In der neuen Ausgabe des LOK Pop-up-Stores bewegen sich die
eingeladenen Positionen bewusst im Spannungsfeld zwischen Kunst, Design und Konsumkultur.
Während Künstlerinnen mit Formaten wie Merch, Editionen und funktionalen Objekten arbeiten,
integrieren Designerinnen künstlerische Strategien in ihre gestalterische Praxis. Was bei den Fluxus-
Künstler*innen als Demokratisierung des Kunstwerks begann, setzt sich heute in einer
zeitgenössischen Formensprache fort, die sich der Ästhetik von Marketingtools, Bekleidung und
Alltagsobjekten bedient. Umgekehrt manifestieren sich gestaltete Alltagsgegenstände als autonome
Objekte. Der Pop-up-Store wird so zu einem Spielfeld, in dem Fragen nach Autorschaft, Wert,
Reproduzierbarkeit und Zugänglichkeit neu verhandelt werden. Die beteiligten Positionen behandeln
zentrale Themen der Gegenwart. Disziplinenübergreifend werden Fragen rund um Body- und Identity-
Positivity ebenso untersucht wie die neue Wertschätzung handwerklicher Praktiken. Kissen
transformieren sich zu dreidimensionalen Objekten, Alltagsgegenstände werden redimensioniert,
verzerrt und umgedeutet. Über Lebensmittel werden Währung und Wert reflektiert, Postkarten zu
fragilen, zugespitzten keramischen Leckereien stilisiert. Accessoires treten als Manifeste auf, naive
Malerei erscheint in neuer Lesart. Mit Amos Angeles, IKOU TSCHÜSS, ISSU ISSU, Jutta
Galizia, MICKRY 3, Vera Mattmann, Talaya Schmid und Julian Zigerli Der Pop-Up Store in der
LOK by Kunstmuseum St.Gallen ist bis zum 30. November 2026 geöffnet. Während der
Sommerpause vom 13. Juli bis 21. August 2026 bleibt der Pop-Up Store geschlossen. Zu den
Teilnehmer*innen: Amos Angeles Die Arbeiten von Amos Angeles oszillieren
zwischen Kunstwerk und Konsumästhetik. Mit Goldstei und Goldtaler bringt er eine
neue Währung in Umlauf: ein nach familiärem Rezept hergestelltes Früchtebrot, in goldene Folie
verpackt und vom Künstler selbst verkauft. Zwischen Werk und Ware verschiebt sich der Begriff von
Wert ins Alltägliche. Seine Praxis zeigt, dass Wert eine kollektive Zuschreibung bleibt.
IKOU TSCHÜSS IKOU TSCHÜSS, gegründet von Guya Marini und Carmen
D’Apollonio, bewegt sich zwischen Bekleidung, Accessoires und Objekten für den Wohnraum. Das
Duo verbindet spielerische Formensprache mit handwerklicher Exzellenz und einem unprätentiösen
Verständnis von Luxus. Gewohnte Gebrauchsgegenstände werden in eigenständige gestalterische
Positionen überführt. So entstehen Objekte mit neuer ästhetischer Präsenz im Alltag.
ISSU ISSU ISSU ISSU arbeitet mit einem materialbasierten Ansatz, geprägt von
handwerklicher Präzision und sorgfältig entwickelten Farbwelten. In enger Zusammenarbeit mit
Handwerker*innen entstehen die Objekte in der Schweiz. Die Arbeiten entziehen sich klaren
Funktionen: Sie stehen zwischen Gebrauchsgegenstand und autonomem Objekt. Handwerk, Material
und technische Möglichkeiten bestimmen dabei gleichermassen die Form. Jutta
Galizia Jutta Galizia verbindet Zeichnung, Keramik und Performance. Ihre opulenten,
farbigen Arbeiten wirken verspielt und leicht, tragen zugleich eine stille Ernsthaftigkeit. In ihrer
Rüschenkeramik entstehen filigrane «Postkarten», die an florale Tortendekoration erinnern. Die
Werke verbinden handwerkliche Präzision mit Fragilität und subtiler Tiefe. MICKRY 3
Das Frauenkollektiv MICKRY 3 überführt Bildsprachen aus Alltagsästhetik, Popkultur und
Werbung in skulpturale Arbeiten. Ihre Werke bewegen sich zwischen Kunstobjekt, Edition und
scheinbar funktionalem Artefakt. Alltagsgegenstände werden verfremdet, gesellschaftliche Tabus
hinterfragt und Bedeutungen verschoben. Hinter der verspielten Oberfläche liegt ein subversiver
Unterton. Vera Mattmann Vera Mattmann entwickelt ihre Bildsprache aus
dem Spannungsfeld von Mutterschaft und künstlerischer Identität. Pflanzen und Tiere thematisieren
zugleich Verletzlichkeit, Kraft und Geborgenheit. Die scheinbar sanften Bildwelten entstehen aus
einem selbstreflexiven Prozess und verhandeln Erschöpfung sowie postnatale Erfahrungen. Daraus
formt sich ein feministisches Statement. Talaya Schmid Talaya Schmid
verortet ihre Arbeit im zeitgenössischen feministischen Diskurs und arbeitet vor allem mit Tufting als
künstlerischer Praxis. Ihre textile Sprache ist zugleich punkig, fürsorglich und präsent. Von Kleidung
über Wandarbeiten bis zu Installationen und Performances erweitert sie die Möglichkeiten des
Handwerks. Material, Körperlichkeit und Identität stehen dabei im Zentrum. Julian
Zigerli Julian Zigerli versteht Mode als kulturelle Praxis und hinterfragt klassische
Geschlechterzuschreibungen. Seine oft genderfluiden Designs brechen Normen mit Humor und
Leichtigkeit auf. Die Arbeiten verhandeln Fragen von Identität und Zugehörigkeit. In über zwei
Jahrzehnten hat er so ein eigenständiges, farbenfrohes gestalterisches Universum entwickelt. Pressekontakt: Nadine Sakotic LOK by Kunstmuseum St.Gallen Kunstmuseum
St.Gallen
Kunstmuseum St.Gallen, Leitung Kommunikation, T +41 71 242 06 84
Grünbergstrasse 7, 9000 St.Gallen
Museumstrasse 32, 9000 St.Gallen
www.kmu-press.ch ist ein Angebot von www.help.ch. Nutzen Sie KMU-Press.ch, die spezialisierte Plattform für Pressemitteilungen von Schweizer KMU.
Als Betreiber von KMU-Press.ch steht HELP.ch für hohe Reichweite, professionelle Veröffentlichung und maximale Sichtbarkeit Ihrer Unternehmensnews.
Mit einer Vielzahl an Ressourcen und Lösungen, die gezielt auf die Bedürfnisse von Schweizer KMU zugeschnitten sind, bietet HELP.ch eine leistungsstarke Plattform für Unternehmenskommunikation und Online-Sichtbarkeit.