Die Landwirtschaftskammer (LAKA), das Parlament des Schweizer Bauernverbands (SBV)
diskutierte das geplante Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten und dessen Auswirkungen
auf die Landwirtschaft. Gleichzeitig verabschiedete der Bundesrat zuhanden des Parlaments die
Botschaft dazu. Die LAKA kommt zu einem klaren Schluss: Das vorgesehene Abkommen macht
Konzessionen zulasten der einheimischen Landwirtschaft und hat wirtschaftliche Auswirkungen auf
die betroffenen Branchen. Deshalb braucht es zwingend wirksame Begleitmassnahmen damit das
Abkommen tragbar wird. Die Landwirtschaftskammer fordert zusätzliche Mittel für
Strukturverbesserungen sowie die Absatzförderung und erwartet vom Bundesrat bis zur
parlamentarischen Beratung einen verbindlichen Plan diesbezüglich. Ebenfalls ist das Abkommen
nicht kompatibel mit Sparübungen auf Kosten der Landwirtschaft, wie sie das Entlastungsprogramm
vorsieht. Eine abschliessende Beurteilung des Mercosur-Abkommens wird der SBV vornehmen,
sobald die konkreten Begleitmassnahmen vorliegen. Grosse Sorgen um die
Marktsituationen bei Milch, Schweinefleisch und Wein Die Lage auf verschiedenen
Agrarmärkten bereitet der LAKA ebenfalls grosse Sorge. Die Branchen Milch, Schweinefleisch und
Wein befinden sich in einer äusserst schwierigen Phase. Die Gründe dafür sind vielfältig und
unterschiedlich. Für den SBV ist es wichtig, diese Märkte rasch ins Gleichgewicht zu bringen und den
Absatz zu stärken. Der SBV unterstützt die verschiedenen Branchen- und Marktakteure bei der
Suche und Umsetzung nach wirksamen Lösungen durch verschiedene kurz- und langfristige
Entlastungsmassnahmen, aber auch durch eine bessere Importsteuerung. Die Landwirtschaft ruft
den Grosshandel und die Gastronomie auf, das inländische Angebot besser zu positionieren und den
Absatz aktiv zu fördern. Jeder Einzelne kann der Landwirtschaft helfen, indem er im Alltag
einheimische Produkte speziell Käse oder Wein bevorzugt. Lumpy Skin-Krankheit:
Solidarität und Unterstützung nötig Die nodulären Dermatose (Lumpy Skin-Krankheit)
bedroht nach verschiedenen Ausbrüchen letztes Jahr im grenznahmen Ausland die Gesundheit der
Schweizer Rinder und die Wirtschaftlichkeit des Milchmarkts. Höchste Priorität hat deshalb die
Verhinderung einer Ansteckung in der Schweiz. Das letzte Woche ausgesprochene Verbot des
Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, Tiere im grenznahen Ausland zu
sömmern, trifft die betroffenen Westschweizer Betriebe und rund 6000 Tiere hart. In Anbetracht des
Gesamtbestands von 1.5 Millionen Rindern ist die Massnahme verhältnismässig, dennoch ist nun
Solidarität gefordert. Die Anstrengungen einzelner Tierhalter zum Wohle aller müssen anerkannt und
dürfen nicht bestraft werden. Deshalb unverständlich, dass die Ankündigung des Verbots nicht mit
Begleitmassnahmen einherging. Der SBV setzt sich in Zusammenarbeit mit den kantonalen
Bauernverbänden, AGORA und des Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verbands (SAV), dem Bund
und den Kantonen dafür ein, dass es vorübergehende Lockerungen der gesetzlichen Anforderungen
für die betroffenen Betriebe im Tal- wie auch im Sömmerungsgebiet gibt. Weiter braucht es eine
finanzielle Unterstützung der betroffenen Betriebe, um die Unkosten betreffend Futterzukauf oder
längerer Transportwege aufzufangen. Und schliesslich fordert er alle Sömmerungsbetriebe auf, freie
Sömmerungsplätze auf der in Kürze vorhandenen online-Plattform auf der Webseite zalp.ch des SAV
sichtbar zu machen. Rückfragen:
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