Frauen sind weltweit besonders von Hunger betroffen: Sie machen 60 Prozent der Menschen
aus, die unter Ernährungsunsicherheit leiden. In Subsahara-Afrika leiden zudem fast 40 Prozent an
Anämie. Für mehr Ernährungssicherheit bräuchten die Frauen und Kleinbäuerinnen Zugang zu Land.
Doch oft sind Frauen nicht Eigentümerinnen der Parzellen, die sie bewirtschaften. Laut der
Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Verein-ten Nationen (FAO) besitzen sie in
Entwicklungsländern nur 15 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen, da sie aufgrund der
patriarchalischen Systeme oft kein Land erben können. Dies obschon beispielsweise in Guinea-
Bissau mehr Frauen - 54 Prozent - Landwirtschaft betreiben als Männer. Diese prekäre
Landbesitzsituation bleibt nicht ohne Folgen: Die Frauen haben kaum Zugang zu Krediten, um
Investitionen zu tätigen – etwa das Anpflanzen von Obstbäumen – und sind so noch verletzlicher. Um
Abhilfe zu schaffen, unterstützt SWISSAID beispielsweise Kleinbäuerinnen in Guinea-Bissau mit
einem gemeinschaftlichen Kredit- und Sparsystem. So können sie Grundstücke erwerben und ihre
Ernährungssicherheit verbessern. Gegen geschlechtsspezifische Gewalt Die
Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen ist ebenfalls ein Schwerpunkt bei SWISSAID, insbesondere
in den ländlichen Gebieten Kolumbiens. Dort wurden 2025 mehr als 600 Frauenmorde registriert. Die
Projekte zielen darauf ab, diese Gewalt zu verhindern und strukturelle Ungleichheiten abzubauen. Im
Falle von Gewalt finden die Frauen Unterstützung in Netzwerken, die sich für die Stärkung ihrer
Emanzipation einsetzen. Das Projekt «Frauen erheben ihre Stimme und kämpfen für ihre
Rechte» hat zum Ziel, die Teilhabe von Frauen aus ländlichen Gebieten am politischen,
wirtschaftlichen und sozialen Leben ihrer Gemeinden durch Schulungen und
Sensibilisierungsmassnahmen zu erhöhen. Seit 2024 haben mehr als 12'000 Frauen an Schulungen
zu den Themen Frauenrechte und Führungskompetenzen teilgenommen, wodurch sie sich in das
politische, wirtschaftliche und soziale Leben ihrer Gemeinde aktiv einbringen konnten. Ein
langer Weg Trotz der erzielten Fortschritte behindern strukturelle Ungleichheiten und der
unzureichende Zugang zu Ressourcen weiterhin die Selbstbestimmung der Frauen. Die von den
Vereinten Nationen im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung festgelegten Ziele,
insbesondere Ziel 5 zur Verwirklichung der Geschlechtergleichstellung, sind noch lange nicht erreicht.
«Frauen brauchen Zugang zu Land, Ressourcen, Bildung und Schutz vor Gewalt, um
nachhaltige Ernährungssysteme aufzubauen», fordert Valentina Maggiulli, stellvertretende
Programmleiterin und Verantwortliche für Genderfragen bei SWISSAID. «Dies sind unverzichtbare
Voraussetzungen für eine gerechtere Welt.» Die Vereinten Nationen haben 2026 zum
Internationalen Jahr der Bäuerinnen erklärt und heben damit die zentrale Rolle der Landwirtinnen
hervor, die einen Grossteil der landwirtschaftlichen Arbeit leisten und einen essentiellen Beitrag zur
Ernährung der Weltbevölkerung leisten. Frauen sind auch das Herzstück der Ernährungssysteme und
in Projekten von SWISSAID: Frauenrechte, Zugang zu Ressourcen und Selbstbestimmung für
Frauen. Fotos im
Anhang: Bäuerinnen in Bambadinca Cossara und Ponta Nova in Guinea-Bissau. Bildnachweis: Ricci
Shryock/SWISSAID Kontaktpersonen: Valentina Maggiulli, Stv.
Programmleiterin und Themenverantwortliche Gender Tel: +41 (0)79 358 84 77, Thaïs
In der Smitten, Medienverantwortliche SWISSAID, Tel: +41 (0)77 408 27 65,
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