Wie lässt sich die Funktion des Gehirns ohne belastende Strahlen sichtbar machen? Vom SNF
finanzierte Forschende entwickeln Farbmoleküle, um die Hirnprozesse per Nahinfrarot zu
beobachten. Ein anderes Projekt untersucht die physikalischen und chemischen Eigenschaften von
Reifenabrieb-Partikeln. Und ein Forschungsteam erarbeitet Grundlagen für die Regulierung
elektronischer Beweismittel. Dadurch soll es möglich werden, Strafverfolgung und Schutz der
Privatsphäre besser in Einklang zu bringen. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt der rund 2400
Forschungsprojekte, die der SNF im Jahr 2025 quer durch alle Fachrichtungen bewilligt hat. "Ihre
Ergebnisse werden wesentlich zur Innovationskraft der Schweiz beitragen", freut sich Torsten
Schwede, Präsident des Forschungsrats. "Zudem sind in den geförderten Projekten mehrere tausend
Nachwuchsforschende tätig, von denen viele später als hochqualifizierte Arbeitskräfte in die
Privatwirtschaft wechseln werden." Tiefere Erfolgsquote in der Projektförderung Alle Projekte setzten sich in Wettbewerbsverfahren nach höchsten internationalen Standards
durch. Von den 1,2 Milliarden Franken investierte der SNF 716 Millionen in die sogenannte
Projektförderung, bei der erfahrene Forscherinnen und Forscher mit ihrem Team ein selbstgewähltes
Thema bearbeiten. Sie ist das wichtigste Instrument, um die Grundlagenforschung zu unterstützen.
In die Projektförderung flossen damit 2025 mehr Mittel als 2024. Diese reichten jedoch bei
weitem nicht aus, um der Nachfrage gerecht zu werden. Der SNF konnte nur noch 30 Prozent der
Gesuche bewilligen, deutlich weniger als im Jahr 2024 (36 Prozent). Viele exzellente Projekte
erhielten keine Finanzierung. Inzwischen hat der SNF sowohl die Anzahl der Gesuche pro
Person als auch die Höhe der verlangten Mittel begrenzt. Damit will er die Erfolgsquoten stabilisieren
und die Breite der geförderten herausragenden Forschung beibehalten.
Förderinstrumente angepasst In den kommenden Jahren wird die Schere zwischen
der Nachfrage und den zur Verfügung stehenden Mitteln weiter aufgehen. Denn der Bund hat im
Rahmen des Entlastungspakets 27 das Budget um fünf Prozent gekürzt. Von 2027 bis 2029 wird der
SNF insgesamt rund 200 Millionen Franken weniger erhalten. Deshalb hat er im Jahr 2025
Änderungen seiner Forschungsförderung beschlossen. So pausiert, reduziert oder streicht er
mehrere Förderinstrumente. Ursprünglich hatte der Bundesrat die Mittel des SNF sogar um
zehn Prozent kürzen wollen. Eine Sparmassnahme in diesem Umfang lehnte das Parlament jedoch
im März 2026 mit Blick auf die Bedeutung der Forschung ab. Dennoch plant der Bundesrat
voraussichtlich eine zusätzliche Kürzung von mindestens einem Prozent für das SNF-Budget 2027.
6000 Projekte und 24'000 Forschende Wie wichtig die vom SNF geförderte
Forschung ist, zeigen auch die Zahlen von Ende 2025: Gesamthaft waren zu diesem Zeitpunkt mehr
als 6000 Projekte im Gang. Daran beteiligten sich rund 24'000 Forschende von Hochschulen und
anderen Institutionen, davon 42 Prozent Frauen. 39 Prozent der Forschenden waren jünger als 35
Jahre. Der Anteil an Forscherinnen, die ein Projekt leiten, betrug 35 Prozent. Weitere
Informationen vermittelt der Jahresbericht 2025. Die detaillierten Kennzahlen und Angaben zu allen
geförderten Projekten sind auf dem SNF-Datenportal zugänglich. Ausgewählte Einblicke
ins Jahr 2025 50 Jahre NFP: Seit 1975 haben über 80 Nationale Forschungsprogramme
(NFP) des SNF zur Lösung aktueller Herausforderungen beigetragen. Die Ergebnisse, ob zu
künstlicher Intelligenz, antimikrobieller Resistenz oder Covid-19, sind relevant für Politik und
Gesellschaft. Forschungsrat und Co-Direktion: Im April 2025 hat der neu strukturierte
Forschungsrat unter der Leitung von Torsten Schwede die Arbeit begonnen. Gleichzeitig übernahm
die Co-Direktion mit Katrin Milzow und Thomas Werder Schläpfer die Führung der Geschäftsstelle in
Bern. Zusammenarbeit mit der Ukraine: Eine Delegation der ukrainischen Förderorganisation
hat im Mai 2025 den SNF besucht. Bereits 2023 hatten die beiden Organisationen eine gemeinsame
Ausschreibung lanciert. An 20 geförderten Projekten sind mehr als 80 Forschende aus der Ukraine
beteiligt. Grundlagenforschung: Der SNF fördert mit dem Grossteil seines Budgets die
Grundlagenforschung. Ihre essenzielle Bedeutung für die Schweiz hat er ab Herbst 2025 in einer
Serie von Artikeln und Videos kommuniziert. Transparenz durch Daten: Seit 50 Jahren liegen
die Daten zur SNF-Forschungsförderung digital vor. Ausführliche Informationen über rund 90'000
finanzierte Projekte sind für alle Interessierten öffentlich zugänglich. 2025 ist die Datenbank mehrere
hunderttausend Mal aufgerufen worden. Globaler Süden: Ende 2025 haben der SNF und die
DEZA eine zweite Phase des Programms SOR4D gestartet. Sie läuft von 2026 bis 2031 mit einem
Budget von 22 Millionen Franken. Forschende und Praxispartner:innen aus der Schweiz und dem
Globalen Süden nehmen am Programm teil. Gemeinsam entwickeln sie Lösungen für nachhaltige
Entwicklung und Armutsbekämpfung. Der Text dieser Medienmitteilung und weitere
Informationen stehen auf der Pressekontakt: Abteilung: Kommunikation E-Mail:
www.kmu-press.ch ist ein Angebot von www.help.ch. Nutzen Sie KMU-Press.ch, die spezialisierte Plattform für Pressemitteilungen von Schweizer KMU.
Als Betreiber von KMU-Press.ch steht HELP.ch für hohe Reichweite, professionelle Veröffentlichung und maximale Sichtbarkeit Ihrer Unternehmensnews.
Mit einer Vielzahl an Ressourcen und Lösungen, die gezielt auf die Bedürfnisse von Schweizer KMU zugeschnitten sind, bietet HELP.ch eine leistungsstarke Plattform für Unternehmenskommunikation und Online-Sichtbarkeit.