2025 war geprägt von Grossanlässen von nationaler Bedeutung, darunter der Eurovision Song
Contest (ESC) in Basel, die Fussball-Europameisterschaft der Frauen (UEFA Women's EURO) in der
Schweiz und das Eidgenössische Schwing und Älplerfest (ESAF) in Mollis. Die SRG hat diese Events
umfassend begleitet und dem Publikum erinnerungswürdige Erlebnisse verschafft. Dies widerspiegelt
sich in eindrücklichen Zuschauerzahlen: So verfolgten durchschnittlich 965'000 Personen die vier
Partien der Schweizer Nati an der UEFA Women's EURO 2025, was einem Marktanteil von 59,1
Prozent zur besten Sendezeit entspricht. Die Lauberhornabfahrt erreichte im Schnitt 1'221'000
Personen und erzielte einen Marktanteil von 77,5 Prozent. Insgesamt erreichen wir in allen Sprachen
und Regionen unser Publikum, insbesondere auch die Jungen. So bleibt die Nutzung der SRG-
Kanäle weiterhin hoch: 81 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren nutzen die SRG-Angebote über
Radio, TV, Websites, Apps oder Social Media mindestens einmal wöchentlich. 2025 stand
bereits im Zeichen von Enavant. Im Rahmen der unternehmensweiten Transformation gibt sich die
SRG neue Strukturen und Prozesse, stellt die verstärkte Zusammenarbeit über alle Regionen hinweg
sicher und richtet sich für die Zukunft konsequent an den sich verändernden Bedürfnissen des
Publikums aus. Gleichzeitig wurden auch Kostensenkungsmassnahmen gestartet, um der vom
Bundesrat beschlossenen Herabsetzung der Haushaltsabgaben ab 2027 zu begegnen.
Rückgang der kommerziellen Erträge durch Grossereignisse abgefedert Die SRG
erwirtschaftete 2025 einen Betriebsertrag von 1,56 Milliarden Franken und schloss das Jahr mit
einem Verlust von 2,9 Millionen Franken ab. Der Ertrag aus der Medienabgabe ist im Vergleich zum
Vorjahr um 33,4 Millionen Franken gesunken. Der reine Werbeertrag liegt 4,1 Millionen Franken unter
dem Vorjahreswert. Der Rückgang konnte im Berichtsjahr jedoch durch Sponsoringeinnahmen bei
Sportgrossereignissen und dank dem ESC etwas abgefedert werden. Hingegen sind die
Programmerträge - zum Beispiel durch höhere Erträge aus Weitersendungsrechten - um 7,0 Millionen
Franken höher als im Vorjahr und somit der kommerzielle Ertrag insgesamt um 3,1 Millionen Franken
gestiegen. Deutlich zulegen konnte auch der übrige Betriebsertrag mit plus 26,8 Millionen Franken,
unter anderem im Zusammenhang mit Dienstleistungen rund um die Übertragung des ESC sowie
dank eines Immobilienverkaufsgewinns. Sinkende Gehaltskosten und reduzierter
Personalbestand Der Betriebsaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 11,4 Millionen
Franken, hauptsächlich wegen Restrukturierungsrückstellungen in Zusammenhang mit der
unternehmensweiten Transformation. Bereinigt zeigt sich jedoch eine sinkende Kostenbasis: Die
effektiven Gehaltskosten gingen um 15,6 Millionen Franken zurück, da der Personalbestand
nachhaltig um 248 FTE (-4,3 Prozent) reduziert wurde. Mit den gebildeten Rückstellungen von 49,7
Mio. Franken zu Lasten der Jahresrechnung 2025 sind die Sozialplankosten für den weiteren
Personalabbau bis 2029 bereits in der Bilanz erfasst und belasten künftige Ergebnisse nicht mehr.
Diese Rückstellungen sind auch der Grund, weshalb der Personalaufwand trotz sinkender Kosten für
Gehälter um rund 23,0 Mio. Franken zugenommen hat. Damit schafft die SRG Spielraum für
zukunftsgerichtete Massnahmen im Rahmen der laufenden Transformation. Die
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagen betrugen 105,3 Millionen Franken und waren
5,9 Millionen Franken höher als im Vorjahr. Die Abschreibungen bewegten sich mit 74 Millionen
Franken 0,5 Millionen Franken über dem Vorjahresniveau. Der neue RTS-Standort auf dem Campus
der EPFL in Ecublens wird aktuell schrittweise in Betrieb genommen, während der Umbau des RSI-
Standorts in Comano planmässig verläuft. Mit einer konsequenten Immobilienstrategie optimiert die
SRG im Rahmen der Transformation die Standorte, reduziert Flächen und senkt damit Kosten. Durch
den Verkauf der RSI-Liegenschaft Lugano-Besso resultiert zudem ein Verkaufsgewinn von über 10
Millionen Franken. Ausblick Für 2026 werden stabile Erträge aus der
Medienabgabe erwartet, da diese erst ab 2027 auf 312 Franken pro Haushalt reduziert wird und 80
Prozent der mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen von der Abgabe befreit sein werden. Eine
weitere Reduktion der Haushaltsabgabe auf 300 Franken ist ab 2029 vorgesehen. Das
aktuelle Medienumfeld bleibt weiterhin mit Risiken behaftet. Eines davon ist etwa der fragile
Werbemarkt mit hoher Volatilität und Verschiebungen hin zu Drittplattformen. Dieses Jahr stehen
jedoch mit den Olympischen Winterspielen und der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft zwei sportliche
Grossereignisse auf der Agenda, die den kommerziellen Bereich punktuell stützen. Mit
Enavant richtet sich die SRG strategisch an den sich verändernden Bedürfnissen des Publikums aus,
passt sich dem tieferen Finanzrahmen an und erbringt Service public in hoher Qualität. Unser Fokus
liegt 2026/27 auf der konsequenten Umsetzung des Transformationsprojekts zur Kostensenkung und
Zukunftssicherung. Der Geschäftsbericht der SRG erscheint Ende April 2026. Pressekontakt: Medienstelle SRG
SSR Nik Leuenberger medienstelle.srg@srgssr.ch / Tel. 058 136 21 21
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