Die militärischen Auseinandersetzungen im Iran weiten sich auf den ganzen Nahen Osten aus.
"Im Libanon hat eine
grosse Fluchtbewegung eingesetzt", berichtet Wael Darwish, Direktor Naher Osten bei Caritas
Schweiz, aus Beirut. "Viele Schutzunterkünfte sind bereits voll, die Menschen müssen in Zelten oder
unter freiem Himmel schlafen." Die Menschen im Süden des Libanon wurden von der
israelischen Armee aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Caritas Schweiz, die seit Jahren im
Libanon tätig ist, rechnet aktuell mit 800'000 bis 1 Million Menschen, die in diesen Tagen allein aus
den südlichen Gebieten, der Bekaa-Ebene und den Vororten Beiruts fliehen müssen. Erste
Staukolonnen haben sich bereits gebildet. "Wir sind zutiefst beunruhigt über die anhaltenden
Entwicklungen und Bombardierungen im gesamten Libanon, insbesondere im Süden, in Beirut und in
der Bekaa-Ebene", sagt Wael Darwish. Lebensmittel und Notunterkünfte sind dringend nötig
Viele Menschen waren erst vor kurzem in ihre Heimat im Südlibanon zurückgekehrt,
nachdem sie bei den letzten kriegerischen Auseinandersetzungen im Jahr 2024 vertrieben worden
waren. Nun verlieren sie erneut Schutz, Stabilität und Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen.
"Am dringendsten benötigt werden aktuell Trinkwasser, Lebensmittel und Notunterkünfte", sagt Wael
Darwish. Caritas Schweiz bereitet gemeinsam mit den lokalen Partnerorganisationen AMEL
und Caritas Libanon die Verteilung dieser lebenswichtigen Güter vor. Als erste Sofortmassnahme hat
Caritas Schweiz 300'000 Franken für die Nothilfe im Libanon gesprochen. Weitere Massnahmen in
der Region werden geprüft. Caritas ruft zu Waffenstillstand auf Caritas Schweiz ruft
alle Parteien eindringlich dazu auf, Zurückhaltung zu üben, zur Diplomatie zurückzukehren und
umgehend zu deeskalieren. Die Caritas appelliert an einen sofortigen Waffenstillstand, den Schutz
der Zivilbevölkerung und die konsequente Wahrung des humanitären Völkerrechts. Wael
Darwish sagt: "Die Zivilbevölkerung darf nicht den Preis weiterer Gewalt tragen. Alles muss
darangesetzt werden, Menschenleben zu schützen und die Stabilität in der Region zu bewahren."
Kontakt:
Mediensprecherin Caritas
Schweiz
medien@caritas.ch
076 233 45 04
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