Seit März 2024 erscheint der Comparis-Womo-Preisindex vierteljährlich in Zusammenarbeit mit
dem KOF-Institut der ETH Zürich. Er zeigt, wie sich die Teuerung in den Bereichen Wohnen und
Mobilität entwickelt hat. Laut dem Womo-Preisindex sind im Februar 2026 die Preise für
Wohnen und Mobilität in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,2 Prozent gestiegen.
Zum Vergleich: Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) des Bundesamtes für Statistik (BFS),
der einen Warenkorb von über 1’000 Waren und Dienstleistungen abdeckt, stieg um 0,1 Prozent*. Die
Wohnungsmieten als grösster Ausgabeposten haben sich gegenüber dem Vorjahresmonat gar um
1,4 Prozent erhöht. «Der überdurchschnittlich starke Anstieg der Wohnungsmieten hält
unvermindert an. Das ist besonders für einkommensschwache Haushalte bitter, da die
Wohnungsmiete den grössten Budgetposten darstellt. Die Schaffung von zusätzlichem und
bezahlbarem Wohnraum ist dringend nötig», sagt Comparis-Finanzexperte Renkert.
Starker Anstieg der Motorfahrzeugversicherung in den letzten 5 Jahren Der
Preisanstieg des Womo-Preisindex lag in den letzten 5 Jahren insgesamt bei 10,3 Prozent. Zum
Vergleich: Der LIK erhöhte sich in dieser Zeit um 7,3 Prozent*. Zu den Produkten, die sich in den
letzten 5 Jahren am stärksten verteuert haben, zählen Energie zum Heizen (Gas, Heizöl, Brennholz
und Fernwärme) mit plus 41,2 Prozent, Elektrizität mit plus 34,1 Prozent* und die
Motorfahrzeugversicherung mit plus 18,9 Prozent*. Die hohen Anstiege bei der
Motorfahrzeugversicherung werden häufig mit höheren Ersatzteilkosten und gestiegenen
Reparaturkosten begründet. Ein näherer Blick zeigt: Ersatzteile sind mit plus 19,1 Prozent* in den
letzten 5 Jahren besonders stark gestiegen. Aber auch Service- und Reparaturarbeiten für
Motorfahrzeuge haben sich um 8,1 Prozent* verteuert. «Die Motorfahrzeugversicherung hat
sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,4 Prozent* erhöht. Die Anpassung der Prämien erfolgt
zeitlich verzögert als Reaktion auf die gestiegenen Kosten für Ersatzteile und Reparaturen. Bis 2023
sind die Prämien sogar gesunken. Mehr teure Elektronik in Neuwagen in den letzten Jahren führte zu
aufwändigeren Reparaturen und teureren Ersatzteilen wie z. B. Rückspiegeln mit Sensoren und
Kameras, LED-Scheinwerfern sowie zur Kalibrierung von Assistenzsystemen – und damit zu einem
starken Prämienanstieg. Zusätzlich führte die Zunahme von Schadensfällen wie Hagelschäden zu
höheren Kosten. Mit der fortschreitenden technologischen Entwicklung bei Neuwagen werden
zunehmend auch Fahrzeughaltende älterer Modelle zur Kasse gebeten», erklärt Renkert. Zu
den Gütern und Dienstleistungen, deren Preise in den letzten 5 Jahren stark gefallen sind, zählen
kleine Haushaltsgeräte (minus 8,7 Prozent*), motorbetriebene Werkzeuge für Haus und Garten
(minus 7,9 Prozent*), Fahrräder und Elektrofahrräder (minus 3,1 Prozent*) sowie grosse elektrische
Haushaltsgeräte (minus 1,4 Prozent*). Stärkste Preisanstiege in den letzten 12 Monaten
Neben dem starken Anstieg der Motorfahrzeugversicherung gegenüber dem
Vorjahresmonat haben sich auch die Preise für Taxi-Fahrten erhöht, nämlich um 3,6 Prozent*. Der
Preisanstieg für Dienstleistungen für die Wohnungsreinigung (plus 2,0 Prozent*) war der drittstärkste.
Auf Rang 4 und 5 folgen Dienstleistungen für die Versorgung und den Unterhalt der Wohnung sowie
Material für Wohnungsreparaturen mit plus 1,6 Prozent* beziehungsweise 1,5 Prozent*.
