Die Beschwerde gegen die Socar Trading SA wurde am 18. März 2026 beim Nationalen
Kontaktpunkt der Schweiz (NKP) für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln eingereicht.
Nach Ansicht der Beschwerdeführer hat Socar gegen internationale Standards für
verantwortungsbewusstes unternehmerisches Handeln verstossen. Die Beschwerde stützt
sich auf die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen (2011 und 2023). Im Rahmen des
sogenannten Verfahrens für spezifische Fälle wird der NKP die Beschwerde prüfen und über
mögliche weitere Schritte entscheiden. Der Auftrag des NKP besteht darin, die Beachtung der OECD-
Leitsätze für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln in den OECD-Mitgliedstaaten zu
fördern. Bedeutende Einnahmequelle für den Staat Socar Trading SA ist die
in der Schweiz ansässige Tochtergesellschaft der staatlichen Ölgesellschaft der Republik
Aserbaidschan und ein wichtiger Handels- und Finanzarm des aserbaidschanischen Energiesektors.
Nach Angaben der Beschwerdeführer stellt das Unternehmen eine bedeutende Einnahmequelle für
Staat dar. Im September 2023 führte eine Militäroffensive Aserbaidschans zur vollständigen
Vertreibung der Bevölkerung aus Bergkarabach und beendete damit die jahrhundertealte armenische
Präsenz in der Region. Unter Berufung auf Analysen internationaler Experten - darunter Luis
Moreno Ocampo, ehemaliger Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs - argumentieren die
Organisationen, dass diese Kampagne eine ethnische Säuberung und möglicherweise einen
Völkermord darstelle. Vorwurf: Verletzung der Sorgfaltspflicht In der
Beschwerde wird geltend gemacht, Socar trage durch seine finanziellen und kommerziellen
Aktivitäten zu den wirtschaftlichen Ressourcen des aserbaidschanischen Staates bei. Daraus ergebe
sich gemäss den OECD-Leitsätzen eine klare Verantwortung für eine umfassende
menschenrechtliche Sorgfaltspflicht sowie für den Umgang mit den Risiken im Zusammenhang mit
den Unternehmensaktivitäten. "Die Zwangsvertreibung von mehr als 150'000 Armeniern aus
ihrer Heimat stellt eine der schwersten humanitären Krisen im Südkaukasus der letzten Jahrzehnte
dar", sagte der internationale Anwalt Karnig Kerkonian, Mitglied des Komitees. "Unternehmen, die
den verantwortlichen Staat finanziell unterstützen, können ihre Verpflichtungen gemäss
internationalen Standards nicht ignorieren", so Kerkonian. Friedensmandat der Schweiz
An einer am 18. März in Genf abgehaltenen Medienkonferenz erinnerten die
Beschwerdeführer zudem daran, dass National- und Ständerat vor einem Jahr eine Motion
verabschiedet hatten, die das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten
beauftragt, ein Das Komitee und seine Partner erwarten, dass die Schweizer Behörden diesen
parlamentarischen Auftrag umsetzen. Ein solches Forum könne einen wichtigen Beitrag zu einem
gerechten und nachhaltigen Frieden zwischen Armenien und Aserbaidschan leisten. "Die
Schweiz sollte sich aktiv für die Verteidigung indigener Völker und ihres Rechts auf
Selbstbestimmung einsetzen, wie es in der Charta der Vereinten Nationen verankert ist", sagte Sarkis
Shahinian, Ehrenpräsident der Gesellschaft Schweiz-Armenien. "Als neutraler Staat ist die Schweiz
gut positioniert, um zu einer konstruktiven Lösung dieses jahrzehntelangen Konflikts beizutragen."
Auch Joel Veldkamp, Leiter Public Advocacy der Menschenrechtsorganisation Christian
Solidarity International (CSI), betonte: "Dauerhafter Frieden kann nicht auf ethnischer Säuberung
aufgebaut werden. Die aktuellen Spannungen in der Region zeigen, wie wichtig es ist, langfristige
Stabilität und Sicherheit im Südkaukasus zu schaffen." Thema auch im UNO-
Menschenrechtsrat Zurzeit nehmen zwei Mitglieder des Komitees zur Verteidigung der
Grundrechte der Bevölkerung von Bergkarabach an der laufenden Sitzung des UNO-
Menschenrechtsrats in Genf teil. In ihren Beiträgen im Namen mehrerer akkreditierter
Nichtregierungsorganisationen machten sie unter anderem auf folgende Punkte aufmerksam: Pressekontakt: Joel
Veldkamp Rolf Höneisen
Simon Brechbühl
Geschäftsführer CSI-
Schweiz
+41 44 982 33 40
simon.brechbuehl@csi-schweiz.ch
Leiter Public Advocacy CSI
+41 44 982 33 10
joel.veldkamp@csi-int.org
Leiter Kommunikation CSI-Schweiz
+41 44 982 33
77
rolf.hoeneisen@csi-schweiz.ch
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