Eine neue globale Befragung von 3.700 Business- und IT-Entscheidern, davon 100 in der
Schweiz, ergab, dass 73 Prozent der Schweizer Entscheider (67 Prozent weltweit) bereits unter
Druck standen, KI-Projekte trotz Sicherheitsbedenken zu genehmigen. 7 Prozent von ihnen (14
Prozent global) bezeichneten diese Bedenken sogar als „extrem“, wurden aber dennoch übergangen,
um mit Wettbewerbern und internen Anforderungen Schritt zu halten. Der Druck zu einer
schnellen KI-Einführung wird ausserdem durch uneinheitliche Governance-Strukturen und unklare
Verantwortlichkeiten für KI-Risiken verstärkt. Cybersecurity-Verantwortliche können häufig nur noch
auf Entscheidungen zur KI-Einführung reagieren, die von der Unternehmensführung getroffen
werden. Das führt oftmals zu Behelfslösungen und einer verstärkten Nutzung nicht genehmigter,
sogenannter „Schatten-KI“-Tools. KI-Einführung überholt Sicherheitsmassnahmen
Unternehmen implementieren KI schneller, als sie die damit verbundenen Risiken verwalten
können. Dadurch entsteht eine wachsende Lücke zwischen Ambitionen und Kontrolle. 60 Prozent der
Schweizer Befragten (57 Prozent weltweit) geben an, dass sich KI schneller entwickelt, als sie sie
absichern können. Gleichzeitig äussern 58 Prozent von ihnen (64 Prozent weltweit) nur geringes bis
mittleres Vertrauen in ihre Kenntnisse der rechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von KI im
Unternehmen. Auch die Reife von Governance-Strukturen bleibt niedrig. Weniger als ein
Drittel (30 Prozent) der Schweizer Unternehmen verfügt bereits über umfassende KI-Richtlinien; 66
Prozent befinden sich noch in der Ausarbeitung entsprechender Vorgaben oder haben gerade erst
damit begonnen. Fast die Hälfte (49 Prozent) der Befragten in der Schweiz nennt zudem unklare
regulatorische oder Compliance-Anforderungen als Hindernis für eine sichere KI-Nutzung. In der
Praxis bedeutet dies, dass KI bereits im operativen Geschäft ausgerollt wird, bevor die Regeln für
ihren Einsatz vollständig festgelegt sind. «Unternehmen fehlt es nicht am Bewusstsein für
Risiken, sondern an den Voraussetzungen, um diese wirksam zu managen», sagt Richard Werner,
Security Advisor bei TrendAI. «Wenn die Einführung von KI eher durch Wettbewerbsdruck als durch
reife Governance-Strukturen getrieben wird, entsteht eine Situation, in der KI in kritische Systeme
integriert wird, ohne dass die notwendigen Kontrollen vorhanden sind. Wir müssen Unternehmen
deshalb dabei unterstützen, mit KI solide Ergebnisse zu erzielen und gleichzeitig ihre
Geschäftsrisiken im Griff zu behalten.» Vertrauen in autonome KI bleibt begrenzt Das Vertrauen in fortschrittliche, autonome KI-Systeme befindet sich weiterhin in einer
Reifungsphase. 45 Prozent der Schweizer Entscheider (44 Prozent weltweit) sind optimistisch, dass
agentische KI die Cyberabwehr kurzfristig deutlich verbessern wird. Gleichzeit bestehen weiterhin
Bedenken beim KI-Einsatz: Fast die Hälfte (48 Prozent) der Befragten hierzulande sehen den Zugriff
von KI-Agenten auf sensible Daten als grösstes Risiko. 30 Prozent von ihnen warnen davor, dass
manipulierte Prompts die Sicherheit gefährden könnten, während ein Drittel (33 Prozent) eine
zusätzliche Angriffsfläche für Cyberkriminelle sieht. Ein ähnlich grosser Anteil (28 Prozent) befürchtet
den Missbrauch des Vertrauensstatus von KI-Systemen sowie Risiken durch autonome
Codebereitstellung (33 Prozent). Gleichzeitig gibt ein Drittel der Schweizer Unternehmen an,
dass ihnen die notwendige Transparenz oder Auditierbarkeit dieser Systeme fehlt. Das wirft
grundlegende Fragen darüber auf, wie Unternehmen eingreifen oder Kontrolle ausüben können,
sobald autonome Agenten im Einsatz sind. 33 Prozent der Befragten in der Schweiz unterstützen die
Einführung von „Kill-Switch“-Mechanismen für KI, mit denen Systeme im Fall von Fehlfunktionen oder
Missbrauch abgeschaltet werden können. Etwa die Hälfte (48 Prozent) ist sich hierzu noch unsicher.
Hier zeigt sich ein grundlegendes Problem: Unternehmen bewegen sich in Richtung autonomer KI,
ohne sich darüber einig zu sein, wie Kontrolle in kritischen Situationen gewährleistet werden soll. «Agentic AI bringt Unternehmen eine neue Kategorie von Risiken», ergänzt Rachel Jin, Chief
Platform and Business Officer und Head of TrendAI. «Unsere Studie zeigt, dass die zentralen
Bedenken bereits klar sind – von der Offenlegung sensibler Daten bis hin zum Verlust von Kontrolle.
Ohne Transparenz und Kontrollmechanismen setzen Unternehmen Systeme ein, die sie nicht
vollständig verstehen oder steuern können. Dieses Risiko wird weiter zunehmen, wenn sie keine
Gegenmassnahmen ergreifen.» Über die Studie TrendAI beauftragte SAPIO
Research mit der Befragung von 3.700 IT- und Business-Entscheidern in 23 Ländern, die in
Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden tätig sind. An der Befragung im Februar 2026 nahmen
200 Geschäfts- und IT-Entscheider aus Deutschland sowie je 100 aus Österreich und der Schweiz
teil. Weitere Studienergebnisse können Sie hier einsehen:
https://www.trendmicro.com/explore/trendai-global-ai-study/ Pressestelle TrendAI™
c/o BRAND AFFAIRS AG
Mischa Keller / MSc Business Administration
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