Stärkster Preisrückgang gegenüber Februar 2025 bei Treibstoffen Vor 12 Monaten
bezahlten Konsumierende für Treibstoff mehr als im Februar 2025. Gemäss der Comparis-Analyse
sind die Preise im Vorjahresvergleich um 5,3 Prozent* gesunken. Am zweitstärksten
vergünstigten sich die Preise für andere Gebrauchsgüter für die Haushaltsführung. Sie lagen 5,0
Prozent* tiefer als noch im Februar 2025. Weiter gesunken sind auch die Preise für Energie zum
Heizen (Gas, Heizöl, Brennholz und Fernwärme) (minus 4,9 Prozent), kleine Haushaltsgeräte (minus
3,9 Prozent*) sowie Küchen- und Kochgeräte (minus 3,2 Prozent*). Höchste Teuerung
bei Einpersonenhaushalten ab 65 Jahren Nach Haushaltstypen unterschieden, erlebten
Einpersonenhaushalte ab 65 Jahren in den letzten 12 Monaten die höchste Teuerung bei Wohnen
und Mobilität. Sie spüren aktuell eine Teuerungsrate von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch
im Februar 2026 wurde das Leben für sie verglichen mit November 2025 noch einmal teurer, und
zwar um 0,2 Prozent. Rein rechnerisch spüren Paare ab 65 Jahren ohne Kinder die
Teuerung prozentual am wenigsten. Mit einem Indexstand von 111,5 blieb die gefühlte Teuerung in
den Bereichen Wohnen und Mobilität bei ihnen in den letzten 12 Monaten unverändert. Im 3-Monats-
Vergleich erhöhte sich die Teuerung für sie im Februar 2026 leicht um 0,1 Prozent.
Tiefste Einkommensklasse spürt die Teuerung am meisten Bei den
Einkommensklassen zeigt sich: Das Leben hat sich im Vergleich zum Vorjahr für die tiefste
Einkommensklasse am stärksten verteuert. Der Womo-Preisindex ist für diese Klasse um 0,4 Prozent
gestiegen. Verglichen mit November 2025 lag die Teuerung bei plus 0,2 Prozent. Am
wenigsten von der Teuerung betroffen war die höchste Einkommensklasse. Im Vergleich zum Vorjahr
sind die Preise für sie um 0,1 Prozent gestiegen. In den letzten 3 Monaten wurde der Konsum für die
höchste Einkommensklasse um 0,3 Prozent teurer. Tipps für Konsumentinnen und
Konsumenten Prämienerhöhung prüfen: Wer eine höhere Rechnung
erhält, sollte die Anpassung nicht einfach akzeptieren. Kündigungsrecht kennen:
Bei einer Prämienerhöhung wie z. B. bei der Motorfahrzeugversicherung besteht ein
ausserordentliches Kündigungsrecht. Wer es nutzt, kann unkompliziert den Anbieter wechseln. Preis-Leistungs-Verhältnis vergleichen: Die Unterschiede im Markt sind gross.
Ein Vergleich zeigt, ob Sie für ähnliche Leistungen zu viel bezahlen oder ob bessere Deckungen
möglich sind. Das dauert nur wenige Minuten. Langjährige Verträge hinterfragen:
Wer seit vielen Jahren beim gleichen Anbieter ist, sollte besonders aufmerksam sein. Treue
wird im Versicherungsmarkt nicht automatisch belohnt. Gerade in einem Jahr mit breiten
Prämienerhöhungen lohnt sich ein Marktcheck. Oft geht es nicht nur um tiefere Prämien, sondern
auch um eine Versicherung, die besser zur eigenen Situation passt. *Comparis-Womo-
Preisindex Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) misst Preisveränderungen
anhand eines repräsentativen Warenkorbs von rund 1'050 Waren und Dienstleistungen. Eine
anhaltende Abnahme des Geldwertes bzw. eine Erhöhung des durchschnittlichen Preisniveaus
bezeichnet dabei die Inflation. Der LIK wurde Anfang 2026 neu strukturiert und umfasst 13
Hauptkategorien – darunter neu auch die Hauptkategorie Versicherungen und
Finanzdienstleistungen. Grosse Ausgabenposten, wie etwa die Prämien für die Sozialversicherungen
oder die direkten Steuern, sind demgegenüber nicht erfasst. Der LIK widerspiegelt somit nicht die
tatsächlich gefühlte Teuerung der Konsumentinnen und Konsumenten. Der Comparis-Womo-
Preisindex in Zusammenarbeit mit dem KOF-Institut der ETH Zürich bildet die Inflation ausschliesslich
in den Bereichen Wohnen und Mobilität ab. Zudem werden explizit einzelne Haushaltsgruppen,
Einkommensklassen und Sprachregionen berücksichtigt. Weiter werden eigene Berechnungen für
vereinzelte Produktgruppen angestellt. Wichtiger Hinweis: Mit einem (*) gekennzeichnete Zahlen
wurden vom Bundesamt für Statistik (LIK/BFS) direkt berechnet respektive beruhen auf den Zahlen
des LIK/BFS. Die Datengrundlage für den Comparis-Womo-Preisindex besteht aus dem
Landesindex der Konsumentenpreise ( Weitere
Informationen: Dirk Renkert
Finanz-Experte
Telefon: 044 360 53 91
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