HEKS ist seit Jahrzehnten in der Region tätig und mit Büros in Damaskus, Beirut, Jerusalem und
Gaza präsent. Gerne können wir Ihnen ein Gespräch mit Dima Wehbi in Beirut oder Hakam Awad in
Jerusalem vermitteln. Bilanz der Gewalt ist erschütternd Die aktuelle
Eskalation der Gewalt im Nahen Osten – insbesondere die jüngsten Angriffe Israels auf den Libanon
– hat die dramatische humanitäre Krise noch weiter verschärft. Obwohl seit gestern eine brüchige
Waffenruhe in Kraft ist, bleiben die Folgen verheerend: Die Vertreibung über einer Million Menschen,
die hohen zivilen Opferzahlen und die Zerstörung ziviler Infrastruktur verstossen gegen humanitäres
Völkerrecht. Die Bilanz der Gewalt ist erschütternd: Im Libanon allein sind über 2000 Tote
und über 6900 Verletzte zu beklagen. Die israelische Armee hat ganze Dörfer im Südlibanon zerstört.
Die Lage ist prekär: Menschen schlafen im Freien, Notunterkünfte sind überfüllt, und es fehlt an
Wasser, Nahrung und medizinischer Versorgung. HEKS im Libanon HEKS
ist seit Jahren mit seiner Partnerorganisation «Association Najdeh» im am stärksten betroffenen
Gebiet südlich des Litani-Flusses aktiv – insbesondere im Umfeld von palästinensischen
Geflüchtetenlagern. So konnte in der aktuellen Krise rasch Nothilfe geleistet werden: Etwa 1400
Familien, die neu in den Geflüchtetenlagern Zuflucht suchen, erhalten eine finanzielle Unterstützung.
Im Mai werden dann nochmals besonders schutzbedürftige Haushalte (alleinstehende Mütter, ältere
Menschen, Haushalte mit Menschen mit Behinderung) mit einer zweiten Zahlung unterstützt. Damit
können die Menschen flexibel auf ihre individuelle Notlage reagieren und das Nötigste zum
Überleben besorgen. Zudem verteilt unsere langjährige Partnerorganisation, die Vereinigung
der Armenischen Evangelischen Kirchen im Nahen Osten, in Beirut Gutscheine an 150 vertriebene
Familien und unterstützt Schüler:innen, deren Eltern durch den Krieg ihr Einkommen verloren haben,
bei der Begleichung der Schulgebühren. Nothilfe auch im Gazastreifen und
Westjordanland Im Gazastreifen kommt es trotz des brüchigen Waffenstillstands
weiterhin zu Gewalt gegen Zivilist:innen. Der Zugang für Hilfslieferungen ist nach wie vor
unzureichend und die politische Blockade verschärft die Not der Bevölkerung. Im Westjordanland hat
sich die Siedlergewalt in den vergangenen Jahren weiter zugespitzt. Die Tötung und systematische
Vertreibung tausender Menschen und der beschleunigte Siedlungsausbau untergraben jede
Perspektive auf Frieden. Auch in den palästinensischen Gebieten leisten wir Nothilfe für jene
Menschen, die am stärksten von der anhaltenden Eskalation der Gewalt betroffen sind. So stellen
HEKS und seine Partnerorganisationen beispielsweise in Gaza Baumaterial zur Verfügung, um
beschädigte Häuser und Unterkünfte zu reparieren oder sie versorgen Bäuerinnen und Bauern mit
Saatgut und Düngemitteln. Auch in dieser scheinbar ausweglosen Situation setzt sich HEKS
weiterhin dafür ein, die Gewalt zu beenden, und steht seinen Partnerorganisationen und
Gemeinschaften vor Ort weiterhin zur Seite. Wir stärken zivilgesellschaftliche Akteure in Israel und
Palästina, die sich mit gewaltfreien Mitteln für die Überwindung der bestehenden Konflikte und
Ungleichheiten einsetzen. Denn nur gemeinsam und zusammen mit einer starken Zivilgesellschaft
können neue Ansätze gefunden werden, die aus der Spirale der Gewalt herausführen und auf den
Schutz der Rechte aller Menschen hinarbeiten. HEKS fordert die Einhaltung des
Völkerrechts Angesichts der dramatischen Entwicklungen fordert HEKS von allen
Konfliktparteien in der Region die sofortige Deeskalation und die Einhaltung des Völkerrechts.
Zivilist:innen auf allen Seiten des Konflikts müssen geschützt und das humanitäre Völkerrecht
respektiert werden. Angriffe auf die zivile Infrastruktur, medizinisches Personal und Hilfskräfte sind
inakzeptabel. Zudem muss der Zugang für humanitäre Helfer:innen in allen Konfliktgebieten
gewährleistet werden. Dafür müssen sich Staaten, Organisationen und die Zivilgesellschaft weltweit
einsetzen. Insbesondere die Schweiz muss klar Stellung für die ausnahmslose Einhaltung des
humanitären Völkerrechts beziehen. Wer, wenn nicht sie als Depositärstaat der Genfer Konventionen
und mit ihrer humanitären Tradition, soll schwerwiegende Verletzungen des Völkerrechts klar und
dezidiert benennen und sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln für die Einhaltung des
Völkerrechts und die Stärkung des weltweiten humanitären Systems engagieren? Auch wenn
die Situation im Nahen Osten momentan hoffnungslos erscheint, wird HEKS den Menschen vor Ort
weiterhin beistehen. Dies können wir aber nur dank Ihnen. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit
einer Spende. Herzlichen Dank für Ihre Solidarität! Medienkontakt: Rahel
Schmucki, Mediensprecherin HEKS; HEKS ist seit Jahrzehnten in der
Region tätig und mit Büros in Damaskus, Beirut, Jerusalem und Gaza präsent. Gerne können wir
Ihnen ein Gespräch mit Dima Wehbi in Beirut oder Hakam Awad in Jerusalem vermitteln. Rahel Schmucki
Medien & Information
HEKS - Hilfswerk der Evangelischen Kirchen
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Telefon: 076 461 88 70
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