Jede dritte Person in der Schweiz sieht den Umwelt- und Klimaschutz als zentrale Herausforderung für unsere Gesellschaft. Laut einer Studie der Grossbank UBS vom vergangenen Dezember handelt es sich dabei um die zweitgrösste Sorge der Bevölkerung. Zumindest beim Onlineshopping zeigt sich aber, dass unsere Sorgen und unser Handeln nicht immer Hand in Hand gehen.
Der Anteil an den Bestellungen bei Galaxus, bei denen Kundinnen und Kunden einen freiwilligen Klimabeitrag bezahlen, sinkt seit Jahren. Aktuell entscheiden sich neun von hundert Kundinnen und Kunden in der Schweiz für die freiwillige Abgabe. 2022 setzten sie noch bei knapp zwölf Prozent aller Bestellungen das Häkchen für den freiwilligen CO2-Beitrag.
Verglichen mit Deutschland ist die Galaxus-Kundschaft in der Schweiz beim Klimabeitrag aber noch deutlich spendabler. Das dürfte damit zusammenhängen, dass der Klimawandel in Deutschland aktuell nur auf Platz 8 der grössten gesellschaftlichen Sorgen liegt. An der Spitze stehen die Themen Einwanderung sowie Armut und soziale Ungleichheit.
Im ersten Quartal 2026 leisteten die Kundinnen und Kunden in der Bundesrepublik bei knapp vier Prozent aller Bestellungen einen freiwilligen Klimabeitrag – ein neuer Tiefstand. 2022 lag der Anteil an Bestellungen mit Klimabeitrag mit acht Prozent noch doppelt so hoch.
Stadt-Land-Graben beim freiwilligen Klimabeitrag Dass Basel-Stadt, Zürich und Bern beim Klimabeitrag pro Bestellung die Nase vorn haben, überrascht kaum: Die Grossstadtkantone gelten politisch seit jeher als links-grüne Hochburgen. Das Schlusslicht bilden die ländlich geprägten Kantone Appenzell Innerrhoden, Wallis und Freiburg.
In Deutschland lassen sich die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen ihre Bestellungen, zum Wohle der Umwelt, etwas mehr kosten. In Thüringen, Sachsen- Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und in Sachsen ist der Klimabeitrag hingegen weniger beliebt.
Aber wenn man ganz ehrlich ist, wäre die nachhaltigste Massnahme, schlicht weniger zu konsumieren. Doch der Trend zeigt zumindest bei Galaxus seit Jahren in eine andere Richtung.
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