Am Dienstag, 24. Februar, jährt sich die russische Vollinvasion in der Ukraine zum vierten Mal.
Die Lage in der Ukraine bleibt dramatisch: Millionen Menschen sind vertrieben, wichtige Infrastruktur
wird weiterhin angegriffen, und viele Gemeinden leiden unter schwerwiegenden wirtschaftlichen
Folgen des anhaltenden Krieges. Vor diesem Hintergrund treibt Helvetas, die Schweizer Organisation
für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe, gemeinsam mit lokalen Partnern den
Wiederaufbau konsequent voran - und stärkt sowohl kritische Infrastruktur als auch die ukrainische
Wirtschaft. Neu arbeitet Helvetas in einem Projekt des SECO mit der Schweizer Firma Divario
zusammen, um ökologisch nachhaltige Modulhäuser für vom Krieg betroffene Familien in Not zu
errichten. "Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, können nicht warten, bis der Krieg
endet. Sie brauchen jetzt ein sicheres Dach über dem Kopf, funktionierende Infrastruktur und
wirtschaftliche Perspektiven", sagt Melchior Lengsfeld, Geschäftsleiter von Helvetas.
Überblick über das Engagement von Helvetas in der Ukraine: Wiederaufbau
kritischer Infrastruktur Helvetas hat den Schwerpunkt von humanitärer Soforthilfe auf
strukturellen Wiederaufbau verschoben. Gemeinsam mit ukrainischen Partnerorganisationen wurden
bisher über 50'000 Menschen mit Schutzräumen, Gesundheitsdiensten sowie sicherer Wasser-,
Strom- und Wärmeversorgung unterstützt. Insgesamt begleitet Helvetas 81 Projekte, die
kriegsbeschädigte Infrastruktur reparieren oder neu aufbauen. Neue öffentlich-private
Partnerschaft Helvetas arbeitet neu im Rahmen der vom SECO unterstützten
Wiederaufbauprojekte in der Ukraine mit der Divario AG zusammen, einem Schweizer Unternehmen
mit Produktionsstätte in der Ukraine, das modulare Häuser lokal und nachhaltig herstellt. Derzeit
entstehen 330 Modulhäuser für Familien, die ihr Zuhause verloren haben. Helvetas weiss
dank der Arbeit vor Ort, wo der Bedarf an Wohnraum am grössten ist und stellt sicher, dass die
modularen Häuser den Menschen zugutekommen, die am dringendsten Unterstützung benötigen.
Divario AG verbindet Schweizer Know-how mit ukrainischer Produktion. "Dieses Projekt schafft nicht
nur dringend benötigten Wohnraum, sondern setzt auch ein Zeichen für ressourcenschonendes
Bauen in der Ukraine und schafft neue Arbeitsplätze", sagt Thomas Mauget von Helvetas, Spezialist
für Humanitäre Koordination und zuständig für die Ukraine. Ukrainische KMU stärken -
zentraler Pfeiler Kleine und mittlere Unternehmen bilden das Rückgrat der ukrainischen
Wirtschaft. Um ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken, vergibt Helvetas Mikrozuschüsse, unterstützt
Start-ups und ermöglicht den Wiederaufbau beschädigter Betriebe. Bisher wurden 330 Zuschüsse
vergeben. Zusätzliche Weiterbildungen vermitteln Unternehmer:innen praxisnahes Wissen,
um die Herausforderungen eines durch Krieg geprägten Marktes zu bewältigen. Im vergangenen Jahr
wurden über 1'800 kostenlose Beratungen angeboten. Die Dienstleistungen umfassen beispielsweise
Rechtsberatung oder Steuerkonformität unter Kriegsrecht. Berufsbildung für besonders
betroffene Gruppen Intern Vertriebene, Veteranen und Menschen mit Behinderungen
haben vielfach grosse Mühe, Arbeit zu finden. Helvetas bietet deshalb gemeinsam mit lokalen
Berufsschulen handwerkliche und technische Aus- und Weiterbildungen an in Berufen, für die auf
dem ukrainischen Arbeitsmarkt hohe Nachfrage besteht. Die Programme sichern Einkommen und
ermöglichen soziale Teilhabe. Humanitäre Hilfe bleibt zentral Die Not ist
nach wie vor gross und die Versorgung vielerorts kritisch. Ukrainische Organisationen tragen den
Hauptteil der humanitären Hilfe, doch der Zugang zu internationalen Mitteln bleibt schwierig. Helvetas
stärkt daher lokale Akteure gezielt: finanziell, organisatorisch und durch Wissenstransfer, damit diese
schnell und wirksam Unterstützung leisten können. Weitere Informationen:
Pressekontakt: Katrin Hafner, Medienverantwortliche, 044 368
67 79, katrin.hafner@helvetas.org
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