Weniger Vielfalt durch
saisonale Produkte wird mehrheitlich akzeptiert Saisonalität ist für viele der Befragten ein
wichtiger Orientierungspunkt und wird beim Einkauf häufig berücksichtigt. Im Alltag verliert sie jedoch
an Verbindlichkeit – insbesondere dann, wenn ganze Mahlzeiten saisonal gestaltet werden sollen.
Wissen über saisonale Lebensmittel ist zwar vorhanden, reicht aber allein nicht aus, um
entsprechendes Verhalten konsequent umzusetzen. An der Befragung im November 2025 nahmen
insgesamt 3’001 Personen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teil. Offenheit
gegenüber kleinerer Auswahl im Gemüseregal Ein stärker saisonal ausgerichtetes
Lebensmittelangebot wird mehrheitlich positiv oder neutral bewertet. Viele Konsumentinnen und
Konsumenten trauen sich zu, auch mit eingeschränkter Auswahl abwechslungsreich zu kochen. In
einer direkten Abwägung bevorzugt eine deutliche Mehrheit sogar eine reduzierte Auswahl zugunsten
saisonaler und regionaler Produkte. Entscheidend ist die Alltagstauglichkeit: «Wer weiss, wie man mit
saisonalen Lebensmitteln kocht und plant, akzeptiert eine kleinere Auswahl deutlich eher», sagt
ZHAW-Studienleiterin Pia Furchheim. Die Studie zeigt zudem einen Alterseffekt: Ältere Menschen
akzeptieren eine geringere Auswahl bei saisonalen Lebensmitteln deutlich eher als jüngere (87.6
Prozent bei über 60-Jährigen vs. 69.9 Prozent bei 18- bis 39-Jährigen). Klare
Orientierung elementar für Umsetzung im Alltag Für eine stärkere Verankerung
saisonaler Ernährung braucht es vor allem praktische Orientierung im Alltag. Befragte wünschen sich
eine klare Kennzeichnung saisonaler Produkte, transparente Kommunikation bei Nichtverfügbarkeit
sowie einfache Hilfestellungen für Einkauf und Planung. Die Bereitschaft zur Veränderung ist
vorhanden – entscheidend ist, wie gut sich saisonale Ernährung im Alltag umsetzen lässt. «Für
Handel und Kommunikation ergibt sich daraus ein klarer Auftrag», bewertet Furchheim die
Ergebnisse. Kontakt Prof. Dr. Pia Furchheim ZHAW Medienstelle Bei Fragen und Akkreditierung zum
Circular Lab Event: David Kübler Die umfangreichen Ergebnisse der Studie sowie weiterführende Fragestellungen werden an der
Circular Lab Konferenz «Forum zur Zukunft der Land- und Ernährungswirtschaft» am 22. April 2026
im SQUARE der Universität St.Gallen diskutiert. Die Konferenz wird vom Circular Lab durchgeführt,
federführend durch die OST – Ostschweizer Fachhochschule und die ZHAW. Circular
Lab Die Studie wurde vom Institut für Marketing Management der ZHAW School of
Management and Law im Rahmen des Circular Labs durchgeführt. Das Circular Lab ist ein
interdisziplinärer Forschungs- und Praxisverbund mit dem Ziel, die Kreislaufwirtschaft in der
Vierländerregion Bodensee voranzubringen. Als zentraler Hub für zirkuläre Innovation und
wirtschaftsnahe Nachhaltigkeit entwickelt das Lab gemeinsam mit Unternehmen, Hochschule und
weiteren Akteurinnen und Akteuren, praktikable Ansätze zur Umsetzung zirkulärer Wertschöpfung,
insbesondere in der Textilbranche sowie in der Land- und Ernährungswirtschaft. Das Konsortium
umfasst mehrere Hochschulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie innovative
Unternehmenspartner. Mehr Informationen zum Circular Lab. ZHAW Zürcher Hochschule für
Angewandte Wissenschaften
Professorin Consumer
Behavior
ZHAW School of Management and Law
+41 58 934 41 09
+41 58 934 75 75
Institut für Marketing Management
ZHAW School of
Management and Law
+41 58 934 42 66
Corporate Communications
Medienstelle
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