mooh verlangt mehr Solidarität der Branche und stellt die Weichen für die Zukunft Anspruchsvolles Marktumfeld belastet Ergebnis Präsident Martin Hübscher
blickte auf ein herausforderndes, aber auch wegweisendes Jahr 2025 zurück. Das Jahr 2025 war
durch eine aussergewöhnliche Marktsituation gekennzeichnet: Sehr hohe Milchmengen trafen auf
eine sinkende Nachfrage bei Hauptkunden sowie auf internationale Preiseinbrüche. Gleichzeitig
führten Übermengen in der EU und begrenzte Verarbeitungskapazitäten zu zusätzlichem Druck. mooh übernahm der Marktsituation entsprechend früh Verantwortung und verkaufte bereits im
letzten Herbst im Rahmen der Branchenbeschlüsse umfangreiche C-Milchmengen für den Export, um
den Markt zu entlasten. Dies führte dazu, dass trotz des gesteigerten Nettoerlöses von CHF 458 Mio.
ein Jahresverlust von rund CHF -626'000 resultierte. Die gesamte Milchmenge der Mitglieder belief
sich auf 573 Mio. Kilogramm und unterstreicht die weiterhin starke Produktionsbasis der
Genossenschaft. Strategie weiterentwickelt und auf Zukunft ausgerichtet Als
Reaktion auf die veränderten Marktbedingungen hat mooh ihre Strategie überprüft und
weiterentwickelt. Mit der angepassten Strategie will mooh dafür sorgen, dass ihre Produzenten
wieder einen fairen Anteil an der geschützten Milchmenge im Schweizer Markt erhalten.
Zu
dieser Strategie gehören: Auch personell bereitet sich mooh auf die bevorstehenden Herausforderungen vor und verstärkt
und verjüngt sich im Verwaltungsrat. So wurden neu Manuel Ender (Büsserach, SO) und Peter
Nüesch (Widnau, SG) in den Verwaltungsrat gewählt. Im Zuge dieser Veränderungen wurde Hans
Tanner (Degersheim, SG) verabschiedet. Resolution für eine faire Lastenverteilung
Gar nicht zufrieden sind mooh und ihre Lieferanten damit, dass die Solidarität aller
Branchenteilnehmer bei der Marktentlastung weitgehend fehlte. Verschiedene Genossenschafter
äusserten sich sehr kritisch zu der fehlenden Umsetzung der beschlossenen Massnahmen der
Branchenorganisation Milch (BOM) und der Schweizer Milchproduzenten (SMP).
Branchenbeschlüsse zur Verteilung der C-Mengen wurden bisher nicht umgesetzt, und die
Produzenten von mooh tragen die Kosten der Marktentlastung massiv überproportional. Entsprechend verabschiedete die Delegiertenversammlung mit klarer Mehrheit die Resolution an
die SMP und die BOM für eine faire Lastenverteilung. Resolution für eine faire
Lastenverteilung und einen stabilen Milchmarkt Als Produzentenorganisation vertritt
mooh die Position der Milchproduzenten im Markt. So konnte mooh von 2020 bis 2024 massgeblich
dazu beitragen, dass die Milchbauern in der Schweiz mit steigenden Milchpreisen von der guten
Nachfrage profitierten. Im letzten Jahr mit den Milchüberschüssen und
Verarbeitungsengpässen wurden mooh die Abnahmemengen von verschiedenen Verarbeitern massiv
gekürzt. Käsereien und Molkereien verschonen ihre Direktlieferanten von
Mengenbeschränkungen und C-Milchmengen und bestellen einfach weniger Milch von
Produzentenorganisationen wie mooh. Die Priorisierung einzelner Lieferantengruppen erfolgt oft
bewusst, um mooh als grösste Produzentenorganisation und damit die Position der Milchproduzenten
generell nachhaltig zu schwächen. Die priorisierten Direktlieferanten unterstützen das Vorgehen, weil
sie kurzfristig davon profitieren. Eine einseitige Lastenverteilung hat aber zur Folge, dass sich
die benachteiligten Produzenten und ihre Organisationen Ihren Marktanteil am geschützten
Schweizer Markt zurückerkämpfen. Dies verwässert die stabilisierende Wirkung der
Entlastungsmassnahmen und führt infolge Unterbietungen zu einem Preisverfall, unter welchem alle
Milchlieferanten in der Schweiz betroffen sind. Wertschöpfung wird so unnötig vernichtet!
Die Genossenschafter der mooh zeigen sich an Ihrer Generalversammlung vom 9. April
sehr besorgt über diese Entwicklung und richten folgenden Appell an die Schweizer
Milchproduzenten und an die BO-Milch: Generalversammlung mooh Genossenschaft, 9. April 2026 Für weitere Auskünfte
stehen zur Verfügung:
Präsident des Verwaltungsrates
+41 58 220 34 50
Daniel Schreiber
Vizepräsident des Verwaltungsrates
+41 58 220 34 51
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