Vorgaben betreffend Personaldotation ab. Auch wenn die Überlegungen dahinter
durchaus richtig sind, werden sie in der Praxis aufgrund des Fachkräftemangels und der fehlenden
Finanzierung kaum umsetzbar sein. Zudem ist der Personalbedarf dynamisch und hängt von
verschiedenen Faktoren ab. Versorgung der Patientinnen und Patienten im Fokus
Für H+ sind bessere Arbeitsbedingungen kein Selbstzweck. Sie dienen der Sicherstellung
einer qualitativ hochwertigen Versorgung. Stabile Teams, weniger Fluktuation und verlässliche
Arbeitsbedingungen kommen letztlich auch den Patientinnen und Patienten zugute - durch mehr
Kontinuität, Sicherheit und Qualität im Alltag. Weitere Beratungen entscheidend Der Nationalrat hat vor allem in der Finanzierung der Mehrkosten einen wichtigen Akzent
gesetzt. Entscheidend wird sein, ob die vorberatende Kommission des Ständerats sowie der Zweitrat
dem Nationalrat folgen wird. H+ wird die weiteren Beratungen eng begleiten und sich weiterhin für
eine Umsetzung der Pflegeinitiative einsetzen, die wirksam, praxistauglich und finanzierbar ist. Pressekontakt: Anne-Geneviève
Bütikofer, Direktorin Tel.: 031 335 11 63 E-Mail:
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