Die Initiative stellt Zuwanderung als Last für Infrastruktur und Gesellschaft dar. Dabei verkennt sie,
dass Migrantinnen und Migranten zentral sind für das Funktionieren der Wirtschaft und der Versorgung.
Migrantinnen und Migranten - insbesondere Geflüchtete - für gesellschaftliche Herausforderungen in
Bereichen wie Umweltschutz, Verkehr, Gesundheit oder Sozialversicherungen verantwortlich zu
machen, ist aus Sicht der Caritas falsch und befeuert Ängste. Die Initiative zielt zuerst auf die
verletzlichsten Menschen und ist ein Angriff auf den Flüchtlingsschutz. Dabei beeinflusst die
Zuwanderung über das Asylsystem das Wachstum der Bevölkerung nur marginal. Der Grossteil der
Zuwanderung geschieht aufgrund der Nachfrage des Arbeitsmarkts. Die geforderten
unverhältnismässigen Massnahmen im Asylbereich würden den Flüchtlingsschutz komplett untergraben.
Aufgrund der Initiative müssten sogar die Genfer Flüchtlingskonvention, die Europäische
Menschenrechtskonvention und die Kinderrechtskonvention gekündigt werden. Mit einem solchen
Schritt würde die Schweiz die Glaubwürdigkeit als Verfechterin von humanitären Werten und Vermittlerin
in internationalen Krisen verlieren. Aus diesen Gründen hat der Vorstand von Caritas Schweiz
die Nein-Parole für die Abstimmung vom 14. Juni gefasst. Caritas Schweiz beteiligt sich zudem an der
Kampagne "Nein zur SVP-Chaos-Initiative" der Schweizerischen Flüchtlingshilfe. Pressekontakt: Livia Leykauf, Mediensprecherin Caritas
Schweiz 076 233 45 04
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