Herz-Kreislauf-Krankheiten und Hirnschläge sind oft dramatische Ereignisse und enden nicht
selten tödlich. Der Hirnschlag verändert jedes Jahr das Leben von rund 22'000 Personen in der
Schweiz. Eine möglichst gute Akutbehandlung von Hirnschlagbetroffenen ist deshalb zentral.
Diesbezüglich sind in den letzten Jahrzehnten grosse Fortschritte erzielt worden. Heute können 95
Prozent der grossen Gefässverschlüsse dank Kathetereingriffen wieder eröffnet und über 70 Prozent
der Gerinnsel komplett entfernt werden. Einen wesentlichen Beitrag zur Optimierung hat der
Neuroradiologe Prof. Marios Psychogios, Leiter diagnostische und interventionelle Neuroradiologie
am Universitätsspital Basel, geleistet. Er hat das sogenannte One-Stop-Verfahren ausgearbeitet, das
die Dauer bis zur Behandlung um 30 Minuten verkürzt. Das bedeutet im Durchschnitt ein um 10
Prozent besseres klinisches Ergebnis. Verbesserung auch bei kleinen
Gefässverschlüssen Ob es gelingt, mittels Kathetereingriffen das Behandlungsergebnis
auch von kleineren Gefässverschlüssen zu verbessern, ist eine weitere Forschungsfrage, die
Psychogios beantworten will. In seiner viel beachteten multizentrischen Studie mit 553 Patient*innen
erwiesen sich die Eingriffe im Vergleich zur medikamentösen Therapie zwar nicht als vorteilhaft, aber
auch nicht von Nachteil. "Für uns bedeutet das neutrale Resultat nicht, dass wir hier aufhören", sagt
der Neuroradiologe. Er glaubt weiterhin, dass der Eingriff Patient*innen helfen kann. Der nächste
Schritt ist nun herauszufinden, wie das Ergebnis zustande gekommen ist und welche Betroffene
künftig von solchen Eingriffen profitieren werden. Forschungspreis Kardiologie:
Plötzlichen Herztod verhindern Rund 7000 Menschen sterben jährlich in der Schweiz an
einem plötzlichen Herztod, auch Herz-Kreislauf-Stillstand genannt. Der Kardiologe Prof. Christoph
Gräni, Leiter der kardialen Bildgebung und Digital Cardiology am Inselspital Bern, nutzt die
Bildgebung dazu, solche gefährlichen Ereignisse künftig erfolgreicher zu verhindern. Eine der
Ursachen, besonders bei jüngeren Sportler*innen, sind angeborene Fehlentwicklungen der
Herzkranzgefässe. Gräni hat mithilfe der künstlichen Intelligenz (KI) ein Verfahren entwickelt, das
seltene und potenziell gefährliche Fehlentwicklungen in der Computertomografie (CT) automatisch
entdeckt. Dieses Verfahren hilft, seltene Herzkrankheiten zu diagnostizieren, die sonst
möglicherweise übersehen würden. Risikobeurteilung und Behandlung optimieren
Die Gefahr eines plötzlichen Herztods droht auch Patient*innen mit bestimmten
Ausprägungen der Herzinsuffizienz. Unter Einbezug der modernen Herz-
Magnetresonanztomographie (MRI) kann man besser voraussagen, bei welchen Betroffenen das
Risiko hoch ist. Christoph Gräni hat in einer grossen Studie aufgezeigt, dass das Ausmass der
Vernarbungen im Herzmuskel viel genauere Voraussagen liefert als das herkömmliche Verfahren,
welches die Pumpfunktion der linken Herzkammer ermittelt. "Dank der neuen Risikobeurteilung
verbessert man künftig die Therapie", sagt Gräni. So erhalten einerseits Patient*innen mit einem
niedrigen Risiko nicht unnötigerweise eine Behandlung, in diesem Fall einen implantierbaren
Defibrillator (ICD). Andererseits können diejenigen, die ein hohes Risiko haben und die man früher
möglicherweise übersehen hat, mit diesem Defibrillator geschützt werden. Zum
Forschungspreis der Schweizerischen Herzstiftung Seit 1981 verleiht die
Schweizerische Herzstiftung einen Forschungspreis. Ausgezeichnet werden eine oder mehrere
hervorragende wissenschaftliche Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Prävention, Diagnose und
Behandlung der Herz-Kreislauf-Krankheiten und des Hirnschlags. Der jährliche Forschungspreis
Kardiologie und der zweijährliche Forschungspreis Hirnschlagmedizin sind mit je 20'000 Franken
dotiert. Hinweis für Medienschaffende
Pressekontakt: Peter Ferloni Leiter Kommunikation Dufourstrasse 30 Postfach, 3000 Bern 14 Telefon 031 388 80 85
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