Vor einem Jahr erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,7 Myanmar und forderte über 5'400
Todesopfer. Helvetas hat die Nothilfe seither schrittweise in Wiederaufbauarbeit und langfristige
Unterstützung überführt. Der anhaltende Konflikt im Land erschwert jedoch die dringend benötigte
Hilfe. Zusätzlich belastet die Treibstoffknappheit infolge des Kriegs im Nahen Osten den Alltag der
Menschen weiter. Zehntausende Haushalte in den am stärksten betroffenen Regionen leben
noch immer in provisorischen Unterkünften. Schon vor dem Erdbeben litten viele Menschen unter
dem Konflikt im Land, einer schwächelnden Wirtschaft und fehlender Grundversorgung. Zwar sind die
unmittelbaren Notbedürfnisse zurückgegangen, doch besonders gefährdete Haushalte benötigen
weiterhin verlässliche Unterstützung - insbesondere in den Bereichen Ernährungssicherheit, sowie
Wasser-, Sanitärversorgung und Hygiene. Saatgut und erdbebensichere Häuser für die
Betroffenen Helvetas unterstützt den Wiederaufbau und fördert Bauweisen, die bei
künftigen Erdbeben mehr Sicherheit bieten. Betroffene können zudem auf technische Beratungen
zurückgreifen, um ihre Häuser selbstständig wiederaufzubauen. Bauernfamilien erhalten
Saatgut und organischen Dünger. Gleichzeitig unterstützt Helvetas Kleinbetriebe bei der Produktion
und Weiterverarbeitung lokaler Lebensmittel. Das stärkt die lokale Wirtschaft und verbessert die
Ernährungssicherheit für die Menschen im Land. Parallel dazu gehört die Wiederherstellung und
Verbesserung des Zugangs zu sauberem Trinkwasser zu den Prioritäten vor Ort. "In 12
Dörfern wurden die Wasserverteilnetze repariert. Dazu gehören unter anderem die Installation neuer
Leitungen, die Instandsetzung von Wasserstellen, der Bau von Wassertanks sowie begleitende
Sensibilisierungsmassnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung von Krankheiten", erklärt Prabin
Manandhar, Leiter des Helvetas-Büros in Myanmar. Treibstoffmangel bremst Alltag
und Unterstützung aus Myanmar ist stark von der globalen Treibstoffknappheit betroffen
- eine Folge des aktuellen Kriegs im Nahen Osten. Die Preise auf "Grab", einer App für Taxi- und
Essenslieferdienste, haben sich verdreifacht. Der Autoverkehr wird nach geraden und ungeraden
Nummernschildern reguliert, und die meisten Inlandsflüge wurden gestrichen. Die Regierung schreibt
mittwochs Homeoffice vor - und es ist absehbar, dass diese Regelung auf weitere Wochentage
ausgeweitet wird. Für viele Menschen wird es zunehmend schwieriger, zur Arbeit zu gelangen. Auch die Teams von Helvetas passen ihre Einsätze vor Ort an und reduzieren Reisen zu den
Projektregionen. Sie koordinieren sich eng mit lokalen Partnern, um die laufenden Programme trotz
der Herausforderungen umsetzen zu können. Nach Angaben der Vereinten Nationen haben
schätzungsweise 3,6 Millionen Menschen infolge des Konflikts und des Erdbebens ihr Zuhause
verloren - davon 1,7 Millionen in den am stärksten betroffenen Regionen im Nordwesten, im
Bundesstaat Rakhine und im Südosten. Pressekontakt:
Katrin Hafner,
Medienverantwortliche
044 368 67 79
katrin.hafner@helvetas.org
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