Die Wahl eines geeigneten Helms ist entscheidend, um Komfort und Alltagstauglichkeit zu
gewährleisten. Das Vergleichen hilft, die Unterschiede zwischen den Modellen besser zu verstehen -
sowohl hinsichtlich Handhabung als auch Komfort, Geräuschentwicklung, Ausstattung und
Brillenkompatibilität - und die Vor- und Nachteile der einzelnen Typen im praktischen Einsatz zu
erkennen. Handhabung, Komfort und Alltagstauglichkeit Jet- und Klapphelme
sind allgemein einfacher zu handhaben als Integralhelme, insbesondere beim Auf- und Absetzen, mit
oder ohne Handschuhe. Alle Modelle verfügen über einfache mikrometrische Verschlüsse, mit
Ausnahme des Shark Spartan RS, der mit einem Doppel-D-Verschluss ausgestattet ist, welcher mit
Handschuhen weniger praktisch ist. Die Einstellsysteme sind durchwegs effizient, wobei sich einige
Modelle wie der Shoei J-Cruise 3 durch besonders einfache Bedienung auszeichnen. Die
Passform variiert je nach Modell und Kopfform. Druckstellen treten bei den Modellen Caberg Levo X
und HJC F100 Carbon im Nacken- oder Kieferbereich auf, sowie beim iXS 422 FG 2.2 am Hinterkopf
und an der Stirn. Auch die Verschlüsse der Modelle AGV K5 Jet Evo und Nolan X-1005 Ultra können
Druck im Nackenbereich verursachen. Innenfutter und Verarbeitung sind insgesamt zufriedenstellend
und pflegeleicht. Die Gewichte entsprechen den Herstellerangaben, mit Ausnahme der Modelle iXS
422 FG 2.2 und LS2 FF811 Vector 2, die etwas schwerer sind als angegeben. Bei den
Visieren und Sonnenblenden sind keine Mängel festzustellen. Sie schneiden alle gut ab. Das Visier
des Shoei J-Cruise 3 wird an zwei Punkten bedient, jene der Modelle Caberg Levo X und LS2 FF811
Vector 2 erfordern mehr Kraft, und das des HJC F100 Carbon muss mit beiden Händen bedient
werden. Der HJC F100 Carbon ist zudem der einzige Klapphelm, der mit geöffnetem Visier und
hochgeklapptem Kinnteil verwendet werden kann. Bei den Sonnenblenden bietet der Nolan X-1005
Ultra eine praktische automatische Rückstellung, während jene des LS2 FF811 Vector 2 die Sicht
leicht beeinträchtigen kann. Fahrverhalten und Ausstattung Beim Fahren
zeigen alle Helme Stabilität und bieten gute Bewegungsfreiheit. Integral- und geschlossene
Klapphelme sind leiser, während Jethelme ein grösseres Sichtfeld bieten. Die Belüftung ist bei allen
Modellen zufriedenstellend, mit sehr guten Ergebnissen bei den Modellen AGV K5 Jet Evo und LS2
FF811 Vector 2. Der HJC F100 Carbon kann auch mit hochgeklapptem Kinnteil genutzt werden. Grössere Unterschiede zeigen sich bei der Ausstattung. Shoei, Nolan, Caberg, Shark und
Schuberth bieten Helme, die mit Kommunikationssystemen kompatibel sind, wobei der Schuberth J2
bereits integrierte Lautsprecher besitzt. Die Modelle von HJC, iXS und LS2 sind hingegen nicht
vorgerüstet. Das Tragen von Brillen ist bei den Helmen Schuberth J2, HJC F100 Carbon,
Nolan X-1005 Ultra und Shark Spartan RS komfortabel, mit guter Positionierung der Bügel und ohne
Druck an den Schläfen. Bei den Modellen AGV K5 Jet Evo, Shoei J-Cruise 3, Caberg Levo X und iXS
422 FG 2.2 können Brillen getragen werden, jedoch sitzen die Bügel nicht mehr korrekt hinter dem
Ohr, was störend sein kann. Mit dem Helm LS2 FF811 Vector 2 können gar keine Brillen getragen
werden. Eine Wahl, die vor allem vom Einsatzzweck abhängt Der Test zeigt,
dass die Wahl des Helms stark von den individuellen Bedürfnissen abhängt. Der Integralhelm bietet
den besten Schutz, während der Jethelm Komfort und Freiheit in den Vordergrund stellt. Der
Klapphelm kombiniert Elemente beider und stellt oft einen ausgewogenen Kompromiss dar. Der TCS
empfiehlt, mehrere Modelle anzuprobieren, um die passende Grösse und optimale Passform zu
finden. Tipps des TCS Pressekontakt: Vanessa Flack,
Mediensprecherin TCS Tel. 058 827 34 41
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