Konnte an der letztjährigen Generalversammlung noch eine Dividende beantragt werden, so wird
dies für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht der Fall sein. Der Unternehmensgewinn schrumpfte von
CHF 4.6 Mio. auf CHF 0.1 Mio. Obwohl die Verkaufsmenge leicht stieg, wirkten sich die deutlich
gesunkenen Zuckerpreise negativ auf den Umsatz aus. Dieser reduzierte sich auf CHF 234.6 Mio.
(Vorjahr CHF 294.7 Mio.). Das Rübengeld reduzierte sich wegen leicht gesunkenen Rübenpreisen
auf CHF 88.7 Mio. (Vorjahr CHF 95.6 Mio.). Die übrigen Kosten im Warenaufwand sanken um rund
CHF 25 Mio. und weiter reduzierten sich die Kosten für Abschreibungen, ausserordentliche
Aufwendungen und Steuern um rund CHF 24 Mio. Trotz den insgesamt tieferen Kosten sank der
Unternehmensgewinn auf CHF 0.1 Mio. (Vorjahr CHF 4.6 Mio.) und der Cashflow reduzierte sich
ebenfalls von CHF 44.1 Mio. im Vorjahr auf CHF 18.6 Mio. Zuckerpreise und Swissness
drücken die Stimmung Die Verkaufsmengen erhöhten sich leicht auf 225 800 Tonnen
(davon Bio 12’400 Tonnen). Nach Jahren mit Zuckerpreisen bis über 1’000 Franken pro Tonne sind
die Preise inzwischen deutlich gesunken. Die geplanten Kontrakte für das kommende Geschäftsjahr
(2025/2026) konnten zwar mehrheitlich abgeschlossen werden, allerdings nochmals zu tieferen
Preisen. Der verstärkte Import von ausländischem Zucker setzt die Schweizer Zucker AG weiterhin
unter Druck. Zum ersten Mal werden die Konsequenzen aus dem Unterschreiten der 50-Prozent-
Grenze beim Swissness-Selbstversorgungsgrad spürbar. Kunden verwenden vermehrt nur noch 40
Prozent Schweizer Zucker (vormals 80 Prozent) und können trotzdem ihre Produkte mit dem
Schweizer Kreuz ausloben. Die gute Ernte der Kampagne 2025 hilft, eine Trendwende einzuleiten,
um künftig die 50-Prozent-Grenze wieder zu überschreiten. Landwirte machen mit
Die positive Botschaft vorweg: Im zweiten Jahr in Folge stieg die Anbaufläche mit Schweizer
Zuckerrüben an. Nebst einem attraktiven Rübenpreis haben auch die politischen
Rahmenbedingungen zu dieser Steigerung geführt. Rund 3’900 Pflanzerinnen und Pflanzer
entschieden sich nebst anderen Ackerkulturen auch für Zuckerrüben. Die Fläche stieg im
konventionellen Anbau auf 16’480 Hektaren an. Allein in der Schweiz wurden auf diesen 16’480
Hektaren konventioneller Anbaufläche 1,12 Millionen Tonnen Rüben mit einem durchschnittlichen
Zuckergehalt von 14,6 Prozent geerntet. Der Zuckerertrag pro Hektare betrug damit 8,6 Tonnen.
Davon wurden 4’557 Hektaren unter dem IP-Suisse-Label produziert. Die Biofläche stieg um 73
Hektaren auf 314 Hektaren. Insgesamt wurden 1,6 Millionen Tonnen Rüben verarbeitet, 104’000
Tonnen mehr als im Vorjahr. Langes Warten auf Preiserholung Die Unruhen
in der Weltpolitik bleiben bestehen. Der Markt scheint sich an die Unsicherheit zu gewöhnen. Das
wiederum drückt auf die Zuckerpreise. Hinzu kommen die hohen Volumina der grössten globalen
Produktionsländer wie Brasilien oder Indien, die – motiviert von den einst hohen Zuckerpreisen –
verstärkt in Zucker und nicht Ethanol investiert haben. Eine weltweite Überversorgung war die Folge,
was die Preise negativ beeinflusste. Die Zuckerbranche sehnt sich nach einer längst fälligen
Preiserholung, und das nicht nur in der Schweiz. Eine weitere Feststellung aus dem
Zuckerjahr 2024/2025 war die zunehmende Bedeutung der CO2-Reduktion, die mit Nachdruck von
Kunden eingefordert wird. So hat die Schweizer Zucker AG mit der Inbetriebnahme des
Niedertemperaturtrockners in Frauenfeld einen weiteren wichtigen Schritt zur Energie- und damit
CO2-Reduktion gemacht. Zusammen mit den beiden Holzkraftwerken in Aarberg und Frauenfeld
zeigt sich die ökologische Bilanz der Schweizer Zucker sehr erfreulich. Herausforderung – und damit
auch ein zentraler Aspekt im Bereich Forschung und Wissenschaft – ist die CO2-reduzierte
Produktion in der Landwirtschaft. Zusammen mit Partnern aus der Landwirtschaft, wie dem
Schweizer Bauernverband oder dem Schweizerischen Verband der Zuckerrübenpflanzer, ist man
nachdrücklich daran, die Situation kontinuierlich zu verbessern. Neuer Kalkofen in
Frauenfeld Nachdem in der letzten Kampagne der Kalkofen in der Zuckerfabrik
Frauenfeld einen irreparablen Defekt erlitten hat, wird für die Kampagne 2026 ein neuer Ofen
bereitstehen. Die Planung dazu ist abgeschlossen und erste Arbeiten wurden bereits in Angriff
genommen. Wenn der neue gasbetriebene Ofen Mitte September erstmals in Betrieb geht, wird er
kleiner, moderner, leiser und vor allem umweltfreundlicher sein. Diese Investition ist ein Bekenntnis zu
zwei Zuckerfabriken an den Standorten Frauenfeld und Aarberg. Auskunft für
Medienschaffende: Diese
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